Nobelpreis mal anders Lachsalven aus dem Labor

Schwule Enten, Bauchnabelfussel und irrwitzige Selbstversuche: Für einen Nobelpreis müssen Wissenschaftler nicht unbedingt Gensequenzen oder Supraleiter erforschen - denn seit 1991 wird in Harvard der "Ig-Nobelpreis" für durchgeknallte Arbeiten verliehen. einestages stellt die Highlights vor. Von Benjamin Maack
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Weg sind sie: John Mack, Psychologie-Professor an der Harvard Medical School, und der Autor David M. Jacobs erhielten 1993 den Ig-Nobelpreis in Psychologie. In ihrem Buch mit dem Titel "Entführt von Außerirdischen" stellten sie die These auf, dass Menschen, die behaupten von Aliens entführt worden zu sein, es vermutlich auch wurden. Und sie hatten auch schon eine Theorie, warum: Der Hauptgrund für die Entführungen sei die Produktion von Kindern.

Filmszene aus "Unheimliche Begegnung der dritten Art" von Steven Spielberg (USA 1977)

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Ist Gorbatschow der Satan? Mit dieser Frage beschäftigte sich Robert W. Faid. Der Nuklear-Ingenieur und Zahlenmystiker mit einem Master in Theologie veröffentlichte 1988 das Buch "Gorbachev! Has The Real Antichrist Come?". Sein Fazit: Die Chancen, dass der sowjetische Politiker der Satan persönlich ist, stehen 710.609.175.188.282.000 zu 1. Na, wenn das keinen Ig-Nobelpreis in Mathematik wert ist. Er erhielt ihn 1993.

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Alles in einem Abwasch: Sie hatten Stahlbürsten dabei und eine Mission. Eine Gruppe französischer Pfadfinder machte sich an einem Sonntag im Jahre 1992 auf, um Graffiti in der Grotte De Mayrière Supérieure zu entfernen - und schrubbten dabei versehentlich auch Teile einer 15.000 Jahre alten Wandmalerei weg. Immerhin: Für ihre uneigennützige Aktion erhielten sie noch im gleichen Jahr den Ig-Nobelpreis für Archäologie.

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Schlangenbissschocktherapie: Der Ig-Nobelpreis in Medizin wurde 1994 in zwei Teilen verliehen. Die eine Hälfte ging an einen ehemaligen Marine für eine neue Behandlungsmethode von Klapperschlangenbissen: Er schloss ein Autostarterkabel an seine Lippen an und ließ den Motor fünf Minuten auf 3000 Umdrehungen pro Minute laufen. Die andere Hälfte holte sich der amerikanischen Ärzte Richard A. Gustafson und Richard C. Dart für ihre Arbeit "Misslingen der Elektroschockbehandlung im Fall eines Klapperschlangenbisses".

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Alles im A...: Den Literatur-Ig-Nobelpreis erhielten David B. Busch und James R. Starling 1995. Leider war ihr Werk mit dem Titel "Rektale Fremdkörper: Fallstudien und ein umfassender Überblick über die weltweite Literatur" keine Fiktion. Erwähnt werden darin unter anderem sieben Glühbirnen, zwei Blinklichter, eine Drahtfeder, eine Ölkanne, verschiedene Nahrungsmittel, eine Juweliersäge, ein Bierglas und ein tiefgefrorener Schweineschwanz.

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Der Vielschreiber: Yuri Struchkow, Experte für Röntgenkristallografie an der Akademie der wissenschaften in Moskau, erhielt 1992 den Ig-Literatur-Nobelpreis. Zwischen 1981 und 1990 hatte er 948 wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht - etwa eine alle 3,9 Tage.

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Taube mit Auge: Shigeru Watanabe, Junko Sakamoto und Masumi Wakita von der Keio Universität in Japan erhielten 1995 den Ig-Nobelpreis in Psychologie. Sie hatten Tauben darauf trainiert, zwischen Gemälden von Picasso und Monet zu unterscheiden.

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Schmerz, lass nach! Der Ig-Friedensnobelpreis 1997 ging an Harold Hillman. Der britische Wissenschaftler erhielt die Auszeichnung für seine Studie "Mögliches Schmerzempfinden bei verschiedenen Hinrichtungsarten".

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Macht Miesmuscheln munter: Peter Fong vom Gettysburg College in Pennsylvania erhielt 1998 den Ig-Nobelpreis in Biologie, weil er Miesmuscheln glücklich gemacht hat. wie das? Er gab den Meeresbewohnern mit dem weichen Kern Prozac. Es wirkte. Die Fortpflanzungsrate der Muscheln verzehnfachte (!) sich.

