Schweiz vs. Albanien O Bruderduell, Blitztor und Platzverweis
Das zweite Spiel der Gruppe A: In Lens standen sich Albanien und die Schweiz gegenüber - ein besonderes Duell: Viele Schweizer Nationalspieler haben ihre Wurzeln auf dem Balkan, andersherum spielen einige albanische Profis in der Schweizer Liga.
Ebenfalls besonders: Das Bruderduell zwischen Granit (r., im Schweizer Trikot) und Taulant Xhaka, die sich für unterschiedliche Nationalmannschaften entschieden haben.
Wer schmettert seine Lieder lauter? Die Schweizer Fans...
...oder doch die albanischen? Schwierig zu sagen. Der Preis für die beste Gesichtsbemalung war jedoch klar vergeben.
Dieser albanische Fan hat sich in den Landesfarben bemalt - und guckt sehr entschlossen.
Auf dem Platz lief es für Albanien zunächst nicht so gut. Der in der Bundesliga für 1899 Hoffenheim spielende Fabian Schär köpfte bereits in der fünften Minute zur Schweizer Führung ins Tor. Albaniens Keeper Etrit Berisha machte dabei keine gute Figur.
Hier sieht man die Szene noch einmal aus einer anderen Perspektive: Berisha verschätzt sich nach einem Eckball und segelt vorbei, Schär kann in Ruhe einköpfen.
Innenverteidiger Schär war daraufhin nur schwer einzufangen.
Der Schweizer Jubel war verständlich - alles andere als ein Sieg gegen Albanien wäre kein guter Start in die EM.
Schrecksekunde für die Eidgenossen: Albaniens Armando Sadiku stand Mitte der ersten Hälfte plötzlich frei vor Keeper Yann Sommer. Der Torhüter konnte jedoch glänzend parieren.
Albanien war nun gut im Spiel, schwächte sich aber unnötig selbst: Kapitän Lorik Cana spielte den Ball am eigenen Strafraum mit der Hand, als letzter Mann im Duell gegen Haris Seferovic.
Die Konsequenz: Gelb-Rot, da Cana zuvor bereits eine Gelbe Karte gesehen hatte.
Ein Tor im Rückstand, ein Mann weniger - wie würde Albanien reagieren? Hier schleicht Cana betroffen vom Platz.
Die Schweiz konnte die Überzahl nicht richtig nutzen. Albanien konnte immer wieder durchbrechen oder durch Konter zu Chancen kommen. Die Eidgenossen entwickelten hingegen vor allem bei Standards so etwas Ähnliches wie Torgefahr.
Ganz fair ging es dabei nicht immer zu.
Auf beiden Seiten gab es noch einige knifflige Situationen in den Strafräumen, doch Elfmeter oder geschweige denn Tore gab es nicht mehr. Auch, weil Sommer noch einmal glänzend gegen den frei stehenden Shkelzen Gashi parierte. So blieb es beim knappen, aber verdienten Sieg der Schweiz.