SPIEGEL ONLINES Markenwelt Sechsbeiniger Hund an Tankstellen

Was macht ein Feldherr auf Kreditkarten? Wie kamen Fledermäuse auf Rumflaschen?
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Afri-Cola: Das Logo der Getränkefirma entstand 1931. Damals stand eine Palme noch für außergewöhnliche Exotik – schließlich waren Reisen in ferne Urlaubsziele selten. Anfangs stellte die in Köln gegründete Firma nur Essenzen für Schnäpse und Liköre her, erst später konzentrierte sie sich auf die Produktion zuckerhaltiger Cola.

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Agip: 1952 schrieb der italienische Mineralölkonzern Eni einen Wettbewerb aus, um ein Markenzeichen für die Tankstellen von Agip zu finden. Mehr als 4000 Skizzen wurden eingereicht, die Jury entschied sich für den sechsbeinigen Hund des Bildhauers Luigi Broggini. Die sechs Beine des Phantasie-Tiers stehen für die vier Räder eines Autos und die zwei Beine des Fahrers. In der afrikanischen Mythologie gibt es ebenfalls eine Reihe von Tieren mit mehr als der natürlichen Zahl an Beinen. Sie symbolisieren fast immer außergewöhnliche Stärke.

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Alfa Romeo: Das Motiv entspricht dem Stadtwappen Mailands, dem Gründungsort des Autoherstellers. Das Bild der Schlange geht zurück auf die Geschichte der Visconti-Familie. Im Jahr 1111 tötete Ottone Visconti einen Fürsten und nahm dessen Wappenschild – auf dem war eine Schlange abgebildet, die ein Kind verschlingt. Schon kurze Zeit später zierte die gleiche Darstellung die Mailänder Kathedrale. Als die Alfa-Gründer ihr Unternehmen im 20. Jahrhundert eintragen ließen, verwendeten sie als Logo das Stadtwappen.

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American Express: Dem Finanzkonzern entstanden 1951 durch nachgemachte Reiseschecks Verluste in Millionenhöhe, daraufhin suchte sie nach einem fälschungssicheren Emblem. Die Lösung war der Feldherr Centurion, der Sicherheit und Kraft ausstrahlt. Premiere feierte er auf den Travelers Cheques, heute ist er auf den meisten Kreditkarten des Unternehmens abgebildet.

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AT&T: Der Globus des Telekom-Riesen stammt aus der Feder des Designers Saul Bass. Die weißen Streifen sind Symbol für weltweite elektronische Kommunikation. Die hellen und dunklen Stellen sollen den Eindruck vermitteln, dass der Globus aus der Ferne angeleuchtet wird.

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Aurora: Der gelbe Sonnenstern mit dem schräg nach oben verlaufenden Schriftzug steht bereits seit Beginn der fünfziger Jahre für das bekannte Mehl. Clemens Auer, Enkel des Firmengründers Heinrich Auer, ließ ihn 1951 als offizielles Warenzeichen eintragen. Mit seinen 16 Zacken erinnert das Logo sowohl an eine Sonne als auch an einen Stern.

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Bacardi: Firmengründer Don Facundo Bacardi kaufte 1862 eine kleine Destille in Santiago de Cuba und begann dort mit der Produktion des weißen Rums. Unter dem Dach hauste eine kleine Fledermauskolonie. Seine Frau Dona Amalia entdeckte die Tiere und erkor sie zum Markenzeichen, denn die Fledermäuse gelten im spanischen Kulturkreis als Glücksbringer.

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Bayer: "Ich besprach im Jahr 1900 einige Angelegenheiten mit dem Wissenschaftler Hans Schneider, als er auf ein Stück Papier das Wort Bayer in großen Buchstaben einmal geradeaus und nochmals von oben bis unten schrieb", gab ein unbekannter Mitarbeiter zur Entstehung des Logos zu Protokoll. Anfang dieses Jahres feierte das Emblem des Chemie-Riesen 100. Geburtstag. Das Leuchtkreuz auf der Leverkusener Zentrale hat mehr als 1700 Lampen und einen Durchmesser von 51 Meter.

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Bentley:Das heutige Logo ist eine Abwandlung des ersten Entwurfs eines englischen Zeichners aus dem Jahr 1911. Wer ganz genau hinsieht, entdeckt zehn Federn auf der linken und elf Federn auf der rechten Seite. Als Bentley 1931 von Rolls-Royce geschluckt wurde, entwickelte ein Designer aus einer stehenden Ikarus-Figur mit schwingenden Flügeln ein aufrecht stehendes "B" mit nach hinten schwingenden Flügeln. Diese Figur ziert seitdem die englischen Luxuskarossen.

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Bitburger: Der lächelnde Mann wird beim Bierkonzern nur "Der Genießer" genannt, er prostet Biertrinkern schon seit 1929 zu. Der Slogan "Bitte ein Bit" wurde erstmals 1951 auf der Nahrungsmittelmesse in Köln präsentiert. Angeblich soll der frühere Firmeninhaber Bert Simon den Spruch während einer Reise von einem Kellner gehört haben.

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BMW: Das Logo ließen sich die Bayerischen Motorenwerke 1917 patentieren. In einer alten Firmenzeitschrift steht, dass das Emblem für einen rotierenden Propeller in den bayerischen Landesfarben steht, denn früher stellte die BMW AG auch Flugmotoren her. Das Logo wurde in den vergangenen Jahrzehnten immer nur leicht überarbeitet.

Foto: DDP
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