Nach Großbrand Spendenwettlauf der Milliardäre

Nach dem Großbrand in der Pariser Kathedrale Notre-Dame ist ein regelrechter Spendenwettlauf der Milliardäre losgegangen. Allein von den Familien Arnault, Pinault und Bettencourt wurden rund eine halbe Milliarde Euro für den Wiederaufbau zugesagt. Ein Überblick.
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Bereits kurze Zeit nach dem verheerenden Brand von Notre-Dame ist eine Spendenaktion für den Wiederaufbau angelaufen - vorneweg die bekannten Milliardärsfamilien des Landes. Die Unternehmensgruppe LVMH (Moët Hennessy Louis Vuitton) versprach eine Spende von 200 Millionen Euro für den Wiederaufbaufonds von Notre-Dame. In einer Erklärung hieß es, LVMH und die Besitzerfamilie Arnault (im Bild Bernard Arnault mit Gattin Helene Mercier-Arnault, Sohn Antoine Arnault und dessen Frau Natalia Vodianova) wollten nach "dieser nationalen Tragödie" ihre Solidarität zeigen.

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Die Großzügigkeit der Familie Arnault ist nicht selbstverständlich: Bernard Arnault hatte sich in der Vergangenheit wortreich über die hohe Steuerlast in Frankreich beklagt. Zeitweise drohte er damit, die belgische Staatsbürgerschaft anzunehmen - setzte diesen Plan aber nicht um.

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Die in Frankreich nicht minder bekannte Milliardärsfamilie Pinault will 100 Millionen Euro für den Wiederaufbau der Kathedrale zur Verfügung stellen. Das gab in der Nacht zum Dienstag François-Henri Pinault bekannt, der Chef des Luxusmodekonzerns Kering (Gucci, Yves Saint Laurent, Balenciaga). "Diese Tragödie trifft alle Franzosen", erklärte Pinault (im Bild mit seiner Frau Salma Hayek).

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Wenn die Familien Pinault und Arnault vorpreschen, darf die L'Oreal-Familie nicht fehlen: Die Milliardärssippe Bettencourt-Meyers und der Kosmetikriese L'Oreal wollen gemeinsam insgesamt 200 Millionen Euro spenden. Dabei kommen 100 Millionen Euro von der gemeinnützigen Stiftung Bettencourt Schueller, wie L'Oreal am Dienstag mitteilte. Die anderen 100 Millionen Euro kommen von dem Kosmetikriesen und der Erbenfamilie Bettencourt-Meyers. Die gemeinnützige Stiftung wurde in den Achtzigerjahren von der Familie gegründet. Auf dem Bild ist Francoise Bettencourt-Meyers, Tochter der verstorbenen Liliane Bettencourt, zu sehen.

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Die Milliardärsfamilie Bettencourt-Meyers machte rund um die L'Oréal-Milliardenerbin Liliane Bettencourt immer wieder Schlagzeilen. Bettencourt war 2017 im Alter von 94 Jahren gestorben. Sie war die Tochter des Gründers von L'Oréal, Eugène Schueller.

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Auch der größte französische Öl- und Gaskonzern Total wollte in diesem Spenderrennen nicht nachstehen. Der Chef des Konzerns, Patrick Pouyanne, sagte ebenfalls 100 Millionen Euro für Notre-Dame aus der Konzernkasse zu.

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Im Straßenbild in Frankreich ist Total allgegenwärtig - und für das Image kann eine solche Spende förderlich sein. Auch die französische Beraterfirma Capgemini sagte kurz nach dem Brand eine Spende von einer Million Euro für den Wiederaufbau zu.

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Die Stiftung www.fondation-patrimoine.org, die sich den Schutz des französischen Kulturerbes auf die Fahnen geschrieben hat, kündigte zudem an, ab Dienstagmittag eine Seite freizuschalten, über der sich auch Privatbürger am Wiederaufbau der Kathedrale beteiligen können.

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