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Völlig durchgedreht: George und Charlotte Blonsky erhielten 1999 einen besonderen Preis für eine besonders verdrehte Idee - den zum ersten und bisher letzten Mal verliehenen Ig-Nobelpreis in Apparatemedizin. Es ist eine Art Geburtsmaschine. Frauen in die Wehen sollten darauf festgeschnallt werden. Dann sollte sich die Apparatur samt Gebärender mit hoher Geschwindigkeit drehen und quasi per Fliehkraft entbunden werden - man beachte das zwischen den Beinen der Frau befestigte Netz.

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Eindringlicher Liebesakt: Für Aktfotos der speziellen Art erhielten Willibrord Weijmar Schultz, Pek van Andel und Eduard Mooyaart aus Gronigen in den Niederlanden 2000 ihren Ig-Nobelpreis in Medizin. Ihre eindringliche Studie trägt den sprechenden Titel "Kernspintomographie der männlichen und weiblichen Genitalien während des Koitus und der weiblichen sexuellen Erregung".

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Das Duschproblem: Jeder kennt es, Millionen nervt es - steht man in der Dusche, wallt der Duschvorhang immer nach innen und klebt an den Beinen. Einen überaus verdienten Ig-Nobelpreis in Physik erhielt David Schmidt, Professor an der Universität von Massachusetts, für die Lösung eben dieser Frage. Dafür erstellte Schmidt ein Computermodell der Badewanne seiner Schwiegermutter und drehte den virtuellen Wasserhahn auf. Zwei Wochen und rund 1,5 Trillionen Rechenschritte später hatte er die Lösung: Durch die fallenden Wassertropfen entsteht ein aerodynamischer Sog, der seine Energie auf die umliegende Luft überträgt. So entsteht in der Dusche ein Miniorkan - und der tiefe Druck in dessen Mitte zieht den Duschvorhang an. Und was kann man dagegen tun? Schmidt empfiehlt eine Dusche mit Tür.

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Gulag-Terror-Disneyland: Mitunter fällt das Komitee Entscheidungen, die man als zynisch bezeichnen könnte. 2001 bekam der litauische Geschäftsmann Viliumas Malinauskas den Ig-Friedensnobelpreis - für einen Vergnügungspark namens "Stalin World", den er in der Nähe des Kurorts Druskininkai eröffnet hatte. Dort stehen Skulpturen aus der Zeit der sowjetischen Besatzung Litauens, die von ihren ursprünglichen Standorten entfernt wurden. Sie wurden inmitten eines Waldes in einer für Propagandastatuen bewusst befremdlichen Umgebung wieder aufgestellt. Malinauskas sagte zu seinem Park, der sich schnell zum Touristenmagneten entwickelte, er habe einen Ort schaffen wollen der "den Charme von Disneyland mit dem Terror des Gulag kombiniert". Mit Humor lasse sich besser gegen das Vergessen des repressiven Sowjet-Systems angehen.

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Das Rad neu erfunden: Der Ig-Nobelpreis für Technik wurde 2001 gesplittet. Die eine Hälfte ging an den Patentanwalt John Koegh aus Hawthorn, Victoria, der spaßeshalber das Rad als Patent anmeldete. Die andere Hälfte ging an das australische Patentamt, das ihm das Patent tatsächlich ausstellte. Die Errungenschaft wurde als "Kreisförmige Vorrichtung zur Erleichterung des Transports" unter Patent #2001100012 verzeichnet.

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Im Nabel des Vaters: Der Ig-Nobelpreis für Interdisziplinäre Forschung ging 2002 an Karl Kruszelnicki von der Universität Sydney, Australien. Er hatte 2001 in einer Studie die spannende Frage geklärt, woher die Fussel in unseren Bauchnabeln kommen - und warum Männer mehr davon haben als Frauen. Die Antwort: Bauchnabelfussel bestehen aus losen Fasern der Kleidung, Hautzellen und ausgefallenen Körperhaaren. Und Männer haben mehr davon, weil sich die Fussel gegen alle Erwartungen weniger abwärts, sondern aufwärts in den Nabel bewegen. Die reibende Zugkraft des Körperhaares auf der Unterwäsche, so Kruszelnicki, zöge die losen Fasern in den Nabel - und weil Frauen weniger Haare am Bauch haben, haben sie auch weniger Fussel im Nabel.

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O, Hode mio! Den Ig-Nobelpreis in Medizin erhielt 2002 Chris McManus von der University of London für seine Studien über "Asymmetrie der Hoden beim Menschen und bei antiken Skulpturen". Der Engländer hatte beobachtet, dass bei den ansonsten so naturgetreuen antiken Statuen immer der rechte Hoden größer ist und höher hängt als der linke. Beim Menschen jedoch hängt in der Regel der schwerere Hoden - egal ob rechts oder links - auch tiefer. Seine These: dies sei auf die Links-Rechts-Symbolik der Griechen zurückzuführen, welche die rechte Seite dem männlichen Geschlecht zuordnet und die linke Seite dem weiblichen. Und ebenso wie die Männer in der griechischen Antike wurde eben auch der größere rechte Hoden höher gestellt.

