25. Jahrestag des Mauerfalls in Berlin Jubel zum Jubiläum
Wenn es in Berlin etwas zu feiern gibt, dann immer am Brandenburger Tor: Zehntausende Menschen strömten zum Wahrzeichen, auf einer Bühne traten Clueso, Udo Lindenberg und andere Künstler auf.
"Hinterm Horizont geht's weiter", sang Udo Lindenberg. Stimmlich nicht unbedingt sicher, aber auch das konnte die Feststimmung in Berlin nicht trüben.
Dort, wo sich im Sommer die Fußballnationalspieler als Weltmeister feiern ließen, erinnerten nun Tausende an den Mauerfall vor 25 Jahren.
Bei aller Feierstimmung bleib Platz für Gedenken: Portraits von Mauertoten am Brandenburger Tor.
In der ersten Reihe froren unter anderem Joachim Gauck, Angela Merkel und Sigmar Gabriel.
Um kurz nach 19 Uhr war es soweit: Die ersten Heliumballons stiegen am Brandenburger Tor in den Himmel über Berlin.
Insgesamt achttausend Ballons wurden Stück für Stück losgelassen. Paten hatten an den Kautschukballons Botschaften hinterlassen.
Die Auflösung der sogenannten Lichtgrenze war der Höhepunkt des 25. Mauerfalljubiläums.
Die ganze Aktion dauerte länger als gedacht. Vielleicht eine passende Metapher für die Schwierigkeiten nach der Wende.
Ein Blick aus der Luft: Wie ein langes Band zieht die "Lichtgrenze" durch die Stadt - von der Bornholmer Straße bis zur Oberbaumbrücke.
15 Kilometer lang war die Kette der Heliumballons in Berlin. Hunderttausende Schaulustige säumten die Strecke.
Zu den Klängen von Beethovens Neunter Symphonie stiegen die Ballons in die Höhe.
Eine Stimmung fast wie Silvester: Als die Ballons in der Luft waren, stieg am Brandenburger Tor ein Feuerwerk in den Himmel.
Auf der Straße des 17. Juni war es fast so voll wie im November vor 25 Jahren. Zwischenzeitlich musste die Polizei die Zugänge auf die Festmeile schließen.
Zeit für Besinnlichkeit: Im Konzerthaus am Gendarmenmarkt fand der Festakt des Berliner Senats statt. Unter den Gästen waren Joachim Gauck, Angela Merkel, Lech Walesa und Michail Gorbatschow.
Blick durch die Hinterlandmauer: An der Gedenkstätte Berliner Mauer in der Bernauer Straße legten viele Schaulustige Blumen nieder.
Die Kerzen erinnern an die Opfer der Mauer, die Berlin 28 Jahre lang geteilt hat.
Die Bernauer Straße war ein Symbol der deutsch-deutschen Teilung. Eine Seite der Straße lag im Osten, die andere im Westen.
"Wir haben die Kraft zu gestalten, wir können die Dinge zum Guten wenden, das ist die Botschaft des Mauerfalls. In diesen Tagen richtet sie sich an die Ukraine, an Syrien, an den Irak und an viele, viele andere Regionen der Welt", sagte Merkel bei ihrer Rede in der Bernauer Straße.