Erkundungsgefährt SEFT-1 Schienenersatzverkehr ins Nirgendwo

In einer seltsamen Silberbüchse sind zwei mexikanische Künstler ein Jahr lang durch ihr Land gereist. Die verrückte Odyssee auf stillgelegten Bahnlinien hat einen traurigen Hintergrund.
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SEFT-1: Dieses bizarre Gefährt ist das Werk der mexikanischen Künstler Ivan Puig und Andrés Padilla Domne, die sich Ferronauten nennen. Die beiden waren mit dem umgebauten Ford Pick-up ein Jahr lang auf stillgelegten Bahngleisen in Mexiko und Ecuador unterwegs.

Foto: Furtherfield
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Auf rostigen Pfaden: Rund 9000 Kilometer stillgelegte Bahntrassen gibt es in Mexiko. Seit der Privatisierung der Eisenbahn ihm Jahr 1996 wurde der Personenverkehr nahezu komplett eingestellt und gut ein Drittel des Schienennetzes nicht mehr genutzt.

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Lok mit Lenkrad: Ein Blick in den Führerstand des SEFT-1, der allerdings immer dann zum Auto-Cockpit wurde, sobald die Bahnstrecke nicht mehr befahrbar war. Dann verließ das Ferromobil die Gleise und kurvte durchs Gelände, bis der Schienenstrang wieder weiterging.

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Neben der Spur: Der umgebaute Ford Pick-Up neben den Gleisen. Immer wieder mussten marode Brücken, eingefallene Tunnels oder abgesackte Bahntrassen umfahren werden.

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Abenteuerliche Streckenführung: Auf Gleisen wie diesen war seit fast 20 Jahren kein Zug mehr unterwegs - bis jetzt die Ferronauten kamen.

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Zwei-Wege-Antrieb: Auf diesem Foto sind die ausklappbaren Eisenbahnräder gut zu sehen. Das Fahrzeug war ehemals für die mexikanische Eisenbahngesellschaft im Einsatz und daher von vornherein mit einem Zwei-Wege-Antrieb ausgestattet.

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Fehlender Anschluss: Esperanza - Hoffnung - heißt diese Bahnstation, an der sich die Bewohner fürs Foto aufgestellt haben. Seit jedoch kein Zug mehr hierherkommt, ist die Region eher von Hoffnungslosigkeit geprägt.

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Leben auf Schienen: Ein Jahr lang waren die beiden mexikanischen Künstler auf Tour. Während der Reise schliefen, kochten und aßen sie natürlich auch in ihrem seltsamen Schienenfahrzeug.

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Unterwegs: "Es fährt ein Zug nach Nirgendwo" sang einst Christian Anders. Das Lied kennen die beiden Mexikaner wohl nicht, das darin beschriebene Gefühl aber ganz sicher.

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Begegnung in der Sierra: Die Künstler verstanden sich als Forschungsreisende in eine vergangene Zeit, auf den Spuren des damaligen Fortschritts. Heute begegneten ihnen auf der Reise sehr oft Armut und Resignation.

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Ausstellung in London: Das Foto zeigt das SEFT-1 auf dem Weg in die Furtherfield Gallery in London, wo das Fahrzeug und etliche Bilder der Reise derzeit ausgestellt sind.

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