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Schafverschleppung: Ein ganz besonderes physikalisches Experiment unternahmen die Australier Jack Harvey, David Stuart und Robyn Williams für ihre Studie "Eine Analyse der Kräfte, die benötigt werden, um Schafe über bestimmte Oberflächen zu schleifen". Was klingt wie ein alberner Studentenscherz, hat einen durchaus nützlichen Hintergrund. Mit ihrer Arbeit wollten die Forscher neue Schafschurmethoden vorantreiben. Für ihre Errungenschaft erhielten sie 2003 den Ig-Nobelpreis in Physik.

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Wählerisches Federvieh: Eine ganz erstaunliche Entdeckung machten Stefano Ghirlanda, Liselotte Jansson und Magnus Enquist von der Universität Stockholm. In ihrer Studie mit dem Titel "Hühner bevorzugen schöne Menschen", stellten sie fest, dass das Ideal von menschlicher Schönheit bei Hühnern und Humanoiden praktisch dasselbe ist. Dazu platzierten sie Bilder von schönen und hässlichen Menschen auf dem Boden, streuten Getreidekörner darauf - und tatsächlich: Die Hühner pickten ihr Futter lieber auf den Fotos der Schönheiten.

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Stirb an einem anderen Tag: Seine größte Leistung war es, zu beweisen, dass er noch lebt - dafür bekam der Inder Lal Bihari im Jahr 2001 den Ig-Friedensnobelpreis. Was sich nach einem Witz an hört, hatte einen ernsten Hintergrund: Denn Lal Bihari war von einem habgierigen Onkel, der ihm auf diese Weise seinen Landbesitz entreißen wollte, offiziell für tot erklärt worden. Als der Schwindel aufflog, musste Bihari insgesamt 18 Jahre gegen die Behörden kämpfen, um offiziell als lebendig zu gelten und damit auch sein Land zurückzubekommen. Als Reaktion auf sein Dilemma gründete die "Association of Dead People", die in Indien Menschen in ähnlicher Notlage unterstützt.

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Schwule Stockenten: Etwa 75 Minuten sah der Forscher Kees Moeliker dem schaurigen Treiben zu, dann griff er ein. Der begeisterte Vogelkundler hatte gesehen, wie ein Erpel gegen die Scheibe seines Büros im Naturhistorischen Museum Rotterdam donnerte. Als er runterging, um den toten Vogel zu untersuchen, hatte sich bereits ein männlicher Artgenosse zu dem toten Tier gesellt. Moeliker setzte sich auf die Treppe, betrachtete staunend das Treiben - und schrieb die Arbeit "Der erste Fall homosexueller Nekrophilie bei Stockenten". Die Studie gewann 2003 den Ig-Nobelpreis für Biologie.

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Singen für den Frieden: Die bisher längsten stehenden Ovationen bei der Verleihung der Ig-Nobelpreise erntete der Japaner Daisuke Inoue im Jahr 2004 - er hatte 1971 die Karaokemaschine erfunden. Dafür erhielt er den Ig-Friedensnobelpreis. Mit seiner Erfindung habe er einen neuen Weg gefunden, Menschen beizubringen, sich gegenseitig zu tolerieren.

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Volldampfkommunikation: Stumm wie ein Fisch - diese alte Redensart wurde im Jahr 2004 einer harten, wissenschaftliche Probe unterzogen. Gleich fünf Wissenschaftler belegten, dass Heringe offenbar mittels Fürzen miteinander kommunizieren. Die Preisträger des Ig-Nobelpreis in Biologie waren: Ben Wilson (University of British Columbia), Lawrence Dill (Simon Fraser University), Robert Batty (Scottish Association for Marine Science), Magnus Wahlberg (Universität Aarhus) und Hakan Westerberg von Schwedens National Boards of Fisheries.

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Kino für Heuschrecken: Wie vermeiden fliegende Insekten Kollisionen? Um das herauszufinden, haben die britischen Forscher Claire Rind und Peter Simmons (Newcastle University) Heuschrecken Highlights aus "Star Wars" vorgeführt - und gleichzeitig ihre Hirnaktivitäten gemessen. Für das Experiment mussten die Heuschrecken jene Szenen sehen, in denen die Raumschiffe direkt auf sie zuzufliegen schienen. Laut den Neurobiologen entwickelten sich die größten Angstgefühle bei der Verfolgungsjagd von Darth Vader und Luke Skywalker. Die Ergebnisse könnten aber einen konkreten Nutzen haben: Das Warnsystem der Insekten soll digital nachgebildet und an Robotern oder Modellautos getestet werden. Deshalb erhielten Rind und Simmons den Ig-Nobelpreis im Jahr 2005 auch in der Kategorie Frieden.

