Schiffsdiesel von MAN Große Motoren - großer Durst

Sie sind so groß wie ein Haus und leisten bis zu 100.000 PS. Die Aggregate von MAN Diesel sind riesige Kraftwerke deren Leistungsdaten jeden Pkw-Motor in den Schatten stellen. Sie treiben nicht nur Schiffe an, sondern können ganze Gemeinden mit Strom versorgen - mit altem Frittenöl als Brennstoff.
1 / 10

Übungsmotor: Damit die Besatzung eines Schiffes das Aggregat auch auf See warten kann, finden bei MAN in Augsburg spezielle Schulungen statt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
2 / 10

Heavy Metal: Die Augsburger betreiben auf ihrem Firmengelände eine eigene Eisenschmelze. Das Kurbelgehäuse eines V18-Motors wiegt rund 90 Tonnen.

3 / 10

Kraftpaket: Das ist die bislang größte MAN-Konstruktion. Erst wenn man die beiden Arbeiter unten rechts im Bild sieht, erschließt sich dem Betrachter die wahre Größe der Maschine. Der Motor ist ein langsam laufender Zweitakter, der sein maximales Drehmoment von 7,36 Millionen Nm bei nur 97 Umdrehungen pro Minute abgibt.

4 / 10

MAN 14V48/60: Hier werden die Zylinderköpfe eines Motors mit der Bezeichnung 14V48/60 montiert. Hinter dem scheinbar kryptischen Namen des Viertakters steckt eine sinnige Nomenklatur. Es handelt sich um eine Maschine mit 14 v-förmig angeordneten Zylindern, deren Kolben einen Durchmesser von 48 und einen Hub von 60 Zentimetern haben. Wird die bis zu 29.400 PS starke Maschine mit 85 Prozent Last betrieben, verbraucht der Motor in der Variante mit 18 Zylindern rund 92,3 Tonnen Kraftstoff pro Tag.

Foto: SPIEGEL ONLINE
5 / 10

Gastanker: Auf diesem Schiff sorgt ein sogenannter Dual-Fuel-Motor für Vortrieb. Er kann mit Schweröl und mit Erdgas betrieben werden.

6 / 10

Norwegian Dawn: Auf Kreuzfahrtschiffen setzen die Reeder meist Viertaktmotoren ein. Auf dem Schiff im Bild arbeitet der Typ 48/60. Der sorgt nicht nur für Vortrieb, sondern stellt auch die Trinkwasserversorgung sicher. Dazu werden pro Tag 2,5 Millionen Liter Meerwasser aufbereitet. Die dafür nötige Wärme liefert das Hauptaggregat.

7 / 10

Historischer Diesel: Bei diesem Motor handelt es sich um den ersten öffentlich gezeigten Selbstzünder der Welt. Er stammt aus dem Jahr 1898. Rudolf Diesel entwickelte die Maschine zusammen mit der Maschinenfabrik Augsburg Nürnberg - heute bekannt als MAN.

Foto: SPIEGEL ONLINE
8 / 10

Zylinderkopf: Fast alle Bauteile für die MAN-Motoren - wie dieser Zylinderkopf - werden von der Firma produziert. Lediglich 20 Prozent kommen von Zulieferbetrieben.

Foto: SPIEGEL ONLINE
9 / 10

Abgasreinigung: Jeder Motor wird auf dem Prüfstand getestet, bevor er dem Kunden geliefert wird. Damit MAN die Anlage in Augsburg betreiben darf, muss das Unternehmen spezielle Auflagen des Umweltamts einhalten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
10 / 10

Fit für den Transport: Sind die Tests abgeschlossen, werden die Motoren zunächst auf der Straßen nach Heilbronn transportiert. Von dort erfolgt der Weiterweg zum Kunden - meist per Schiff.