Förderboom Diese Menschen haben die Ökostrom-Milliarden reich(er) gemacht

Daniel Küblböck, Frank Asbeck, Susanne Klatten: Deutschlands milliardenschwere Ökostrom-Förderung hat ganz unterschiedliche Menschen reich gemacht. Die größten Absahner im Überblick.
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Daniel Küblböck

Dem einstigen Star der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" hat das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) Glück gebracht. Das Gesetz sieht vor, dass Ökostrom zu einem festen Tarif vergütet wird. Küblböck hat seine Gage von einer Million Euro eigenen Angaben zufolge in eine Solaranlage bei Passau investiert. Dadurch sei er zum Ökostrom-Multimillionär geworden, teilte er selbst mit.

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Aloys Wobben

Der Gründer (r., mit Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg) des Windturbinenbauers Enercon verdankt seinen Aufstieg zum reichsten Niedersachsen nicht zuletzt dem EEG. Wobbens Unternehmen ist deutscher Marktführer. manager magazin schätzt sein Vermögen auf 6,2 Milliarden Euro.

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Frank Asbeck

Der Sonnenkönig aus Bonn hat als Chef von Solarworld alle Höhen und Tiefen der deutschen Ökostrom-Förderung mitgemacht. Sie hat Asbeck zunächst reich werden lassen und - als der Aktienkurs seines Unternehmens einbrach - wieder um einiges ärmer.

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Shi Zhengrong

Der Gründer von Solarworlds Rivalen Suntech hatte an Asbecks Abstieg einen großen Anteil. Zunächst fertigte er Module in Solarworlds Auftrag, später stieg Zhengrong mit dem erworbenen Know-how selbst ins Geschäft ein. Er lieferte Billigmodule ins Ökostrom-Paradies Deutschland. So begründete er Chinas Dominanz im Solarsektor und wurde selbst sehr wohlhabend.

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Gao Jifan

Nach Suntechs Abstieg im Jahr 2013 übernahmen andere Firmen aus der Volksrepublik die Führungsrolle - derzeit liegt Trina Solar mit Chef und Großaktionär Jifan vorn. Ihr Aufstieg gründet sich Experten zufolge zumindest mittelbar auf die deutschen Einspeisetarife.

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Reinhard Christiansen

Vor allem in Norddeutschland haben viele Privatleute Geld in Windkraftanlagen gesteckt. So auch Christiansen, der fünf Bürgerwindgesellschaften im nordfriesischen Ellhöft leitet und dem Bundesverband Windenergie (BWE) in Schleswig-Holstein vorsitzt. Dort fällt die finanzielle Ernte dank starker Stürme besonders üppig aus. Christiansen und seine Mitstreiter legen Wert darauf, den Ertrag möglichst gleichmäßig unter allen Einwohner zu verteilen.

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Hermann Albers

Der Präsident des BWE-Dachverbandes hat nahe dem heimischen Hof in Windkraftanlagen investiert - lange, bevor es das EEG überhaupt gab. Das Rauschen der Rotoren ist Musik in Albers' Ohren. Dass eine Anlage ganz in der Nähe seines Wohnhauses bei Husum steht, stört ihn nicht. Für Albers ist sein Windkraft-Engagement gleichbedeutend mit dem Schutz seiner Heimat: Der infolge der Erderwärmung steigende Meeresspiegel bedroht langfristig die norddeutsche Tiefebene.

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Albert Büll

Der Hamburger Immobilienmanager hat eine etwas pragmatischere Einstellung zu den Ökostrom-Milliarden. Seine börsennotierte Firma Capital Stage investiert planmäßig in europäische Wind- und Solarparks - der Aktienmarkt und Büll schätzen die staatlich garantierten Geldflüsse.

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Siegfried Hofreiter

Hofreiter ist Chef und Mitinhaber von Deutschlands größtem Agrarkonzern KTG - und damit auch Mr. Biomasse. Sein Unternehmen verfügt über Biogasanlagen mit einer Anschlussleistung von 60 Megawatt an 21 Standorten. Der dort produzierte Strom wird gemäß EEG-Einspeisetarif vergütet.

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Wendelin von Boch-Galhau

Auch alter deutscher Industrie-Adel findet Gefallen am Ökostrom, zumal das Geschäft so lukrativ ist. Boch-Galhau - Aufsichtsratschef des Keramikkonzerns Villeroy und Boch - investiert mit Vorliebe daheim in die Windkraft.

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Udo Möhrstedt

Der Chef des Solarunternehmens IBC (r.) gehört zur Riege der deutschen Ökostrom-Vordenker. Angesichts der Ölkrise der Siebzigerjahre wandte sich Möhrstedt den erneuerbaren Energien zu. Sein Unternehmen profitierte früh von der staatlichen Einspeisevergütung und setzte zeitweise eine Milliarde Euro im Jahr um.

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Peter-Alexander Wacker und Familie

Zu den Industriellen, die vom Aufstieg der Solarenergie profitieren, gehört die Familie Wacker. Ihr Unternehmen, die Wacker Chemie, ist unter anderem weltweit zweitgrößter Hersteller von Polysilizium, aus dem Solarmodule hergestellt werden.

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Georg Schaeffler und Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann

Die zweitreichste deutsche Familie kommt als Industriellenclan kaum an den erneuerbaren Energien vorbei, die in Deutschland und vielen anderen Ländern staatlich gefördert werden. Schaeffler produziert Lagerungen für Windkraftanlagen und ist im Servicegeschäft tätig.

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Susanne Klatten

Auch die reichste deutsche Familie interessiert sich für erneuerbare Energien. Klatten ist über ihre Beteiligungsgesellschaft Skion Großaktionärin beim Windkraftanlagenhersteller Nordex. Im Oktober 2015 kündigte sie an, einen großen Teil ihres Pakets an den spanischen Wettbewerber Acciona zu verkaufen. Zu diesem Zeitpunkt hatte auch der subventionsbefeuerte deutsche Windkraftboom den Wert des Unternehmens deutlich in die Höhe getrieben.

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