Deutsche Textilbranche Modisch in Berlin

Berlin ist eine Mode-Metropole, findet Autor Jörg Buntenbach. Hier verrät er, wie wichtig die Fashion Week ist, warum einige Designer trotzdem ins Ausland flüchten - und welcher Trend die Stadt noch Jahre prägen wird.
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Seit 2007 findet auch in Berlin zweimal pro Jahr eine Fashion Week statt. Das ist wichtig für die internationale Strahlkraft der Stadt, sagt Autor Jörg Buntenbach. Dieses Foto ist während der Modenschau von Designerin Rebekka Ruétz entstanden.

Foto: Jörg Buntenbach/ Mode Metropole Berlin
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Die Modegeschichte Berlins beginnt laut Buntenbach vor knapp 200 Jahren. "In den 1830er Jahren siedelten sich rund um den Hausvogteiplatz die ersten Textilmanufakturen, Händler und Konfektionshäuser an", schreibt der Modeexperte. "Im Laufe der Zeit entstand das Konfektionsviertel, das die Modestadt Berlin begründete." Hier ist das Kaufhaus Nathan Israel in Berlin-Mitte zu sehen, es gilt als ältestes der Stadt. Heute erinnert ein Stolperstein in der Spandauer Straße 26-32 an das Haus, die Inschrift lautet: "Hier stand Kaufhaus Nathan Israel. Gegründet 1815. Arisiert 1939."

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Um 1920 gab es in Berlin zahlreiche Handarbeitszeitschriften, "die Mode-Journalisten wurden zu Meinungsmachern und beeinflussten das modische Bewusstsein der Zeit", schreibt Buntenbach. "Viele Publikationen enthielten Schnittmusterbögen für die Hausschneiderei. So hatten die Mode-Affinen aus allen Schichten die Möglichkeit, sich nach der neuesten Mode zu kleiden." Hier ist das Titelblatt von "Berlins Modenblatt" aus dem Jahr 1952 zu sehen.

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Schon im Herbst 1945 fanden in Berlin wieder die ersten Modenschauen nach Kriegsende statt. Doch die Berlin-Blockade erschwerte das Geschäft - und so gab es 1949 in Düsseldorf erstmals die Modemesse Igedo. Dieses Foto stammt aus dem Jahr 1956.

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Die Mode ist immer auch von Trends bestimmt. In den Sechzigerjahren war der Minirock omnipräsent, außerdem Hosenanzüge und knabenhafte Outfits. Später...

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... wurde der Minirock wieder in den Schrank verbannt, in den Siebzigerjahren ging es um möglichst weite Hosen, um Farben und auffällige Accessoires.

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Berlin sei vor allem in Sachen Streetstyle tonangebend, sagt Buntenbach. Die Stadt könne und dürfe sich auch deshalb nicht mit Paris oder Mailand vergleichen, die für Haute Couture stünden, also die "gehobene Schneiderei".

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Kilian Kerner hat schon 2004 sein gleichnamiges Label gegründet - damals gab es in Berlin noch keine Fashion Week. Bis heute ist er eine feste Größe auf dem deutschen Markt. Hier ist Model Toni Garrn in seinen Entwürfen zu sehen.

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Die Modeszene in Berlin besteht nicht ausschließlich aus den großen Schauen während der Fashion Week. "Man muss auch sehen, was die vielen Designer in der Stadt jeden einzelnen Tag leisten", sagt Autor Jörg Buntenbach. Hier ist beispielsweise der sogenannte Showroom des Labels Nix zu sehen. Barbara Gebhardt hat es 1991 gegründet.

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In einem Showroom präsentieren die Designer ihre Entwürfe. Meist sind es luxuriöse Läden in bester Lage. Hier ist der Berliner Showroom von Anna von Griesheim zu sehen. Sie gründete ihr Label 1991 und hat unter anderem das dekolletierte Kleid entworfen, mit dem Angela Merkel in der Oper von Oslo für Aufsehen sorgte.

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Das Thema Green Fashion sei heute für Berlin von zentraler Bedeutung, sagt Buntenbach. Die Stadt ziehe Menschen an, die wissen wollen, woher ihre Kleidung stammt. Hier sind Besucher der Fashion Week zu sehen.

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Welches Outfit passt zu welchem Model? Jedes Jahr im Winter und Sommer zeigen die Designer in Berlin ihre neuen Kollektionen. Entweder im großen Modezelt am Brandenburger Tor oder auf den zahlreichen Messen in der Stadt. Die bekannteste, die Streetwear-Messe "Bread & Butter", musste allerdings kürzlich Insolvenz anmelden.

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So sehen die Model-Garderoben hinter dem Laufsteg aus: Der Berliner Modestil hat sich laut Buntenbach in den vergangenen Jahrzehnten stark gewandelt. Waren die Achtzigerjahre noch punkig, wurde es in den Neunzigern experimentell.

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