Studium in digitalen Zeiten Kommilitone, wo bist du?

Das Netz bietet unendliche Lern- und Kommunikationsvielfalt - aber ein bisschen schade ist es auch, wenn alle nur noch vor dem Bildschirmen kauern. Design-Studenten haben sich ihre Gedanken übers "Studium Digitale" gemacht. SPIEGEL ONLINE zeigt die Sieger des Posterwettbewerbs.
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"Bewahr dir deine Identität": Marie-Claire Nun studiert an der Hochschule Augsburg und holte beim Plakatwettbewerb des Deutsche Studentenwerks "Studium Digitale - Chancen und Risiken" den ersten Platz. Steht es schon so schlimm, verschwinden junge Frauen hinter weißen Pfeilen? mehr...

Foto: DSW/ Marie-Claire Nun
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Bitte selbst ausdrucken: Vermeintlich einfach machte es sich Frank Schießer (Hochschule Wismar) und gab einfach einen USB-Stick ab. Was bei einer Hausarbeit gar nicht geht, brachte beim Design-Wettbewerb den zweiten Platz und 1000 Euro.

Foto: DSW/ Frank Schießer,
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Zappa 2.0: Es fehlte in den Achtzigern und Neunzigern auf kaum einer WG-Toilette - das Bild des lesenden Frank Zappa auf dem Topf, vorzugsweise gehängt in Badezimmern und an Klotüren. Hier die Version 2.0 von Ivo Berg von der Hochschule der Bildenen Künste Saar, der damit einen dritten Preis und 500 Euro gewann, genau wie die Studenten mit den folgenden vier Entwürfen.

Foto: DSW/ Ivo Berg
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Delphine oder Fledermäuse im Grünen? Nein. Statt zu reden klicken die Studenten nur noch, fürchtet Sabrina Pöhler. Bei "Studium Digitale" dachten viele Einsender in bester kulturpessimistischer Tradition an Vereinsamung und verkümmernde Kommunikation. So auch...

Foto: DSW/ Sabrina Pöhler
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...Rose Schwarz von der Hochschule Rhein-Main. Aus Studenten werden Einsen und Nullen, grafisch ansprechend, wenngleich etwas düster. Das Poster fordert "Reale Kontakte" - ebenfalls Rang 3.

Foto: DSW/ Rose Schwarz
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...und analog so? Auch Jan Lorenz von der Hochschule Rhein-Main vermutet, dass das sich Leben und Befindlichkeiten heutzutage hauptsächlich auf Facebook und StudiVZ abspielen - und gewann mit seinem Plakat einen von fünf dritten Preisen.

Foto: DSW/ Jan Lorenz
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Skizzenbuch: Die Hörsaalbänke vollzumalen gehört irgendwie dazu - doch auch den allgegenwärtigen Laptop kann man vollkritzeln. Ein 3. Platz für Matthieu Lambert von der Bergischen Universität Wuppertal.

Foto: DSW/ Matthieu Lambert,
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Are you lonesome, tonight? Yes, but I'm on. Xian Jin von der Hochschule Rhein-Main in Wiesbaden weist darauf hin, dass, wer online ist, auch ganz schön allein sein kann. Dieser Entwurf gewann zwar keine Geldpreis, gehört aber (wie alle folgenden) mit zu einer Wanderausstellung, die zwei Jahre lang in deutschen Studentenwerken zu sehen sein wird.

Foto: DSW/ Xian Jin
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Sehen? Online! Studenten sehen sich heute häufig nur noch im Netz, findet Patrick Spingler von der International School of Design in Köln.

Foto: DSW/ Patrick Spingler
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Greifen, klicken, schreiben: Was tun, wenn der Rechner streikt? Probier's doch mal mit einem Stift. Wer den nicht mehr zu bedienen weiß, bekommt Erste Hilfe von Xian Jin mit dem Plakatentwurf "How to use a pen".

Foto: DSW/ Xian Jin
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www.nichtvergessen.de: Fabian Schewe, Student der Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, hat sich eine besonderen Merkzettel geschrieben, völlig analog, doch in der Sprache einer Webadresse.

Foto: DSW/ Fabian Schewe
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"Studentisches Gehirn": Plädoyer für die Abschaffung einer Gehirnhälfte? Außer Frage steht, dass Google einem das Arbeiten und die Informationssuche im Netz viel leichter macht. Oder eben das halbe Gehirn vom Denken abhält. Der Entwurf stammt von Jonas Buntenbruch, Kunsthochschule Kassel.

Foto: DSW/ Jonas Buntenbruch
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Deckel auf, "Welt offen": Und wo bleibt das Positive? Hier: Der Rechner ist ein Tor zur Welt, sagt uns das Plakat von Florian Singer und Sven von Osten. Beide besuchen die Fachhochschule Aachen.

Foto: DSW/ Florian Singer/ Sven von Os
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"Gemeinsam einsam durchs digitale Studium": Wer nur noch in Nummern und Seiten von sozialen Netzwerken denkt, studiert in einer tiefkühlfachkalten Welt. Das Plakat stammt von Lea Gudrich, Fachhochschule Trier.

Foto: DSW/ Lea Gudrich
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Laptop als Lampe: Teil 1 der "E-Learning"-Serie von Mario Süßbrich von der Hochschule Wismar. Der junge Mann braucht mehr Licht...

Foto: DSW/ Mario Süßbrich
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...und in Teil 2 will sich die junge Frau ein paar eBook-Seiten kopieren. Warum nur?

Foto: DSW/ Mario Süßbrich
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Echte Maus: Wer braucht schon einen Rechner mit Zeigegerät, wenn er einen echten Nager haben kann. "Studium Digitale?", fragt Andy Gumpertz und lässt das weiße Tier am Glasgefäß schnuppern.

Foto: Andreas Gumpertz / DSW
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