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Rätselhafte Statue Buddha mit Bart und Swastika

Es soll die einzige menschliche Figur aus einem Meteorit sein - angeblich uralt und aus Tibet mit einer legendären Nazi-Expedition hergekommen. Doch schon vor Jahren gab es Zweifel. Nun hat eine Forscherin das Geheimnis gelüftet.
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In einer Studie hatten Forscher 2012 eine merkwürdige Statue untersucht. Sie sollte angeblich mehr als tausend Jahre alt sein und aus der Region Tibet stammen. Zudem sei die Figur, die auf der Vorderseite ein umgedrehtes Hakenkreuz (Swastika) trägt, von einer legendären Nazi-Expedition in den Dreißigerjahren aus Tibet mitgenommen worden - die Legende vom Nazi-Buddha war geboren. Doch schon bald gab es Zweifel an der Herkunft und dem Alter der Figur.

Foto: AFP/ Uni. Stuttgart/ Elmar Buchner
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Eine deutsche Historikerin hat sich jahrelang mit der Herkunft der Figur beschäftigt. Offenbar hat sie der russische Künstler, Mystiker, Reisende und Philosoph Nicholas Roerich (1874 bis 1947) in den Zwanzigerjahren in Auftrag gegeben.

Foto: imago/ United Archives International
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Roerich und seine Frau wurden stark von der Okkultistin Helena Petrovna Blavatsky beeinflusst und gründeten die theosophische Vereinigung Agni Yoga. Offenbar hielt sich der Guru für den Herrscher des verborgenen buddhistischen Königreichs Shambhala. Er ließ sich prunkvolle traditionelle Kleidung herstellen.

Foto: Roerich Museum, New York
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Zudem bezeichnete sich Roerich in Briefen an Thubten Gyatsho, den 13. Dalai Lama, als König von Shambhala. Roerich wollte den Eingang dieses sagenumwobenen Reichs in Tibet finden.

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Das Land - hier mit dem berühmten Potala-Palast in Lhasa, war lange extrem abgeschottet. Auch in den Zwanzigerjahren war es für Ausländer fast unmöglich, eine Einreisegenehmigung zu bekommen.

Foto: imago/ United Archives International
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Das entfachte einen besonderen Effekt auf die westliche Welt: "Ähnlich wie das verborgene Paradies Shangri-La wirkte Shamballah und Tibet geradezu wie ein Magnet auf alle möglichen Esoteriker und Verschwörungstheoretiker der damaligen Zeit", sagt die deutsche Historikerin Isrun Engelhardt.

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Engelhardt hat ein Roerich-Bild entdeckt, das der Statue vor allem in der Körperhaltung sehr ähnlich sieht und als Vorlage gedient haben könnte.

Foto: Nicholas Roerich
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Möglicherweise ließ Roerich den Eisenmann dann aus dem Stück Chinga-Meteorit, das er früher geschenkt bekam, bei seinem Aufenthalt in Urga (heute Ulaanbaatar) herstellen.

Foto: AP/ Elmar Buchner