Schwulen-Szene in Beirut Schönheitskönig mit Bart und Bäuchlein

Freizügigkeit trotz aller Tabus: Beirut gilt als homosexuelle Party-Metropole des Nahen Ostens. Araber und westliche Touristen genießen die Freiheiten in der libanesischen Hauptstadt. Sogar ein schwuler Schönheitskönig wurde gekürt. Doch seine Familie soll davon nichts wissen.
1 / 5

Bertho Makso hat sich als Reiseveranstalter auf homosexuelle Kundschaft spezialisiert. "Der Libanon ist das schwule Mekka des Nahen Ostens", sagt er. Makso hat eine Marktlücke entdeckt. Das Geschäft floriert. Der Unternehmer ist zudem Veranstalter der Wahl zum "Mister Bär Arabia 2010": Es sind "männliche Männer, die Männer lieben", erklärt er das Konzept der "Bären".

Foto: SPIEGEL ONLINE
2 / 5

Schwule Reisegruppe im Libanon: Mit der "Bärenflagge" haben sich die Schwulen im Zedernstaat ein eigenes Symbol geschaffen. Die Fahne ist eine Abwandlung der Regenbogen-Flagge und soll mit den Braun-Tönen die Haarfarben der Männer symbolisieren.

Foto: SPIEGEL ONLINE
3 / 5

Acht junge Männer stellten sich beim "Mister Bär"-Wettbewerb den kritischen Augen der Jury. Sie mussten zunächst mit T-Shirt und dann mit nacktem Oberkörper vor die Jury treten. Die Kandidaten waren alle aus dem Libanon. Araber aus anderen Ländern wollten nicht öffentlich als Homosexuelle auftreten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
4 / 5

Die Kandidaten der Mister-Wahl posieren für die Jury. Vor allem der gesellschaftliche Druck hält viele schwule Männer im Libanon vom Outing ab. Dabei gilt Beirut als homosexuelle Party-Metropole des Nahen Ostens.

Foto: SPIEGEL ONLINE
5 / 5

Gut gelaunte "Bären"-Männer bei der Pool-Party nahe Beirut. Nur im traditionell toleranten Libanon gibt es eine Nische, in der Schwule und Lesben im Nahen Osten wenigstens in Ansätzen offen lieben und leben können.

Foto: SPIEGEL ONLINE