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Wissenschaftliche Schleimschlacht: 2005 erhielten Edward Cussler und Brian Gettelfinger von der University of Minnesota den Ig-Nobelpreis in Chemie für eine Reihe von Experimenten zum Vergleich der menschlichen Schwimmgeschwindigkeit in Wasser und in - nun ja - Schleim. Dazu rührten sie hunderte Kilogramm Verdickungsmittel in ein 25 Meter langes Becken und ließen 16 Versuchspersonen durch das schleimige Nass kraulen. Das überraschende Ergebnis: Schwimmer sind in zähen Medien etwa genauso schnell wie im Wasser.

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Nicht schlecht, Herr Specht! Bis zu 12.000 Mal am Tag hauen Spechte mit ihrem Schnabel gegen hartes Holz. Müssten sie da nicht eigentlich ständig Kopfschmerzen haben? 2006 erhielten die US-Forscher Ivan Schwab und Philip R.A. May Senior den Ig-Nobelpreis für Ornithologie für die Beantwortung dieser Frage: Die Anatomie schützt den Specht vor Kopfschmerzen. Sein Gehirn sitzt ziemlich starr im Schädel und kann beim Klopfen nicht gegen die Schädeldecke prallen. Zudem gibt es ein Stoßdämpfersystem aus Muskeln, das die Wucht des Aufpralles abfängt.

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Heilung von hinten: Allein der Name dieser wissenschaftlichen Fallstudie ist preisverdächtig - 2006 wurden gleich zwei Forschergruppen für Arbeiten mit demselben Titel mit dem Ig-Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. Er lautet "Beendigung von unbehandelbarem Schluckauf durch rektale Fingermassage".

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Tierischer Mist: Aus Mist Geld zu machen ist ein archaischer Menschheitstraum. Der japanische Chemiker Mayu Yamamoto hatte zu diesem Thema eine Idee für ein Geschäftsmodell: Er entwickelte eine Methode zur Vanilleduft-Extraktion aus Kuhdung - und erhielt dafür 2007 den Ig-Nobelpreis in Chemie.

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Dümmliche Ratten: Wer hätte das gedacht? Ratten können zwar die Sprachen Japanisch und Niederländisch voneinander unterscheiden, wenn sie vorwärts gesprochen werden. Lässt man die beiden Sprachen allerdings rückwärts ablaufen, können die als ach so schlau geltenden Tiere das nicht mehr. Für diesen Nachweis bekam ein Forscherteam der Universität Barcelona 2007 den Ig-Nobelpreis im Bereich Linguistik.

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Bei Eisprung Geld: Viele Frauen finden ihren Menstruationszyklus einfach nervig - dabei lässt sich damit bare Münze machen, wenn man ihn geschickt einsetzt: Die US-Forscher Geoffrey Miller, Brent Jordan und Joshua Tybur wiesen nach, dass die Höhe der Trinkgelder für Table-Dancer vom Menstruationszyklus abhängig ist. Die Animierdamen verdienten dann am meisten, wenn sie am fruchtbarsten waren. Die Auswertung von insgesamt 5300 Tänzen zeigte, dass die Frauen während ihrer Periode im Schnitt gerade mal 185 Dollar innerhalb einer Arbeitsschicht verdienten, während ihrer fruchtbarsten Tage aber 335 Dollar. Dafür gab es 2008 den Ig-Nobelpreis in Wirtschaft.

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Nicht kippeln! Ist es ein archaischer Schutzmechanismus der Natur - oder nur reine Physik? Drei US-Forscher gingen einer Frage nach, die so alt ist, wie die Menschheit: Warum eigentlich kippen schwangere Frauen nicht nach vorne um? Für ihre Berechnungen wurden sie im Jahr 2009 mit dem Ig-Nobelpreis im Bereich Physik ausgezeichnet.

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Mörderische Musikrichtung: Bringen sich Anhänger von Country- Musik statistisch häufiger um, als andere Menschen? 2004 ging der Ig-Nobelpreis in Medizin für die Klärung dieser Frage an Steven Stack von der Wayne State University in Detroit. Das Ergebnis dürfte den erbitterten Gegnern dieser Musikrichtung ganz neue Argumente für den Stammtisch liefern: Der Wissenschaftler fand heraus, dass ein bisschen Country im CD-Player zwar noch niemanden umbringt, die gängigen Themen wie Trunksucht und Einsamkeit suizidgefährdete Menschen in ihrer Selbstmordabsicht aber durchaus bestärken können.

Das Bild zeigt den Country-Sänger Townes van Zandt

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