Spiele-Tipps Zehn Spiele für Kinder unter acht Jahren

Es muss Spaß machen und darf auch für ältere Geschwister und Eltern nicht zu langweilig sein: Wer für junge Kinder ein gutes Spiel sucht, hat es oft nicht leicht. Hier sind zehn Empfehlungen, die sich wirklich lohnen.
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1. "Catan Junior"

Ohne "(Die Siedler von) Catan" kommt auch diese Liste nicht aus. "Catan Junior" hat allerdings nicht nur einen berühmten Namen. Das Spiel ist auch ein sehr gelungener Ableger des weltweiten Millionensellers und eine tolle Einführung in das "Catan-Universum" für Kinder ab fünf oder sechs. Auf einem übersichtlichen Spielbrett siedeln die kleinen Piraten, erwürfeln sich Ressourcen, handeln aber ganz einfach mit einem Markt (und nicht miteinander). So erspart man sich das Feilschen mit einem quengelnden Kind. Das macht das Spiel kindgerechter und auch zu zweit sehr gut spielbar.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Erwachsene "Catan"-Fans machen ihren Kindern hiermit eine Freude und sorgen dafür, dass der Nachwuchs nach ein, zwei Jahren "Catan"-Junior bereit ist fürs Original-Spiel.

"Catan Junior" von Klaus Teuber, Kosmos, 2-4 Spieler ab 6 Jahren, ca. 25 Euro. Unser Foto einer Spielszene zeigt eine etwas ältere Ausgabe, das aktuelle "Catan Junior" sieht noch besser aus.

Foto: Kosmos
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2. "Stone Age Junior"

Und gleich das nächste Junior-Spiel: "Stone Age Junior" ist ein Ableger des nicht ganz so bekannten Klassikers "Stone Age", bei dem es darum geht, durch das geschickte Einsetzen von Figuren ein Steinzeitdorf aufzubauen. Das Spiel für die Großen ist etwas komplizierter als "Catan", die beiden Junior-Versionen sind etwa auf einer Stufe. "Stone Age Junior" punktet allerdings mit den bei Kindern immer beliebten Memory-Elementen, sodass die Kleinen durchaus auch mal erfolgreicher zu Baustoffen kommen als Erwachsene, die sich nichts merken können.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Für Familien, die Wert auf spielerisch hochwertige und doch leicht zugängliche Kinderspiele legen. "Stone Age Junior" ist ein wirkliches Highlight. Und das noch eingängigere "Stone Age Junior: Das Kartenspiel" funktioniert sogar schon mit Vierjährigen.

"Stone Age Junior" von Marco Teubner, Hans im Glück, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 14 Euro. Das Spiel scheint momentan überall im Angebot zu sein.

Foto: Hans im Glück
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3. "Rhino Hero Super Battle"

Bewusst einkaufende Eltern sollten sich vom comichaften Look von "Rhino Hero Super Battle" auf keinen Fall abschrecken lassen. Das Spiel ist nämlich richtig gut, außerdem finden Kinder ab fünf es tatsächlich immer sehr "cool", wenn sie dieses Wort schon kennen. "Rhino Hero Super Battle" ist ein Bauspiel, bei dem es darum geht, gemeinsam ein Hochhaus zu bauen und den eigenen Superhelden möglichst hoch klettern und das Gebäude nicht einstürzen zu lassen. Das führt zu spannenden Aktionen, und die Kinder lernen nach ein paar Runden tatsächlich etwas über Statik und wie man einen Turm stabil macht.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Für Kinder in der Superhelden-Phase, die vielleicht lieber ein lustiges Bauspiel auf dem Fußboden als ein ruhiges Brettspiel auf dem Wohnzimmertisch spielen wollen.

"Rhino Hero Super Battle" von Scott Frisco und Steven Strumpf, HABA, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 20 Euro. Bitte nicht verwechseln mit dem Vorgängerspiel "Rhino Hero".

