Sankt Petersburg in Russland Streifzug durch die Stadt der Kontraste

Ein Besuch von Sankt Petersburg ist eine Reise, auf der man zugleich Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft sehen kann. Der Fotograf Daniel Biskup hat die Stadt porträtiert - und ist glücklich nach Hause gekommen.
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Das Herz der Stadt Sankt Petersburg: Der Newskij-Prospekt ist Verkehrsader, Einkaufsstraße - und die Bühne, auf die Sankt Petersburgs Bürger strömen, um zu sehen und gesehen zu werden.

Foto: Daniel Biskup
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Der Prachtboulevard mündet in den Palastplatz. "Die Menschen sind der Schlüssel zu Sankt Petersburg", sagt Fofograf Biskup. "Sie strahlen eine Gelassenheit aus. Sie wirken im Gleichgewicht mit sich. Das fällt auf im Vergleich zum viel hektischeren Moskau."

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Die Stadt entstand erst nach 1703, geplant am Reißbrett. Das Stadtbild prägen bis heute die goldenen Kuppeln der Kirchen und Kathedralen. Ein strenges Baureglement verhindert, dass moderne Hochhäuser die Silhouette der Stadt verschandeln.

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Blick über die Dächer der Stadt: Studenten verdienen sich ein Zubrot, indem sie Touristen über Feuerleitern und Hinterhöfe hinauf auf die Dächer führen.

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Blick aus einem Café auf die Isaaks-Kathedrale. Anders als in Moskau haben sieben Jahrzehnte Kommunismus verhältnismäßig wenig sichtbare Spuren hinterlassen.

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Balanceakt vor der Peter-und-Pauls-Festung: Die Modedesignerin Oxana Agadshanowa präsentiert neue Schöpfungen. Es ist - wohlgemerkt - die Sommerkollektion.

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Petersburgs Hinterhöfe sind verwinkelt und verwunschen, manche sehen aus wie eine Szenerie aus den Sechzigerjahren, Auto inklusive.

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Eine Sommernacht um drei: Nächtliche Spontanparty in einer Wohnung am Newskij-Prospekt.

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Sphinx an der "Ägyptischen Brücke" über den Kanal Fontanka: Sankt Petersburg trägt den Beinamen "Venedig" des Nordens - weil viele Brücken die zahlreichen Wasserstraßen überspannen.

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Dame am Park des Russischen Museums: Fotograf Daniel Biskup sagt, er habe ihr ein wenig gut zureden müssen. Die ältere Dame hatte Sorge, nicht fotogen genug zu sein.

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Nur wenige Fußschritte von den Palästen des Newskij Prospekts entfernt geht es hemdsärmelig zu.

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Nachtschwärmerin in der Bar Druschba. Das heißt "Freundschaft".

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Im Januar und Februar fallen die Temperaturen auf bis zu minus 30 Grad.

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Gleicher Ort, andere Jahreszeit: Im Sommer strömen die Petersburger an den Newastrand.

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Auch das ist Sankt Petersburg, allerdings am Rand: Ein Posten der Verkehrspolizei an einer der Ausfallstraßen. Autowracks sollen Raser abschrecken. Jedes Jahr sterben in Russland rund 20.000 Menschen bei Verkehrsunfällen. In Deutschland sind es etwa 3000.

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Aus dem Café der russlandweit berühmten Buchhandlung Dom Knigi geht der Blick auf den nächtlichen Newskij Prospekt. Im Hintergrund liegt die Kasaner Kathedrale - aus der die Kommunisten ein Museum für Atheismus machten.

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Junge Frauen beim Stadtbummel

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Petersburg kann auch hip: Gäste der Bar Dünen sitzen inmitten von Meerstrandsand - ohne das Stadtzentrum verlassen zu haben.

