NSA in Deutschland Radarknollen und Antennenwald

Millionenfach fängt die NSA in Deutschland Internetdaten ab, still und heimlich. Doch der mächtige US-Geheimdienst hat in der Bundesrepublik auch höchst sichtbare Spuren hinterlassen. Die Reste gigantischer Abhöranlagen stehen in tiefen Wäldern - und am Rand von Berlin.
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Wer sich in Deutschland auf die Spuren des US-Geheimdienstes National Security Agency (NSA) begeben will, braucht nicht weiter zu suchen als bis zum Südwestrand Berlins: 115 Meter ragt dort der Teufelsberg empor, es ist die höchste Erhebung der Hauptstadt. Hier residierte bis 1991 der US-Geheimdienst NSA - und spionierte die Staaten des Warschauer Pakts aus.

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Heute sieht es auf dem künstlichen Hügel trostlos aus. Mit dem Abzug der Amerikaner begann der Verfall.

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Über Jahre gab es immer wieder ungebetene Gäste auf dem Gelände: Die Ex-NSA-Spionageanlage entwickelte sich zur Party-Location. Dazu rissen Kupferdiebe immer wieder Leitungen aus der Wand.

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Seit einigen Jahren jedoch gibt es neues Leben auf dem Teufelsberg: Zwei junge Männer haben die Anlage gepachtet, sie sorgen für Sicherheit. Seitdem entdecken immer mehr Künstler den geschichtsträchigen Ort. Graffiti-Sprayer nutzen die Innenwände für ihre Gemälde.

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Große Pläne: Die künstlerische Initiative Teufelsberg ist auf dem Areal sehr aktiv. Rotraud von der Heide, Künstlerin und Kuratorin, erklärt: "Der Berg wird immer fantastischer. Es ist ein magischer Kunstort, der sich dauernd verändert." Im September steht ein dreitägiges Kunstfestival auf dem Programm.

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Einer der früheren NSA-Stützpunkte, der noch heute genutzt wird: Nahe dem bayrischen Gabling steht die Kreisantennenanlage der Fernmeldestelle Süd der Bundeswehr. Die Anlage diente den US-Streitkräften bis zur Übergabe des Geländes 1998 an die Bundeswehr zur Fernmelde- und Elektronischen Aufklärung.

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Die Anlage gibt bis heute Rätsel auf: Auch der Bundesnachrichtendienst soll in Gablingen noch aktiv sein. Offiziell bestätigt ist das allerdings nicht.

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Gigantische Radoms: Wie riesige Pilze stehen die Radaranlagen der ehemaligen NSA-Anlage nahe Bad Aibling bei München. 2004 haben die Amerikaner die Anlage aufgegeben.

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Kicken neben den Spähanlagen: Ein Teil des gewaltigen Geländes wurde bereits zu Sportanlagen umgewandelt. Später soll unter anderem ein Null-Energie-Stadt entstehen.

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Das Hauptquartier der NSA im US-Bundesstaat Maryland: Der Geheimdienst steht im Zentrum einer gigantischen Abhöraffäre, die der Whistleblower Edward Snowden losgetreten hatte. Unter anderem wurde bekannt, dass die NSA auch in Deutschland millionenfach Kommunikationsverbindungen abgefangen hat.

Foto: ? Handout . / Reuters/ Reuters