Radarfalle 60 Jahre mobiler Blitzer

Vor 60 Jahren ging der erste mobile Blitzer in den Betrieb. Wie die Polizei in den frühen Jahren Jagd auf Raser machte, sehen Sie in der Fotostrecke.
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Am 15. Februar 1959 ging die Polizei erstmals mit einem mobilen Blitzer gegen Temposünder vor. Der 89-jährige Heinz Scholze war einer der ersten Beamten, der die neuartige Technik anwenden durfte.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Die mobile Radarfalle war in einem Volkwagen T1 untergebracht, in dem der Beamte saß und Geschwindigkeitsüberschreitungen penibel und handschriftlich protokollierte.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Sonderlich komfortabel hatten es die Polizisten dabei nicht. Ein kleiner Tisch, auf dem die Technik stand und ein hölzerner Drehstuhl - mehr gab es in der mobilen Schaltzentrale nicht.

Foto: PTB BS
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Der Blitzer stand für die Raser gut getarnt im Heck des Bullis. Wer allerdings genau hinschaute, erkannte die mobile Radaranlage an dem Blitzlicht, das in der hinteren linken D-Säule eingefasst war. Das Foto hat Scholze damals selbst aufgenommen.

Foto: Heinz Scholze
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1956 zeigte die Firma Telefunken auf der internationalen Polizeiausstellung in Essen eine Weltneuheit: das mobile Radarmessgerät VRG1, der Nachfolger VRG2 nahm dann drei Jahre später die ersten Fotos von Rasern auf.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Während die Beamten die Geschwindigkeit vorher teilweise an zwei unterschiedlichen Punkten mit Stoppuhren maßen, erleichterte das neue Gerät die Tempomessung ungemein. Es musste lediglich noch die Geschwindigkeit eingestellt werden, ab der gemessen werden sollte, dann wurde das Gerät scharf gestellt und der Polizist musste nur noch warten, bis der erste Temposünder ins Netz ging.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Volkswagen Nutzfahrzeuge hat eines der originalen Einsatzfahrzeuge Ende vergangenen Jahres in einer Scheune gefunden und hergerichtet. Die Erstzulassung wurde von der Polizei in Hannover gemacht.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Der VW T1 Baujahr 1953 hat 65.144 Kilometer auf dem Tacho. Der Neuwagenpreis betrug damals 6750 Mark.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Hauptkommissar a.D. Scholze an seinem einstigen Arbeitsplatz. Für anfangs 270 Mark schob Scholze seine "Radarschichten". Gelangweilt hat er sich dabei nie. Dank des geringen Verkehrs konnte er oft die "herrliche Ruhe" genießen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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Am Straßenrand geparkt fiel der mobile Blitzer gar nicht auf. "Das Radargerät im Rückfenster war gut zu erkennen, aber die Leute wussten noch gar nicht, was das war", erinnert sich Scholze.

Foto: Polizeimuseum Niedersachsen
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Ob dieser vorbeifahrende VW Käfer zu schnell war ist nicht zu erkennen. Dafür aber die exakte Ausrichtung des Blitzer-Bullis, der parallel zur Straße stehen musste, damit der die Radarfalle einwandfrei funktionierte.

Foto: Heinz Scholze
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Der mobile Blitzer kam auch außerhalb des VW-Bus zum Einsatz. Hier legen sich die Beamten im Straßengraben auf die Pirsch.

Foto: PTB BS
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Ein aktueller Blitzer, wie er heute verwendet wird. Die Anlage ist in einem VW Caddy untergebracht. Hinter einer getönten Heckscheibe ist das Gerät oft nur schwer zu erkennen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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"Ich erinnere mich sehr gerne an diese Momente zurück, das war vielleicht sogar die beste Zeit meines Lebens. Meist saß ich mutterseelenallein in dieser Kiste, das war eine herrliche Ruhe", sagt Oberkommissar a.D. Heinz Scholze über seine Zeit im Blitzer-Bulli.

Foto: SPIEGEL ONLINE
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"Die Technik war damals fast so genau wie die gegenwärtigen Radarmessgeräte. Wenn man wollte, könnte man mit dem Gerät auch heute noch Geschwindigkeitskontrollen durchführen", sagt Frank Märtens von der Physikalischen technischen Bundesanstalt (PTB).

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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Der Blitzer-Bulli war mit einem 1,1-Liter Motor mit 25 PS ausgerüstet. Für schnellere Verfolgungsjagden war er nicht geeignet, als Radarfalle leistete er beste Dienste.

Foto: Volkswagen Nutzfahrzeuge
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