SXSW-Start-ups Will jemand mithören? 249 Stöpsel sind noch frei!

Große Bühne für kleine Firmen: Auf dem Tech-Festival SXSW präsentieren Unternehmer aus aller Welt Produktideen. Unsere Fotostrecke zeigt zehn neue Gadgets, von der Kopfhörerperücke bis zum WLAN-Teddy.
1 / 10

Zwei Kopfhörerstöpsel für maximal zwei Personen? Den Machern der Song Wig ist das zu wenig - viel zu wenig. Die Gadget-Erfinder aus Tokio haben eine Kopfhörer-Perücke entwickelt, die sie auf dem Tech-Festival South by Southwest (SXSW) in Austin vorstellen.

Mit der Perücke können bis zu 250 Menschen zusammen Musik hören, solange sie sehr eng beieinander stehen. Die Musik kommt immerhin kabellos per Bluetooth vom Smartphone. Bislang ist die Perücke vor allem ein Kunstprojekt ohne Massenmarkt-Ambitionen, sie wird aber zum Beispiel für Promotion-Aktionen verliehen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
2 / 10

Ein weniger auffälliges Musik-Wearable kommt aus Berlin: Das Basslet ist ein Armband, das die Emotionen beim Musikhören verstärken soll, durch Vibrationen auf Basis tiefer Bassfrequenzen. Mit dem Basslet lassen sich also zum Beispiel Techno-Tracks wirklich spüren - insofern man sich denn von einem vibrierenden Band beeindrucken lässt.

Der Akku des Gadgets hält derzeit viereinhalb bis fünf Stunden, per Bluetooth ist es mit einer Senderbox verbunden, die die Vibrationen auslöst. Auf dem SXSW wurde das Basslet bei einem Pitch-Wettbewerb namens SXSW Accelerator vorgestellt, Ende Mai soll eine Kickstarter-Kampagne starten. Die Macher haben das Ziel, den Preis unter hundert Dollar zu halten, zumindest während des Crowdfundings.

Foto: SPIEGEL ONLINE
3 / 10

Weniger auf das individuelle Musikerlebnis angelegt ist der Lyric Speaker. Dieser Lautsprecher spielt nicht nur Songs ab, sondern zeigt mithilfe einer eigenen Datenbank auch noch die passenden Songtexte an - ein Gadget, das auf Partys gut ankommen dürfte.

Kaufen können soll man den Lyric Speaker Ende 2016, zunächst aber nur in den USA. Bislang lässt sich der Lautsprecher auch nur mit iOS-Geräten und iTunes verbinden, die Musik wird per Bluetooth übertragen. Was die Box kosten wird, ist noch nicht bekannt.

Foto: SPIEGEL ONLINE
4 / 10

Eine sehr spitze Zielgruppe hat Bubbly. Es handelt sich dabei um einen Spendentopf, der Seifenblasen macht, sobald er mit Geld gefüllt wird.

Bubbly sei das ideale Gadget für Straßenmusiker, versprechen seine Erfinder aus Tokio, laut einem Werbeflyer soll es Performances "dramatischer" machen. Die Entwickler von Bubbly stammen aus Tokio, wie auffallend viele Erfinder, die in Austin ihre Produkte präsentieren.

Foto: SPIEGEL ONLINE
5 / 10

Nicht aus Japan, sondern aus Südkorea stammt Pic, die angeblich biegsamste Kamera der Welt. Pic kann man sich um den Fuß oder den Arm wickeln, alternativ lässt sich die Kamerahalterung zum Beispiel an Stangen befestigen.

Die Acht-Megapixel-Kamera kann Full-HD-Videos aufnehmen und bietet 16 GB internen Speicher, Bilder lassen sich aber auch via Bluetooth auf Computer oder Smartphones übertragen. Verkauft werden soll Pic ab Juli für rund 125 Dollar.

