Angela Merkel Zehn Jahre Kanzlerin

Angela Merkel feiert zehn Jahre Kanzlerschaft. Eine Zeitspanne, in der die CDU-Politikerin Tiefen und Höhen erlebt hat. SPIEGEL ONLINE zeigt wichtige Stationen und Weggefährten in ihrer Amtszeit.
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Zum ersten Mal eine Frau: Angela Merkel, CDU, wird am 22. November 2005 Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) als Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland im Bundestag vereidigt. Merkel löst die rot-grüne Koalition unter Gerhard Schröder ab und geht mit der SPD ein Regierungsbündnis ein.

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In freundschaftlicher Mission: Unter Gerhard Schröder war das Verhältnis zu den USA wegen des Irakkriegs abgekühlt, nun versucht Merkel die Wiederannäherung. Den damaligen US-Präsidenten George W. Bush lädt sie im Juli 2006 zum Spanferkel-Grillen in ihren Wahlkreis ein.

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Unter Männern: Am 7. Juni 2007 wird in Heiligendamm unter größten Sicherheitsvorkehrungen der G7-Gipfel abgehalten. Gastgeberin Angela Merkel sitzt in einem überdimensionierten Strandkorb zwischen den mächtigsten Staatenlenkern der Welt. Links neben ihr Russlands Präsident Wladimir Putin, rechts George W. Bush.

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Ein politisches Paar: Kanzlerin Angela Merkel und der damalige Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) lassen sich am 17. August 2007 vor dem Eqi-Gletscher in Grönland fotografieren. Seinerzeit ist der Kampf gegen den Klimawandel eines der Haupthemen der CDU-Vorsitzenden. Sie wird zur Klimakanzlerin.

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Besondere Ehre: Zum 60. Jahrestag der Staatsgründung Israels redet Merkel im März 2008 israelischen Parlament, der Knesset - als erster ausländischer Regierungschef überhaupt.

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Bürger-Beruhigung: Gemeinsam mit ihrem Finanzminister Peer Steinbrück (SPD) kämpft Merkel gegen die Finanzkrise. Anfang Oktober 2008 erklären beide bei einem denkwürdigen Auftritt im Kanzleramt die Spareinlagen der Deutschen für sicher.

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Vier Jahre Schwarz-Gelb: Am 24. Oktober 2009 stellen FDP-Chef Guido Westerwelle, Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer in Berlin ihren Koalitionsvertrag vor. Die schwarz-gelbe Regierung mit dem "Wunschpartner" FDP bleibt eine Episode und endet im Herbst 2013 mit dem erstmaligen Rauswurf der Liberalen aus dem Bundestag. Erneut bildet Merkel eine Koalition mit der SPD.

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Schwere Niederlage: Nur mit Mühe setzt Merkel 2010 im dritten Wahlgang Christian Wulff als Bundespräsidenten durch. Später stolpert Wulff über eine wochenlange Affäre um Vergünstigungen und mögliche Freundschaftsdienste. Sein Nachfolger wird Joachim Gauck - gegen den Willen Merkels.

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Unauffälliger Gefährte: Der Wissenschaftler Joachim Sauer ist der zweite Ehemann der studierten Physikerin und Kanzlerin Angela Merkel. Sie lernten sich zu DDR-Zeiten kennen und heirateten 1998. Nur selten zeigt sich Sauer in der Öffentlichkeit, wie hier im Juli 2014 bei den Wagner-Festspielen in Bayreuth.

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Kehrtwende: Erst verlängert Schwarz-Gelb die Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke, doch der Super-Gau von Fukushima im März 2011 ändert alles. Plötzlich will Merkel raus aus der Nuklearenergie, und zwar schnell. Die Kanzlerin ruft die Energiewende aus. Hier fliegt Merkel im Helikopter über den Offshore-Windpark Baltic 1 in der Ostsee.

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Versöhnung mit dem Ziehvater: Helmut Kohl machte Angela Merkel politisch groß, dann sagte sie sich in der Spendenaffäre von ihm los. Das Verhältnis zwischen beiden ist heute nicht innig, aber sie haben ihren Frieden gemacht. Das Foto entstand bei einer Veranstaltung der Adenauer-Stiftung im September 2012 im Deutschen Historischen Museum in Berlin.

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Vertrauen in der Krise: Merkel wird beim Volk immer populärer, die Menschen schätzen die unaufgeregte Art der Kanzlerin. Hier geht Merkel im Sommer 2013 auf Tuchfühlung zu Bürgern im Ostseebad Binz auf Rügen.

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Endlich auch Kanzler-Weltmeisterin: Was Konrad Adenauer 1954, Helmut Schmidt 1974 und Helmut Kohl 1990 widerfuhr, darf auch Angela Merkel im Sommer 2014 erleben - eine deutsche Nationalmannschaft wird Fußballweltmeister. Hier jubelt die Kanzlerin im Stadion von Rio de Janeiro gemeinsam mit Bundespräsident Joachim Gauck über das entscheidende Tor von Mario Götze im WM-Finale gegen Argentinien.

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Eine Aufgabe für mehr als eine Legislaturperiode: Die Krise in Griechenland begleitet Angela Merkel seit 2010. Eine Lösung ist nicht in Sicht, trotz des mittlerweile aufgelegten dritten, milliardenschweren Rettungsprogramms. Das Bild zeigt Merkel am 25. Oktober 2015 im Gespräch mit dem griechischen Premier, Alexis Tsipras. Die CDU-Politikerin versteht sich persönlich gut mit dem Mitglied der linken Syriza-Partei.

Foto: Stephanie Lecocq/ dpa
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Neuer kalter Krieg: Russland annektiert die Krim und schürt den Krieg in der Ostukraine. Russlands Staatschef Wladimir Putin isoliert sich, doch Merkel versucht gemeinsam mit Frankreich die Ukrainekrise zu lösen. Beim 70. Jahrestag der Truppenlandung der Alliierten in der Normandie bringt Merkel Putin und den ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko an einen Tisch.

Foto: Guido Bergmann/ dpa
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Schöne Bilder, mächtige Geste: Weltweit gilt Angela Merkel mittlerweile als eine der erfahrensten Politikerinnen in der Welt. Allein ihre Amtszeit verschafft ihr einen Wissensvorsprung, um den sie manche Kollegen beneiden. Hier plaudert sie auf dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau mit dem US-Präsidenten Barack Obama. Für ihn ist es seine letzte Amtszeit - für Merkel könnte es auch nach 2017 noch weitergehen.

Foto: POOL/ REUTERS
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"Wir schaffen das": Dieser Satz wird wohl von Angela Merkels Kanzlerschaft einst in die Geschichtsbücher eingehen. Noch ist nicht ausgemacht, ob die Integration von Hunderttausenden Flüchtlingen aus Syrien, Irak und Afghanistan in Deutschland und in der EU gelingt. In den Umfragen muss Merkels Partei deutlich Federn lassen, auch die Popularitätskurve der Kanzlerin zeigt plötzlich nach unten. Am 10. September 2015 lässt sich Merkel mit einem Flüchtling in einer Erstaufnahmestelle in Berlin-Spandau fotografieren. Solche übers Internet verbreiteten Selfies, behaupten ihre Kritiker, hätten die Zahl der Flüchtlinge noch weiter ansteigen lassen.

Foto: Bernd von Jutrczenka/ dpa