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Ungewöhnliche Gottesdienste Der Jahrmarkt-Seelsorger

Wenn Conrad Herold eine Taufe abhält, dann riecht es oft nach Popcorn und gebrannten Mandeln. Als Schaustellerpfarrer hält er Messen in Fahrgeschäften und betet das Schaustellergebet - mit einer überraschend gläubigen Gemeinde.
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Jahrmarkt-Seelsorger: Conrad Herold (57) reist als Schaustellerpfarrer das ganze Jahr über durchs Land und besucht Volksfeste, Zirkusse und Kirmessen. 

Foto: Sebastian Höhn
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An diesem Sonntagmorgen lädt er die Schausteller auf der Magdeburger Herbstmesse zu einem Gottesdienst ein, einem Jahrmarkt mit tausendjähriger Tradition.

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Ein Schausteller hat ihm seinen Autoscooter "Stardrive" für den Gottesdienst zur Verfügung gestellt. Die Besucher sitzen in den Elektroflitzern mit den dicken Gummistoßstangen, die Füße auf dem Gaspedal.

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Auch sonst mutet das Ambiente eher profan an: Als Altar dient ein Biertisch mit Tischdecke, Kerze und Kreuz.

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Conrad Herold besucht jedes Jahr deutschlandweit bis zu 120 Festplätze, vor allem in Thüringen und Sachsen-Anhalt.

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Die Evangelische Kirche betreut nach eigenen Angaben eine Gemeinde von 23.000 Schaustellern und Zirkusleuten.

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Viele Besucher kommen von außerhalb. Conrad Herold war 19 Jahre lang Gemeindepfarrer in Magdeburg, manche kennen ihn noch aus dieser Zeit.

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Der Gottesdienst im Autoscooter ist non-konform und nichts für Fans einer strengen Liturgie. Viele Besucher sagen aber, dass sie gerade diese Offenheit schätzen.

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Meist sind die Messen auf den Jahrmärkten gut besucht. Für viele Schausteller, heißt es, sei der Glaube sehr wichtig.

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Pfarrer Herold kennt das Leben der Schausteller wie kaum ein anderer. Er kommt zu Taufen, Konfirmationen, Hochzeiten und Beerdigungen.

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Hinter den bunten Fassaden stehen manchmal menschliche Schicksale, von denen der vergnügungssuchende Jahrmarktbesucher nichts mitbekommt. Der Pfarrer allerdings schon.

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Offener Gottesdienst heißt auch, dass Besucher gelegentlich kommen und gehen oder Leute beim Gassigehen mit dem Hund kurz innehalten.

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Welten prallen aufeinander, die des Glaubens und die des Vergnügens.

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Einmal, sagt Herold, sei ein älterer Mann mit seinem Autoscooter-Flitzer während des Gottesdienstes plötzlich losgefahren. Er hatte seinen Fahrchip zu früh eingeworfen.

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Conrad Herold geht auch gern privat auf die Kirmes. "Am liebsten mag ich die Geisterbahn", sagt er.

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