Schüler und Vorurteile Indianer oder Mann in Winterjacke?

An einer Hamburger Schule lernen Jugendliche, mithilfe von Rollenspielen Vorurteile zu hinterfragen. Das Training würde Schülern bundesweit guttun.
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An der Stadtteilschule Öjendorf in Hamburg absolvieren zehn Neuntklässler ein interkulturelles Training. Erste Aufgabe: Gemeinsamkeiten finden. Dieses Mädchen teilt mit ihrer Mitschülerin, dass sie keine Spinnen mögen.

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Nach der Aufgabe stellen die Schüler fest, dass sie alle viel mehr verbindet, als sie gedacht hätten.

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Eine weitere Übung: Wechselbilder anschauen. In dieser Zeichnung stecken ein Indianer und ein Mann in Winterjacke. Die simple Übung soll veranschaulichen, dass es auf dieselbe Sache mehrere Sichtweisen gibt.

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Andere Übungen sind wesentlich komplexer. So sollen die Jugendlichen bewerten, wer moralischer gehandelt hat: Maria, die mit Frank schläft, damit er sie im Boot über den Fluss zu ihrem Geliebten Stefan fährt. Oder Stefan, der danach ausrastet und Maria verstößt, weil sie ihm untreu war? Die Schüler sind sich nicht einig.

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Doch das stört Ezel Babur, Lehrerin und interkulturelle Trainerin an ihrer Schule, nicht. Ihr geht es darum, dass die Schüler üben, sich in andere Menschen hineinzuversetzen. Und dass sie darüber nachdenken, welche Werte wichtig sind.

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"Es ist das erste Mal, dass ich mit Freunden oder Lehrern über solche Sachen rede", sagt Neuntklässler Cyprian.

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Für eine weitere Übung werden die Schüler in zwei Gruppen aufgeteilt, die aus fiktiven Ländern stammen. Die "Handländer" berühren andere Menschen zur Begrüßung ausgiebig, die "Fußländer" scheuen Körperkontakt. Als sich beide begrüßen sollen, kommt es zu Spannungen.

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Hinterher klärt sich auf, warum die Fußländer die Handländer aufdringlich fanden. Bei dem Training kommen sich die Schüler näher als sonst im Unterrichtsalltag.

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Zum Schluss schreiben die Schüler ihr persönliches Fazit auf. Die meisten von ihnen nehmen mit, dass man nicht über Menschen urteilen sollte, wenn man sie nicht wirklich kennt.

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