Foto: Haba
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4. "Drop it"

"Drop it" sieht aus wie ein bunter Abklatsch von "Vier gewinnt". Doch auch hier stimmt der erste Eindruck nicht, auch wenn bei "Drop it" ebenfalls Spielsteine in einen Schacht geworfen werden. Allerdings haben die Spielsteine verschiedene Formen und Farben. Wenn man sie hineinfallen lässt, dürfen sich weder gleiche Farben noch gleiche Formen berühren. Schnell entsteht ein faszinierendes Gebilde. Man kann das Spiel zwar durchaus so spielen, dass es für Kinder zu kompliziert wird, in der einfachsten Variante ist es für Sechsjährige aber locker schaffbar.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Für Familien, die ein etwas unberechenbares Spaß-Spiel suchen, das wirklich jeder in einer Minute versteht. Es macht auch Laune in reinen Erwachsenen-Runden!

"Drop it" von Bernhard Lach und Uwe Rapp, Kosmos, 2-4 Spieler ab 6 Jahren, ca. 35 Euro.

Foto: Kosmos
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5. "Kippit"

Wippen kennen Fünfjährige ja schon gut und auch den Effekt, dass man immer mit in etwa gleich schweren Menschen wippen sollte, weil einer sonst immer in der Luft hängt. "Kippit" macht sich dieses Prinzip zu nutze. Es geht darum, verschieden schwere Würfel auf einer Holzwippe so auf der erhöhten Seite zu platzieren, dass die Wippe nicht kippt. Sobald sie kippt, ist der Mitspieler dran. Wer zuerst alle Würfel los ist, gewinnt. Ein einfaches wie tolles Spiel - und man kann an den Kindern echte Aha-Effekte beobachten, etwa wenn sie herausfinden, dass Würfel am Ende der Wippe platziert schwerer sind, als wenn man sie nahe der Mitte ablegt.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Eltern, die partout nur auf Holzspielzeug "Made in Germany" setzen, kommen hier voll auf ihre Kosten - und erhalten obendrein noch ein klasse Spiel!

"Kippit" von Torsten Marold, franjos Spieleverlag, 2 Spieler ab 5 Jahren, ca. 25 Euro.

Foto: Franjos
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6. "Kakerlaloop"

Wenn es Brettspiele gibt, die Kinder so in Ekstase versetzen, wie es sonst nur digitale Medien schaffen, sind es die "Kakerlaken-Spiele" mit dem Hexbug nano; einer batteriebetriebenen "Kakerlake", die wie blöd übers Spielbrett rauscht und die Figuren der Spieler jagt. "Kakerlaloop" ist das einfachste Spiel der Reihe. Die Spieler müssen eigentlich nur würfeln und mit ihren Käferfiguren einen Hinterhof überqueren. Klingt einfach, wenn die bekloppte Kakerlake nicht ständig via Looping aus dem Untergrund auftauchen und die Käfer wild verschieben würde. Kinder sind davon oft so fasziniert, dass sie das Würfeln vergessen, Erwachsene auch.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Wer Schwierigkeiten hat, die Kinder für analoge Spiele zu begeistern, sollte es mal mit "Kakerlaloop" probieren. Hier ist der technische "Schnickschnack" richtig clever ins Spiel integriert.

"Kakerlaloop" von Inka und Markus Brand, Ravensburger Spieleverlag, 2-4 Spieler ab 5 Jahren, ca. 38 Euro.

Foto: Ravensburger
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7. "Kakerlacula"

"Kakerlacula" erscheint jetzt zur Messe SPIEL und ist das neueste Spiel mit Kakerlake. Es ist etwas komplizierter als die Vorgänger. Das gilt vor allem für den Erstaufbau, für den sich ein Erwachsener mindestens 20 Minuten Zeit nehmen sollte. Gespielt wird gemeinsam und nicht gegeneinander. Besonders lustig ist, dass man alle paar Minuten versucht, die Dracula-Kakerlake mit einem Katapult vom Spielbrett zu feuern. Das verursacht natürlich ein ziemliches Bohei, nervt aber ein bisschen im Spielablauf (zumindest die mitspielenden Erwachsenen).

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Familien, in denen die ersten beiden Kakerlaken-Spiele gut angekommen sind, machen mit "Kakerlacula" nichts verkehrt. Es dürfte zudem für Sieben- und Achtjährige interessanter sein als "Kakerlaloop".

