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Müllmänner als Fotografen Schwarzweißbilder aus der Tonne

Müllmänner sind Malocher. Und manchmal auch Künstler. Die Hamburger Stadtreinigung baute einen Müllcontainer zur Mega-Lochkamera um. Per "Tonnografie" entstanden außergewöhnliche Bilder. Jetzt hat die Kampagne einen Preis beim internationalen Werbefestival in Cannes gewonnen.
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Selbstporträt: Roland Wilhelm arbeitet seit 36 Jahren als Müllmann in Hamburg. So viel Aufmerksamkeit wie in diesen Tagen wurde ihm bislang noch nie zuteil - eine Kampagne der Hamburger Stadtreinigung, gestaltet von der Werbeagentur Scholz & Friends, wurde jetzt beim Werbefestival in Cannes ausgezeichnet. Die Müllmänner haben mit einer zur Lochkamera umgebauten Tonne ihre Lieblingsplätze fotografiert. mehr...

Foto: Roland Wilhelm/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Bitte lächeln: Hans-Dieter Braatz, Fahrer bei der Müllabfuhr, positioniert die riesige Lochkamera in Hamburgs Speicherstadt. Zehn Männer und eine Frau nahmen an dem Projekt teil.

Foto: DPA/ Mirko Derpmann
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Lieblingsmotiv: Dieses Bild wollte Roland Wilhelm schon lange fotografieren. Er hatte dort einmal beim Leeren der Mülltonnen einen Fotografen beobachtet: "Das Haus sieht aus wie eine Filmkulisse, aber nur von einem bestimmten Punkt aus. Geht man ein paar Zentimeter nach rechts oder links, ist der Eindruck weg."

Foto: Roland Wilhelm/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Kirchplatz: Auch dieses Foto hat Roland Wilhelm geschossen. Obwohl "geschossen" eigentlich nicht der richtige Ausdruck ist: Die Kamera hat keinen Auslöser, die Aufnahme wird gestartet, indem Wilhelm die kleine Klappe über dem Loch hochhebt. Dann heißt es warten: 5 bis 70 Minuten dauert die Belichtung.

Foto: Roland Wilhelm/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Landungsbrücken: Das dritte Motiv, das sich Roland Wilhelm aussuchte, sind die berühmten Hamburger Landungsbrücken. So wie auf diesem Bild dürfte sie aber nur wenigen bekannt sein.

Foto: Roland Wilhelm/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Wasserschloss: Dieses Foto stammt von Sattelfahrer Hans-Dieter Braatz. Eine Herausforderung beim Fotografieren: Passanten davon abhalten, ihren Müll in die Kamera zu werfen.

Foto: Hans-Dieter Braatz/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friend
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Traditionssegler: Kehrmaschinenfahrer Werner Bünning hat die Rickmer Rickmers "tonnografiert".

Foto: Werner Bünning/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Rathaus: Dies ist das einzige Bild, für das die Mülltonnen-Lochkamera gekippt wurde.

Foto: Michael Pfohlmann/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Planetarium: Müllwagenfahrer Bernd Leguttky hat dieses Foto im Hamburger Stadtpark geschossen.

Foto: Bernd Leguttky/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Architektur-Fan: Michael Pfohlmann ist Teamleiter der Reinigung. Sein Lieblingsplatz sind die Marco-Polo-Terrassen in der Hafencity.

Foto: Michael Pfohlmann/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Historische Gasse: Kehrmaschinenfahrer Werner Bünning hat die Kramer Amtsstuben fotografiert, eine schmale Gasse in Hamburg, ein Überbleibsel aus dem 17. Jahrhundert.

Foto: Werner Bünning/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Friedhof: Auch dieses Bild stammt von Werner Bünning. Es zeigt die Kirche in Altenwerder.

Foto: Werner Bünning/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Katharinenfleet: Das vierte Motiv von Werner Bünning.

Foto: Werner Bünning/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Pferdelos: Müllwagenfahrer Max Soller hat die Horner Rennbahn fotografiert. Bei einer Belichtungszeit von bis zu 70 Minuten wäre auch bei Rennbetrieb kein Pferd zu erkennen.

Foto: Max Soller/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Pionierin: Nicole Nordt-Wulff ist eine der wenigen Frauen bei der Hamburger Stadtreinigung. Ihr Lieblingsmotiv ist das Rathaus in Harburg.

Foto: Nicole Nordt-Wulff/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Klappe auf: Hans-Peter Strahl ist Vorarbeiter bei der Hamburger Müllabfuhr. Hier bestätigt er gerade den Auslöser der Riesen-Kamera - und hebt einfach die Klappe hoch.

Foto: DPA/ Mirko Derpmann
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Binnenhafen: Es müssen nicht immer die Landungsbrücken sein. Peter Hermann Schammer, Fahrer der Müllabfuhr, hat als Motiv den Harburger Binnenhafen ausgewählt.

Foto: Peter Hermann Schammer/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Städtepanorama: Ein weiteres Bild von Werner Bönning - die Haifischbar in St. Pauli

Foto: Werner Bünning/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Speicherstadt: Sattelzugfahrer Hans-Dieter Braatz hat das Fleetschlösschen in der Speicherstadt fotografiert.

Foto: Hans-Dieter Braatz/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Hereinspaziert: Das Hamburger Volksfest ist bekannt für seine leuchtenden Farben, macht sich aber auch in Schwarzweiß ganz gut.

Foto: Bernd Leguttky/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Chilehaus: Noch eine Hamburger Sehenswürdigkeit, über die sich die Müllmänner bei ihren Touren freuen: das Chilehaus. Das Foto stammt von Teamleiter Michael Pfohlheim.

Foto: Michael Pfohlheim/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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Kreativer Arbeitgeber: Die Hamburger Stadtreinigung hat offenbar ein Gespür für gute Werbeaktionen: Welche andere Stadt kann schon von sich behaupten, dass ihre Mülleimer ein beliebtes Fotomotiv sind? "Eine mülde Gabe bitte", fordert dieser Eimer, hinter dem Müllmann und "Tonnograf" Werner Bänning posiert.

Foto: Mirko Derpmann/ Stadtreinigung Hamburg/ Scholz & Friends
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