Tödliche Wanderung Ein Gnu in den Fängen der Krokodile

Auf ihren Wanderungen durch die Serengeti und Masai Mara fallen jedes Jahr zig Gnus hungrigen Krokodilen zum Opfer. Ein Fotograf hat das schaurige Schauspiel in Bildern festgehalten. Nichts für schwache Nerven.
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Jedes Jahr im Herbst ziehen riesige Gnu- und Zebraherden aus der Serengeti in Tansania in die angrenzende Masai Mara. Fotograf Uwe Skrzypczak begegnete in Kenia einer kleineren Nachzüglerherde, die versuchte, den Mara River zu überqueren. Nicht alle Tiere kamen auf der anderen Seite an, wie seine Bilder zeigen.

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Auf ihren Wanderungen folgen die Gnu-Herden dem Regen, um frisches Gras zu finden. In diesem Fall riss ein großes Krokodil ein Exemplar - blieb mit der Beute aber nicht lang allein. Etwa 15 andere Tiere machten ihm die Beute streitig.

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Krokodile sind evolutionär gesehen sehr alt. Sie leben schon seit 140 Millionen Jahren auf der Erde und haben somit auch die Dinosaurier überlebt.

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Die Tiere können mir ihrem gewaltigen Maul zwar kräftig zubeißen, aber nicht kauen. Sie müssen ihre Beute daher Stück für Stück zerlegen und das Fleisch in Brocken verschlingen.

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Um ihre Beute zu töten, beißen sich Krokodile in ihr fest, ziehen sie unter Wasser und erledigen sie mit einer Drehung um die Längsachse. Hier nutzt ein Exemplar diese sogenannte Todesrolle nah an der Wasseroberfläche, um ein Stück Fleisch vom toten Gnu abzutrennen. Dabei wird die Struktur der Krokodilhaut am Bauch gut sichtbar.

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Dieses Krokodil nutzt eine andere Technik: Wie Skrzypczak berichtet, schüttelte es den Fleischbrocken so lange, bis er klein genug war, um ihn herunterzuwürgen. Die Magensäure von Krokodilen ist extrem aggressiv und zersetzt auch Knochen.

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Krokodile müssen nur selten fressen. Im Extremfall kommen besonders große Tiere sogar ein ganzes Jahr ohne Nahrung aus. Mitunter würden sie die Beute bei den dann umso üppigeren Mahlzeiten auch teilen. In diesem Fall traf der Fotograf allerdings auf keine so genügsamen Exemplare. Obwohl durch die vorangegangenen großen Wanderungen viel Fleisch vorhanden war, stritten sich ungefähr 15 Krokodile um die Beute.

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Das größte Tier hatte dabei einen klaren Vorteil: Es kletterte einfach über alle anderen hinüber, um sich ein Stück Beute zu sichern.

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Was ist Beute, was sind Artgenossen? Wenn so viele Krokodile auf einmal an das Frischfleisch wollen, passiert es, dass sie sich ineinander verbeißen, berichtet Skrzypczak.

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Um ihre Beute zu zerlegen, ziehen Krokodile häufig in eine ruhige Bucht. Dort kann die frische Nahrung nicht so schnell abtreiben.