Australiens Asylpolitik Vom "Tampa"-Streit zu Flüchtlingscamps

Australiens rigorose Flüchtlingspolitik begann 2001 mit dem "Tampa"-Streit. Jüngst sorgten die gewaltsame Räumung des Camps auf Manus und die Berichte aus Nauru für Schlagzeilen. Die Stationen in Bildern.
1 / 8

Die Besatzung des norwegischen Frachters "Tampa" rettete 2001 in internationalen Gewässern Flüchtlinge vor dem Ertrinken - Australien verhinderte allerdings, dass die Menschen australischen Boden betraten. Der Streit, der daraufhin entbrannte, gilt als Auslöser für die strikte Asylpolitik im Land.

Foto: AFP
2 / 8

John Howard (Liberal Party) war von 1996 bis 2007 Premierminister Australiens. Im Jahr 2001 etablierte er die "Pazifische Lösung" und sicherte sich damit seine Wiederwahl im selben Jahr. Legendär ist seine Aussage: "Wir werden entscheiden, wer in dieses Land kommt und unter welchen Umständen sie kommen."

Foto: Paul Miller/ AP
3 / 8

Kevin Rudd (Labor Party) war von 2007 bis 2010 sowie wenige Monate im Jahr 2013 Premierminister Australiens. Unter ihm setzte die Regierung die Abkommen mit Nauru und Papua-Neuguinea aus. Rudd betrachtete die Lagerhaft als Notlösung, nicht als Standard.

Foto: TORSTEN BLACKWOOD/ AFP
4 / 8

Julia Gillard (Labor Party) war von 2010 bis 2013 Premierministerin Australiens. Zu Beginn ihrer Amtszeit stieg die Zahl der Bootsflüchtlinge. Gillard erneuerte die Abkommen mit Nauru und Papua-Neuguinea, die Lager wurden wieder in Betrieb genommen.

Foto: WILLIAM WEST/ AFP
5 / 8

Tony Abbott (Liberal Party) war von 2013 bis 2015 Premierminister Australiens. Nach seinem Amtsantritt startete er die "Operation Sovereign Borders" - seitdem fängt die Marine Flüchtlingsboote ab und schickt die Menschen zurück, meist nach Indonesien.

Foto: Sam Mooy/ dpa
6 / 8

Malcolm Turnbull (Liberal Party) war von 2015 bis 2018 Premierminister Australiens. Er hat wiederholt klargemacht, dass Bootsflüchtlinge keinesfalls nach Australien kommen werden. Ende 2016 handelte Turnbull mit dem damaligen US-Präsidenten Barack Obama einen Deal aus, wonach bis zu 1250 Menschen aus den Pazifiklagern in die USA übersiedeln sollen.

Foto: Stefan Postles/ Getty Images
7 / 8

Seit August 2018 ist Scott Morrison (Liberal Party) Premierminister Australiens. Nur wenige Wochen nach seiner Wahl verlor er die Mehrheit der Regierungskoalition im Parlament. Er bekommt Druck von der oppositionellen Labor-Party und von unabhängigen Abgeordneten - deren Stimmen er benötigt.

Foto: Lukas Coch/ dpa
8 / 8

Australien betreibt auch auf der zu Papua-Neuguinea gehörenden Insel Manus ein Auffanglager für Bootsflüchtlinge - hier sind einige der Männer bei einem Protest im Oktober 2017 zu sehen. Das Lager auf Manus wurde Ende vergangenen Jahres geschlossen, die Männer wurden in andere Unterkünfte auf der Insel gebracht oder in die USA geschickt.

Foto: Srirangan/ dpa
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.