Nose Art Als Pin-ups in die Luft gingen

Pralle Formen, knappe Kleider, freche Sprüche: Mit Pin-ups auf Flugzeugrümpfen führten alliierte Piloten im Zweiten Weltkrieg ihren ganz privaten Propagandakrieg gegen die Nazis. Die hatten der Erotikattacke in der Luft wenig entgegenzusetzen - dafür prangte auf Fliegern mit dem Hakenkreuz auch schon mal Micky Maus. Von Ariane Stürmer
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Nackte Aussicht: Diese fast nackte Dame räkelt sich auf der Nase eines A-20-Havoc-Bombers. Bei der Nose Art wurden oft halbseidene Bemalung und zweideutige Botschaften an den Feind kombiniert.

Foto: Jonathan Daniel/ Getty Images
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Nackter Rotschopf: Ein rothaariges Pin-Up ziert diese Beechcraft C-45. Obwohl selten von professionellen Malern auf die Flugzeuge gebracht, erstrahlten die Damen auf den Fliegernasen meist in bezaubernder Schönheit.

Foto: Getty Images
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Pin-Up mit Cowboycharme: Diese junge Dame ist im Pima Air Museum (Arizona) zu bestaunen. Sie ziert eine historische Consolidated B-24J 'Liberator', einen schweren Bomber und das bis heute meistproduzierte Militärflugzeug.

Foto: Corbis
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Haifischmaul für die "Kitty Hawk": Eine Curtiss P-40 steht in einer Reihe mit anderen historischen Flugzeugen bei einer Flugschau in Winconsin. Die Nase des Flugzeuges ist mit einem geöffneten Haifischmaul verziert, ein für das im Volksmund auch "Kitty Hawk" genannte Kriegsflugzeug häufig verwendetes Nose Art. Dieser Pilot verzierte seine P-40 außerdem noch mit einer tanzenden, leicht bekleideten Dame und nannte sie "Miss Josephine".

Foto: Corbis
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Fanny mit den roten Highheels: "Photo Fanny" heißt die leichtbekleidete junge Dame, die als Nose Art von einem B-25 Mitchell-Bomber herabschaut. Das Flugzeug steht in der Marine Corps Air Station in El Toro (Kalifornien).

Foto: Corbis
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Leidenschaft ganz weit oben: Dieses amerikanische Jagdflugzeug - eine P-51 Mustang - verwandelte ein Nose-Art-Künstler mithilfe einer nackten Dame in einen "Passion Wagon".

Foto: Corbis
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Tiefschläge für den Feind: An der Seite eines amerikanischen F-86-Sabre-Jets ist ein boxender Hahn zu sehen. Das restaurierte Bild gehört zu einem Flugzeug, das im Korea-Krieg im Einsatz war.

Foto: Corbis
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Hitler "for sale": Einer der berühmten amerikanischen B-26-Bomber steht nach dem Zweiten Weltkrieg in Ontario (Kalifornien) zum Verkauf. Eine Karikatur Adolf Hitlers in einer recht eindeutigen Pose prangt auf der Flugzeugnase.

Foto: Corbis
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Gruppenbild mit Nose-Art-Model: Die Country-Sängerin Dolly Parton bei der Vorstellung eines Tankflugzeugs vom Typ Boeing KC-135 in Tennessee - sie stand für die Nose Art des Fliegers Modell.

Foto: Wes Hope / AP
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Plakatkunst im Zeichen der Nose-Art: Ein amerikanisches Plakat von 1942 zeigt einen Piloten vor seinem Flugzeug. Die Überschrift: "You Knock 'Em Out - We'll Knock 'Em Down" - ein Aufruf an die Zivilbevölkerung, die Rüstungsanstrengungen weiter hoch zu halten. Das Flugzeug auf dem Plakat zieren die damals üblichen Symbole: eine leicht bekleidete junge Dame und eine Strichliste der bereits vom Himmel geholten Feindflugzeuge.

Foto: Corbis
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Amerikanischer Adler: Modernes Nose Art auf einem Hubschrauber vom Typ Sikorsky S-76 Fantail. Vor dem Hintergrund der amerikanischen Flagge stürzt sich ein Adler mit einem Hubschrauber-Heckrotor als Schwanzersatz auf seine Beute.

Foto: Corbis
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Fliegen für die Freiheit: Ein Künstler hat eine Fairchild Republic A-10 Thunderbolt II mit Nose Art verziert. Ein Adlerkopf und ein Kreuz illustrieren die Beschriftung. Das Flugzeug war 1991 bei der Internationalen Flugzeugmesse in Le Bourget zu sehen.

Foto: Corbis
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Maskottchen Skippy fliegt mit: Im Juni 1943 sitzt der Hund Skippy auf der Nase einer "Flying Fortress", der Boeing B-17. Er stand Modell für die Nose Art der Northwest African Air Forces. Sein Besitzer, Kenneth W. Spinning, schaut aus dem Cockpit.

Foto: Corbis
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Die "schwarze Witwe": Sechs Piloten, die mit ihrer "Black Widow" getauften B-24-Liberator zahlreiche Einsätze geflogen sind, huldigen im November 1943 der Nose Art ihres Bombers.

Foto: Corbis
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Comic-Bomber: Im Comic-Stil ist ein B-24-Liberator-Bomber mit einem Abbild seiner selbst bemalt. Das historische Flugzeug aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges war im Juli 2007 bei der Experimental Aircraft Association (EAA) zu sehen.

Foto: Getty Images
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"Absolute Gerechtigkeit" : Für die Anschläge des 11. September 2001 fordert der Künstler dieser Nose Art Gerechtigkeit. Zu sehen ist ein Toter vor einer Flasche mit der Aufschrift "Absolute Justice". Das Etikett zeigt die amerikanische Flagge und die Freiheitsstatue, der Tote soll Osama bin Laden darstellen. Das Foto entstand an Bord des amerikanischen Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln im Arabischen Golf.

Foto: REUTERS
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Amerikanisches Trauma : "Hijack This!!!" hat der Nose-Art-Künstler auf ein Flugzeug des amerikanischen Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln geschrieben. Über den Tragflächen des Jets stehen die Namen der vier Flugzeuge, die am 11. September von Terroristen in das World-Trade-Center und das Pentagon gelenkt wurden. Das Bild entstand im Oktober 2002 während des Einsatzes der USS Abraham Lincoln im Irak-Krieg.

Foto: REUTERS
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Amerikas Justitia reitet Adler: Als Erinnerung an die Terroranschläge des 11. September hat ein Nose-Art-Künstler seine Version eines amerikanischen Racheengels auf ein Flugzeug des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln gemalt. Auf einem Adler reitend hat die amerikanische Justitia die Flagge der USA in die Hand genommen und stürzt sich mit Raketen auf ihr Ziel. Vergleicht man Nose Art aus dem Zweiten Weltkrieg mit jenen aktueller Tage, kann man nur feststellen: Früher waren die Piloten bessere Künstler.

Foto: REUTERS
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Hubschrauber mit Nose-Art: Hier ein Werk des Kieler Airbrushkünstlers Peer Elshoff, der auch zum diesjährigen SAR-Meet 2008 eine Seaking mit einer speziellen "Nose-Art" verziert hat.

Foto: peer elshoff
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Seaking von unten: Hier sehen Sie die Seaking mit der Luftfahrtkennungsnummer 89 + 64 mit der aktuellen Sonderbemalung anläßlich des SAR-Meets 2008 bei einer Vorführung zur Kieler Woche. Das Nose-Art-Gemälde schuf der Kieler Airbrushkünstler Peer Elshoff.

Foto: peer elshoff
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