Tätowierte Schweine als Sammlerobjekt Haut Couture

Seeadler mit US-Flagge, Schneewittchen, Louis-Vuitton-Logos: Tierschützer halten die tätowierten Schweine des belgischen Konzeptkünstlers Wim Delvoye für geschmacklos. Doch bei Sammlern ist die Haut der Tiere höchst begehrt.
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Ist das Kunst - oder Tierquälerei? Zu Lebzeiten wurde die Sau Donata tätowiert. Derzeit kann man sie als ausgestopftes Objekt im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe in der Ausstellung "Tattoo" sehen, die noch bis zum 6. September läuft. Donata ist eines von mehreren Schweinen, das der belgische Konzeptkünstler Wim Delvoye tätowiert hatte.

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2004 eröffnete Delvoye seine "Art Farm" in der Nähe von Peking. Dort ließ er immer wieder Schweine tätowieren. Schon einige Jahre zuvor hatte der Belgier mit dieser Körperkunst begonnen: 1997 tätowierte er in den USA Kunstwerke auf mehrere Ferkel - die Bilder sollten mit den Schweinchen wachsen. Doch weil er den Zorn von Tierschutzorganisationen auf sich zog, entschied er sich schließlich, nach China zu ziehen, wo die Regularien laxer sind.

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Wie die "Daily Mail" berichtet, soll eines der Schweinehaut-Objekte mit einer Disney Figur vom Modekonzern Chanel gekauft worden sein. Demnach sollen aus der tätowierten Haut zwei Taschen entstehen. Dieses Schwein wurde 2008 auf der "Art Farm" tätowiert.

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Auch dieses Schwein wurde 2008 auf der Farm des Künstlers tätowiert. Nach Angaben von Delvoye waren bei jeder Aktion Tattoo-Experten am Werk, die Tiere standen unter Narkose.

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Eine Sau kurz nach dem Tätowieren: Laut "Daily Mail" soll Delvoye etwa 20 tätowierte Schweine auf seiner "Art Farm" gehalten haben.

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Diese Schweine wurden 2005 tätowiert und durften für den Rest ihres Lebens mit Louis-Vuitton-Logos verziert ihr Dasein auf der Künstler-Farm fristen.

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Obwohl die Tiere narkotisiert waren, sorgten die Aktionen immer wieder für Proteste. Tätowieren von Tieren ist hierzulande verboten, nur Brandzeichen, Nasenringe und Ohrmarken sind erlaubt. Selbst unter Narkose gestochene Schweine leiden Tierschützern zufolge unter der Wundheilung.

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Angeblich sorgte der Künstler gut für seine Tiere. Er habe sie artgerecht gehalten und ihnen viel Auslauf gegeben.

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Wim Delvoye im Jahr 2005, selbst bei der Tätowier-Arbeit (links): Bekannt wurde der Künstler mit seiner Maschine "Cloaca": Sie simuliert den Verdauungsvorgang des Menschen. Diese produziert Exkremente, die sich optisch kaum von menschlichen Fäkalien unterscheiden.

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