Frauen-Radsport in Afghanistan Kopftuch und Trikot

Sie nehmen an internationalen Wettbewerben teil, doch in ihrer Heimat haben die Radlerinnen der afghanischen Frauen-Nationalmannschaft mit Diskriminierung zu kämpfen. Ein Fotograf hat das Team begleitet, das mit allen Traditionen bricht.
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Masooma Alizada schiebt ihr Rennrad aus ihrem Haus in Kabul: Unter missbilligenden Blicken macht sie sich auf den Weg zum wöchentlichen Training. Alizada ist Mitglied der afghanischen Rad-Nationalmannschaft der Frauen. Das Team, bestehend aus mehr als 40 Radlerinnen, hat bereits an zahlreichen internationalen Wettbewerben teilgenommen. Mit ihrem sportlichen Einsatz betreten die Frauen zugleich gesellschaftliches Neuland im konservativen Afghanistan.

Foto: MOHAMMAD ISMAIL/ REUTERS
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Der Fotojournalist Mohammed Ismail hat die Frauen bei ihrem Training begleitet und die Bilder auf einem Blog veröffentlicht. Hier hält Trainer Abdul Sadiq Sadiqi eine kurze Ansprache, bevor die Frauen sich auf die Räder schwingen. Das Training absolviert das Team am Stadtrand von Kabul.

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Zwei Frauen bereiten sich vor, bevor sie mit ihren Rädern über die hügeligen Straßen fahren. Seit Monaten haben sie kein Gehalt mehr bekommen - doch sie machen trotzdem weiter.

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Noch in den Neunzigerjahren, unter der Herrschaft der Taliban, wurden Frauen vom öffentlichen Leben systematisch ausgeschlossen. Seit dem Sturz des Taliban-Regimes im Jahr 2001 hat Afghanistan große Fortschritte auf dem Gebiet der Frauenrechte gemacht. Doch noch immer herrschen patriarchalische Strukturen vor.

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Vielen Afghanen missfällt es, dass sich Frauen in lässiger Sportkleidung auf Rennrädern zeigen. Oft werden Masooma Alizada und ihre Teamkolleginnen von Autofahrern beschimpft. Einmal wurde die Anführerin der Gruppe sogar von einem Auto angefahren und dabei am Rücken verletzt.

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Nicht immer findet das Training auf zwei Rädern statt: Masooma Alizada trainiert in ihrer Wohnung in Kabul auf dem Laufband.

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Frozan Rasooli, Zahra Alizada und Masooma Alizada (v.l.n.r.) beim Frühstück mit ihrem Trainer Abdul Sadiq Sadiqi, der auch Präsident des afghanischen Radsportverbands ist. Die Frauen sind ihm dankbar. "Er ist wie ein Schutzschild für uns. Ohne ihn könnten wir nicht fahren", sagt eine der Sportlerinnen.

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