"Kakerlacula" von Inka und Markus Brand, Ravensburger Spieleverlag, 2-4 Spieler ab 6 Jahren, ca. 38 Euro.

Foto: Ravensburger
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8. "Leo muss zum Friseur"

Der Titel klingt nach einem pädagogisch wertvollen Lernspiel, doch darum geht es in diesem kooperativen Spiel nicht. Vielmehr wird der Löwe Leo auf einem Memory-Urwaldpfad zum Barbier geschickt. Blöderweise quatscht sich Leo all paar Plättchen fest und verliert so viel Zeit, dass die Nacht hereinbricht. Passiert dies zu häufig, verlieren alle als Team. Also gilt es, sich gemeinsam zu merken, auf welche Plättchen Leo treten darf, um rechtzeitig beim Friseur anzukommen.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Wie alle kooperativen Spiele ist "Leo muss zum Friseur" besonders gut geeignet für Kinder, die noch nicht gut verlieren können. Wenn alle zusammen verlieren, lernen die Kleinen nach dem Motto "Geteiltes Leid ist halbes Leid" hoffentlich bald mit Niederlagen umzugehen.

"Leo muss zum Friseur" von Leo Colovini, Abacusspiele, 2-5 Spieler ab 5 Jahren, ca. 18 Euro.

Foto: Abacus Spiele
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9. "Tief im Riff"

"Tief im Riff" ist ein weiteres kooperatives Spiel. Dabei erkunden vier Jungfische ein Korallenriff. Ziel ist es, dass sie alle Meerestiere finden. Dazu darf jeder Spieler jeden der vier Fische nach gewürfelter Augenzahl umherbewegen. Das ist für Kinder ab fünf interessant, allerdings gar nicht so leicht umzusetzen. Dass ihnen nicht ein bestimmter Fisch gehört - idealerweise natürlich der "Nemo"-Fisch -, verstehen Kinder nicht unbedingt auf Anhieb. "Tief im Riff" ist demnach zwar ein Spiel, das Fünfjährige mitspielen können, ältere Mitspieler müssen aber recht häufig mit Rat zur Seite stehen. Das macht es dann vielleicht auch für die Älteren etwas interessanter als "reine" Kinderspiele.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

Für Familien, die schon viele Koop-Spiele kennen und spielerfahren sind, ist "Tief im Riff" eine, auch optisch, sehr schöne Wahl. Das Spiel ist strategischer als die anderen hier vorgestellten.

"Tief im Riff" von Alex Randolph, Amigo Spiele, 2-6 Spieler ab 5 Jahren, ca. 18 Euro.

Foto: Amigo
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10. "Dobble"

Von "Dobble" gibt es bereits sehr viele Varianten, einige davon auch speziell für Kinder oder mit Pixar-, Disney- und sonstwas Themen. Was die Spiele alle gemein haben: Sie machen unglaublich viel Spaß. Je nachdem, wie man spielt, werden zwei oder mehrere Karten aufgedeckt, auf denen sechs oder acht Symbole abgebildet sind. Es stimmt immer genau ein Symbol auf zwei Karten überein, ganz egal, welche Karten man auswählt. Klingt erstmal unglaublich, funktioniert aber.

Foto: Hendrik Breuer
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Für wen?

"Dobble" ist gut für unterwegs oder Situationen, bei denen man nebenbei ein bisschen spielt. Allerdings sollte man als Erwachsener nicht zu ehrgeizig ans Spielen gehen, da Kinder ab vier sonst keine Chance haben. Lässt man sie aber gewähren, kann man die Kleinen auch mal so lange beschäftigen, bis der Kellner das Essen bringt.

"Dobble" (verschiedene Versionen) von Denis Blanchot, Guillaume Gille-Naves, Igor Polouchine, Asmodee, 2-8 Spieler ab 6 Jahren (ab 4, wenn man den Kindern mehr Zeit gibt), 8 bis 10 Euro. Unser Beispiel zeigt "Dobble Hollywood".

Foto: Asmodee