Papstwahl So funktioniert das geheime Konklave

Weltweit gibt es 183 Kardinäle aus 66 Ländern. Bei der Papstwahl, die nun beginnt, dürfen jedoch nur die 117 Purpurträger unter 80 Jahren ihre Stimme abgeben. Zwei der Kardinäle nehmen wegen Erkrankung nicht an der Wahl teil.
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Die Sixtinische Kapelle in Rom: Sie wurde zwischen 1477 und 1482 auf Wunsch von Papst Sixtus IV. gebaut. Seit 1870 findet hier das Konklave statt, vorher wurde die Papstwahl im Quirinalpalast abgehalten.

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"Die Erschaffung Adams" heißt das Werk Michelangelos, das die Decke der Kapelle ziert. Es entstand zwischen 1508 und 1512. Michelangelo sei bei der Arbeit halb blind geworden, weil ihm ständig Farbe in die Augen getropft sei, heißt es. Der Künstler war 33 Jahre alt, als er sein Meisterwerk begann. Die Handwerker auf dem Foto zimmern für das Konklave.

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"Veni Creator Spiritus" ("Komm Schöpfer Geist") singen die Kardinäle bei ihrem Einzug in die Sixtinische Kapelle (hier ein Bild vom 14. Oktober 1978), um den Beistand des Heiligen Geistes zu erflehen. Vorher haben sie eine Messe gefeiert. Voraussichtlich werden 115 Kardinäle an dem kommenden Konklave teilnehmen.

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Nach dem Einzug der Kardinäle wurde das Konklave bislang versiegelt (hier ein Bild vom 14. Oktober 1978). Papst Johannes Paul II. verfügte jedoch, dass die Kardinäle sich erstmals innerhalb des gesamten Vatikans frei bewegen dürfen und sich nicht auf die Kapelle und ihre Quartiere beschränken müssen.

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Die Kardinäle bleiben während des Konklaves von der Außenwelt abgeschnitten. Sie dürfen keine Zeitungen lesen, nicht fernsehen, kein Radio hören, keine Briefe schreiben und nicht telefonieren. Die Sixtinische Kapelle wird auf elektronische Wanzen durchsucht. Die Kardinäle dürfen keine Aufnahmegeräte mit in das Konklave nehmen. Die Mitglieder der Schweizer Garde bewachen den Vatikan.

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Zu Beginn des Konklaves liest der Kardinaldekan eine Eidesformel vor, die zur Einhaltung der Wahlvorschriften und zur Geheimhaltung verpflichtet. Jeder Kardinal leistet den Eid und schwört auf das Evangelium.

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Der neue Papst muss zwei Drittel der Stimmen aller Anwesenden auf sich vereinigen. Falls deren Zahl nicht durch drei teilbar ist, bedarf es einer Stimme mehr. Bei voraussichtlich 115 Kardinälen, wären also 77 Stimmen nötig.

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Das Gästehaus Santa Marta im Vatikan: Hier wohnen die Kardinäle während des Konklaves. Die 1996 fertiggestellte, moderne Residenz verfügt über 166 Suiten, 22 Einzelzimmer und ein Apartment. Es liegt nur etwa einen Kilometer von der Sixtinischen Kapelle entfernt.

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Ein Zimmer im Gästehaus Santa Marta: Fernseher, Radio und Telefon - Fehlanzeige. Während der Papstwahl bleiben die Kardinäle von der Außenwelt abgeschottet.

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"Eligo in Summum Pontificem" ("Ich wähle den höchsten Pontifex") steht auf den Stimmzetteln, von denen jeder Kardinal zwei oder drei je Wahlgang erhält. Mit verstellter Schrift soll der Kirchenfürst dann den Namen seines Kandidaten notieren.

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Jeder Wähler bringt seinen ausgefüllten Stimmzettel - gemäß der Rangfolge der Kardinäle - mit erhobener Hand zum Altar, spricht die Eidesformel, jenen gewählt zu haben, der nach Gottes Willen gewählt werden sollte, und wirft den Zettel in eine auf dem Altar stehende Urne.

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Die Wahlzettel in der Urne werden gemischt und gezählt. Wenn die Zahl der Stimmzettel nicht mit der Anzahl der Wähler übereinstimmt, beginnt sofort ein neuer Wahlgang. Stimmt die Zahl, erfolgt die öffentliche Auszählung. Zuletzt werden die Stimmzettel gelocht und mit einer Schnur zusammengebunden.

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Das Stimmergebnis wird bekanntgegeben, die drei vorher ausgelosten Wahlprüfer kontrollieren die Arbeit der ebenfalls drei ausgelosten Wahlhelfer. Nach der Prüfung werden die Wahlzettel in einem extra herbei geschafften Ofen der Sixtinischen Kapelle verbrannt.

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Gab es keine Entscheidung, werden die Zettel unter Beimischung von Pech verbrannt. Der schwarze Rauch signalisiert den wartenden Gläubigen, dass es noch keinen neuen Papst gibt. Hier ein Foto vom 26. August 1978.

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Ist ein neuer Papst gewählt, werden die Stimmzettel verbrannt. Weißer Rauch steigt über der Sixtinischen Kapelle auf (hier ein Foto vom 16. Oktober 1978). Der Kardinaldekan fragt den Gewählten, ob er die Wahl annehme und welchen Papstnamen er wähle. Der erste der Kardinaldiakone verkündet dann mit den Worten "Habemus papam" den Gläubigen, dass ein neuer Papst gewählt sei. Sofort danach spricht dieser von der Loggia des Petersdoms den Segen "Urbi et Orbi" ("Der Stadt und dem Weltkreis").

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