Foto: SPIEGEL ONLINE
6 / 10

Unübersehbar an Google Glass erinnert der Telepathy Walker, eine Augmented-Reality-Brille, die in Tokio entwickelt wird. Die Brille soll Fußgängern durch Einblendungen ins Sichtfeld helfen, schneller an ihr Ziel zu kommen. Läuft man in die falsche Richtung, fordert den Nutzer ein Pfeil zu Umkehren auf.

Das Display des Telepathy Walkers soll auch bei starker Sonnenlichteinstrahlung funktionieren, Brillenträger sollen ihn über ihrer normalen Brille tragen können. In einem ersten Test wirkte das Display aber wenig überzeugend, die Einblendungen waren kaum zu lesen. Für das Gadget startet dieser Tage eine Kickstarter-Kampagne, dabei wird es für rund 300 Dollar angeboten.

Foto: SPIEGEL ONLINE
7 / 10

Ein Mix aus Spiel- und Gesundheitsgadget ist der Tanzen, ein vernetzter Gürtel mit einem Beschleunigungssensor und einem Gyrosensor. Das Gadget aus Tokio soll dem Träger helfen, gerade zu sitzen. Beugt man sich zu sehr nach vorn oder hängt man zu tief im Stuhl, fordert das Gerät per Vibration auf, wieder Haltung anzunehmen.

Der Gürtel soll für 100 Dollar angeboten werden und wird mit iOS- oder Android-Geräten gekoppelt. Auf dem Smartphone oder Tablet bekommt man Statistiken zu den eigenen Sitzpositionen angezeigt, außerdem soll sich der Tanzen als Controller für Minispiele wie einen "Flappy Bird"-Klon nutzen lassen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
8 / 10

Noch lange nicht marktreif ist dieser Lebensmitteldrucker von BeeHex. Auf dem SXSW zeigen seine Entwickler aber, wie aus Zutaten wie Tomatenpüree und einem Käsemix eine kleine Pizza entstehen kann. Richtig appetitlich sieht diese gedruckte Pizza zwar noch nicht aus, aber vermutlich zählt erst einmal der Wille.

BeeHex hat sich das Ziel gesetzt, die sogenannte Maker-Szene mit Kochschulen zusammenzubringen, so sollen langfristig ansprechendere Lebensmittel aus dem Drucker kommen. Derzeit experimentiert das Unternehmen mit Pizzen, Schokolade und Cupcakes, bald will es sich an Sushi versuchen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
9 / 10

In Zeiten von WhatsApp und Facebooks Messenger sind Gruppenchats beliebter denn je - das will sich das Start-up Onyx zunutze machen. Es verkauft Zweier- und Dreipacks von Buttons, die ähnlich wie Walkie-Talkies funktionieren: Drückt man auf den Button, kann man mit allen anderen Button-Trägern sprechen, umgekehrt bekommt man auch deren Nachrichten übertragen.

Onyx soll so zum Beispiel Eltern helfen, ihre spielenden Kinder von draußen zum Essen nach Hause zu rufen – oder Fußballtrainern, ihre Mannschaft für ein spontanes Spiel zusammenzutrommeln. Die Soundclips werden per WLAN, aber alternativ auch über das Mobilfunknetz übertragen. Aktuell werden Vorbestellungen für das Livechat-Gadget aufgenommen, für 250 Dollar soll man zwei Buttons bekommen.

Foto: SPIEGEL ONLINE
10 / 10

Mehr um den Spaß als um die Investorensuche ging es in Austin bei einer Minimesse namens SX Create, die vor allem auf Hacker, Bastler und Kinder zielte. Der ein oder andere Start-up-Unternehmer wurde aber auch dort vorstellig, darunter die aus Cleveland angreiste Erfinderin von Parihug, einem Teddybären-Doppelpack.

Die Bären sollen es etwa Eltern oder Großeltern möglich machen, Kindern aus der Ferne eine Umarmung zu schicken. Wird einer der beiden Teddybären umarmt, sendet er per WLAN ein Signal an den anderen, der dann selbst zu einer Umarmung ansetzt. Technik kann auch mal kuschelig sein.

Foto: SPIEGEL ONLINE
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.