Gedenken an Stalins Opfer "Letzte Adresse"

Der sowjetische Diktator Josef Stalin ließ rund 700.000 Menschen ermorden. Nun wollen Bürgerrechtler mit Gedenktafeln an die Opfer erinnern. Der Kreml gefällt die Aktion gar nicht.
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Solche Gedenktafeln zu Ehren von Stalins Opfern wollen der Journalist Sergej Parchomenko und seine Mitstreiter an vielen Stellen in Moskau anbringen.

Foto: Yuri Kozyrev/ Noor
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Pro-Kreml-Aktivisten protestieren im März 2015 vor der US-Botschaft in Moskau gegen angebliche amerikanische Beeinflussung durch "Saboteure". Der Kreml beschuldigt insbesondere aus dem Ausland finanzierte Nichtregierungsorganisationen, sich in die russische Politik einzumischen.

Foto: Yuri Kozyrev/ Noor
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Der Regierungskritiker Sergej Parchomenko (r.), einer der Initiatoren der Kampagne zu Ehren von Stalins Opfern, ist hier im Jahr 2012 mit anderen Oppositionellen zu sehen. V.r.: der Rechtsanwalt und Aktivist Alexei Nawalny, der Politiker Ilja Jaschin und die TV-Moderatorin Xenija Sobtschak.

Foto: Sergey Ponomarev/ AP
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Der Journalist Sergej Parchomenko (M.) bei einem Treffen mit dem Oppositionspolitiker Boris Nemzow (l.) im Jahr 2012. Nemzow wurde im Februar 2015 in der Nähe des Kreml ermordet.

Foto: Mikhail Metzel/ AP
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Im Jahr 2001 verlor Parchomenko seinen Job als Chefredakteur des regierungskritischen Magazins "Itogi". Nachdem der staatliche Gaskonzern Gazprom den Verlag übernommen hatte, ließ er ihn schließen.

Foto: IVAN SEKRETAREV/ Associated Press
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Im Februar 2014 führte die Polizei Parchomenko vor einem Moskauer Bezirksgericht ab - er hatte zusammen mit rund 50 Personen gegen die Verhaftung von regierungskritischen Demonstranten protestiert.

Foto: Denis Tyrin/ AP
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Das Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau - hier wird an die sowjetischen Gefallenen des Zweiten Weltkriegs erinnert. Für die Opfer Stalins gab es bisher keinen Ort des Gedenkens.

Foto: Yuri Kozyrev/ Noor
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Das Grabmal des Unbekannten Soldaten in Moskau ist eine beliebte Attraktion für Schulklassen und Familien.

Foto: Yuri Kozyrev/ Noor
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Der sowjetische Friedensnobelpreisträger Andrej Sacharow bei einem Treffen mit dem damaligen US-Präsidenten Ronald Reagan 1988 im Weißen Haus. Sacharow begründete die Bürgerrechtsorganisation Memorial, die heute an der Aktion für Stalins Opfer beteiligt ist.

Foto: Ron Edmonds/ Associated Press
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Der sowjetische Nobelpreisträger Andrej Sacharow war einer der bekanntesten Dissidenten. Er war der "Vater" der russischen Wasserstoffbombe, setzte sich aber nach 1968 für die Demokratisierung der Sowjetunion ein. Hier ist er im Jahr 1988 bei einer Pressekonferenz im Pariser Flughafen Orly zu sehen.

Foto: © Reuters Photographer / Reuter/ Reuters