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Warteschlange vor einem Nachtklub: In den Bars und Musikkellern von Sankt Petersburg haben zahlreiche russische Rockstars ihre Karriere begonnen, viele noch zu Sowjetzeiten, immer auf der Hut vor dem Geheimdienst KGB.

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Geister der Vergangenheit: Ein Porträt des Diktators Josef Stalin in der Bibliothek des Petersburger Künstlers Sergey Bugaev, der den Spitznamen "Afrika" trägt.

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In der Küche einer Gemeinschaftswohnung: Wohnraum war in Sowjetrussland immer knapp, deshalb wohnten oft mehrere Familien in einer Wohnung. Jede hatte ein Zimmer, Küche und Bad wurden geteilt. Einige dieser Wohnungen gibt es noch immer.

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Ein Kriegsveteran aus dem Afghanistankrieg bittet Autofahrer an einer Ampel um Almosen.

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Der für russische Hochzeiten obligatorische Fototermin vor den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Im Hintergrund das legendäre Standbild für Stadtgründer Peter den Großen. Es wird "Der eherne Reiter" genannt.

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Die Hochzeitsfeier geht erst am Abend so richtig los.

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Liebesbekenntnis an der Erlöserkathedrale.

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Mitarbeiterin der traditionsreichen Lomonossow-Porzellanfabrik von Sankt Petersburg. Sie wurde 1744 an der Newa gegründet und stieg auf zu einer der bedeutendsten Porzellanmanufakturen in Europa.

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In vielen Souvenirshops werden Putin-Devotionalien angeboten.

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Feierlichkeiten zum Jahrestag des Siegs über Nazideutschland. Der "Den Pobedy" (Tag des Sieges) ist heute zentraler Bezugspunkt des russischen Nationalstolzes.

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Seit einigen Jahren finden historische Uniformen immer größere Verbreitung. Das war nicht immer so. Erst 1965 wurde der Tag zum Feiertag. Im Kreml saß damals Leonid Breschnew. Es war die Zeit, in der die Sowjetunion nach Stalins Terror, dem Weltkrieg und der Entstalinisierung etwas zur Ruhe kam. Gleichzeitig steht der Name Breschnew aber auch für die Verkrustung des Systems, für Stagnation. Die Einführung eines "Tag des Sieges" bildete einen stabilen Grundstein für die Identität eines Landes mit schwieriger Vergangenheit.

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Im Zentrum Sankt Petersburgs herrscht - wie in vielen russischen Städten - Volksfestatmosphäre. Viele Russen kleben sich zum 9. Mai Aufkleber auf ihre Pkw. "Auf nach Berlin" steht darauf, und "Danke, Opa, für den Sieg".

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Sehnsuchtsort Europa: Ein Café namens Schengen, in Anlehnung an den europäischen Schengenraum, für den Russen noch immer ein Visum brauchen. Das Café liegt in der Nähe des deutschen Konsulats.

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Teilnehmer einer Nonstop-Party.

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Wohnung des russischen Aktionskünstler Pjotr Pawlenskij. Er sorgte für internationales Aufsehen (und gewisses Kopfschütteln), als er vor einigen Jahren in Moskau seinen Hodensack mit einem Nagel auf dem Roten Platz festhämmerte. Später steckte er die Eingangstür des Gebäudes des Inlandsgeheimdienstes FSB in Brand. Inzwischen ist Pawlenskij nach Paris übergesiedelt. Auch dort sorgt er für Kopfschütteln - nachdem er kürzlich den Eingang der französischen Zentralbank in Brand setzte.

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Petersburger Stadtprominenz: Fußballstar Andrej Arschawin, ehemaliger russischer Nationalspieler und früher in Diensten des FC Arsenal, ist eine lebende Petersburger Legende.

Foto: Daniel Biskup
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Daniel Biskup hat seine Fotos im Bildband "St. Petersburg - Kontraste" veröffentlicht. Er ist beim Verlag Salz und Silber erschienen und kann online bestellt werden .

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