Gerüchte über Nazi-Zug Aufregung in Niederschlesien

Offiziell ist der Fund noch gar nicht bestätigt, doch die Aufregung ist groß: Könnte in Niederschlesien wirklich ein gepanzerter Zug aus der NS-Zeit vergraben sein? Und was ist eigentlich "Projekt Riese"? Die wichtigsten Antworten.
1 / 6

Die Bahnstrecke zwischen Wroclaw (Breslau) und Walbrzych (Waldenburg) in Niederschlesien ist bei Touristen - und Schatzsuchern - derzeit sehr beliebt. Vermutlich irgendwo zwischen den Kilometerpunkten 60 und 65 soll sich in etwa 70 Metern Tiefe ein Zug aus der Nazi-Zeit befinden. Ein Deutscher und ein Pole behaupten, sie hätten einen gepanzerten Zug unter der Erde lokalisiert.

Foto: Radek Pietruszka/ dpa
2 / 6

Stollen wie diese gibt es in der Nähe von Walbrzych viele. Sie wurden von den Nationalsozialisten gebaut. Ihre genaue Funktion ist nicht geklärt. Womöglich waren unterirdische Waffenfabriken geplant.

Foto: JANEK SKARZYNSKI/ AFP
3 / 6

Nach den aktuellen Meldungen über den angeblichen Fund patrouillieren Polizisten an den Bahnschienen und in dem Waldgebiet, um Schatzsucher an Grabungen zu hindern.

Foto: Maciej Kulczynski/ dpa
4 / 6

Piotr Zuchowski, Leiter der Denkmalschutzbehörde, ist sich "zu 99 Prozent sicher", dass sich in einem der Tunnel des Bergbaugebietes ein deutscher Panzerzug aus dem Zweiten Weltkrieg befindet. Das sagte er nach Ansicht eines Georadarbildes, das die Schatzsucher aus Polen und Deutschland vorgelegt hatten.

Foto: Radek Pietruszka/ dpa
5 / 6

Der ehemalige Bergmann Tadeusz Slowikowski zeigt auf eine Karte, die den angeblichen Fundort zeigen soll. Slowikowski hat seit Jahrzehnten in der Umgebung von Walbrzych nach Funden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gegraben. Über den Zug, der jetzt angeblich gefunden wurde, sagt er: "Wenn der Zug etwas enthält, dann wahrscheinlich Rohstoffe für die Rüstung."

Foto: AGENCJA GAZETA/ REUTERS
6 / 6

Ob nun tatsächlich ein Zug aus der Nazi-Zeit gefunden wurde, wird aber auch noch bezweifelt. "Der Wunsch nach Medienruhm bringt den gesunden Menschenverstand zum Schweigen", teilte zum Beispiel die Niederschlesische Historische Gesellschaft in der vergangenen Woche mit.

Foto: KACPER PEMPEL/ REUTERS
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.