Psychotherapie via Handy Dein Therappeut auf allen Wegen

Depressionen, Ängste, Stress? Ein Mobiltelefon könnte in Zukunft helfen. Psychologen und IT-Experten tüfteln eifrig an Therapie-Apps für Smartphones. Die professionelle Hilfe vom Handy soll die übliche Psychotherapie ergänzen - und könnte diese in einigen Fällen sogar ersetzen.
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Auf der Webseite des U.S. Department of Veterans Affairs kann der PTSD-Coach kostenlos heruntergeladen werden. Mit dem Rund-Um-Paket...

Foto: US Department of Veteran Affairs
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...können sich Nutzer über PTSD (englische Abkürzung für posttraumatische Belastungsstörung) informieren, sich Hilfe in ihrer Umgebung suchen, aber auch an jedem beliebigen Ort therapeutische Übungen auf dem Handy starten.

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In einem Selbsttest können Nutzer regelmäßig eingeben, welche Symptome wie stark auftreten. Die App gibt dann eine objektive Rückmeldung, ob die Beschwerden weniger oder mehr geworden sind. Während einer Psychotherapie kann der Betroffene verfolgen, wie die Beschwerden nach und nach abnehmen.

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Erleiden die Betroffenen einen Angstanfall, steht ihnen die App mit anerkannten Entspannungsverfahren zur Seite. "Progressive Muskelentspannung", also das gezielte Anspannen und Lockerlassen einzelner Muskelpartien etwa. Oder auch...

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..."Positive Imagination" kann beruhigen und von den negativen Gefühlen ablenken. In einer Krisensituation sollen die Betroffenen sich bequem hinsetzen und sich auf das Bild konzentrieren.

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Für jedermann hilfreich: In einer Fallstudie zur App von Intel sollten die Probanden dreimal täglich in einem Koordinatensystem ihre Stimmung einschätzen. Manche Studienteilnehmer nutzten diese "MoodMap" zusätzlich, um sich vor einem schwierigen Gespräch ihrer eigenen Stimmung bewusst zu werden. Waren sie angespannt,...

Foto: Intel
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...beruhigten sie sich beispielsweise mit einer Atemübung. Der blaue Punkt gab ihnen dann ein ruhiges Atemtempo vor: Wurde der Punkt größer, sollten die Probanden einatmen, wurde er kleiner, sollten sie ausatmen.

Foto: Intel
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Der "MindScan" in dieser App soll nach einem Konflikt helfen, die Streitsituation mit anderen Augen zu sehen. Rhetorische Fragen wie "Übertreibe ich in dieser Situation?" regen zum Nachdenken über die eigenen Handlungen an.

Foto: Intel
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Psychologen der Harvard University versuchen, mit einer App die Aufmerksamkeit von Angstpatienten zu entzerren. Diese achten vor allem auf angstauslösende und negative Reize. In einem Aufmerksamkeitstraining, das sich bereits in Studien am PC bewährt hat, sollen sie lernen, sich davon zu lösen. Die Nutzer sehen zunächst oben und unten auf dem Bildschirm zwei Gesichter.

Foto: Donald Robinaugh
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Eines davon ist neutral, das andere zeigt eine negative Emotion. Angstpatienten achten verstärkt auf letztere, sollen aber eigentlich in die Mitte des Displays gucken. Direkt nach den Gesichtern erscheint...

Foto: M. Caimary
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...ebenfalls oben oder unten auf dem Bildschirm ein Buchstabe. Die Nutzer müssen nun so schnell wie möglich angeben, welcher Buchstabe das ist. Erscheint der Buchstabe dort, wo vorher ein neutrales Gesicht war, benötigen Angstpatienten länger. Sie haben sich meist auf die andere Hälfte des Displays konzentriert, in der das negative Gesicht zu sehen war. Mit dem Programm sollen sie diese Aufmerksamkeitsverzerrung verlernen.

Foto: M. Caimary