Top 10 Die größten Medienkonzerne Deutschlands

Deutschlands Medienlandschaft ist in Aufruhr: Für knapp eine Milliarde Euro kauft die Funke-Gruppe die traditionsreichen Regionaltitel des Springer-Verlags. Ein Überblick.
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Platz zehn: Funke Mediengruppe Die Gruppe ist mit 1,2 Milliarden Euro Umsatz (2010) einer der größten Regionalzeitungsverlage Europas und Deutschlands zehntgrößter Medienkonzern. 2011 brachte der Verlag 27 Tageszeitungen, 175 Zeitschriften sowie 99 Anzeigenblätter heraus.

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Platz neun: Weltbild Die Augsburger Verlagsgruppe ist ein international agierendes Medien- und Versandunternehmen und einer der größten deutschen Medienkonzerne. 6400 Beschäftigte im In- und Ausland erwirtschaften knapp 1,66 Milliarden Euro Umsatz (2010/11). Weltbild ist über die Holding DBH, die dem Unternehmen zur Hälfte gehört, die Nummer eins im deutschen Filialbuchhandel. Im E-Commerce erzielt die Gruppe hohe Zuwachsraten.

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Platz acht: ZDF Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender mit Sitz im Mainzer Vorort Lerchenberg zählt zu den größten TV-Unternehmen in Europa. Es nahm am 1. April 1963 seinen regelmäßigen Sendebetrieb auf. Der Umsatz lag 2012 bei rund zwei Milliarden Euro.

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Platz sieben: Bauer Media Group Der Verlag mit Sitz in Hamburg (im Bild: Verlegerin Yvonne Bauer) ist einer der wichtigsten Akteure im deutschen Zeitschriftenmarkt und gehört zu den 100 größten Familienunternehmen Deutschlands. Die Jugendzeitschrift "Bravo", Programmzeitschriften wie "TV-Movie" und "tv14" oder Blätter wie "Auf einen Blick" oder "Neue Post" sind wichtige Stützen des Geschäfts im Inland. Mehr als die Hälfte des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen aber inzwischen im Ausland: Im Jahr 2010 lag der Auslandsanteil am Umsatz bei 59 Prozent. Im vergangenen Jahr fuhr Bauer 2,17 Milliarden Euro Umsatz ein.

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Platz sechs: Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck Das Stuttgarter Familienunternehmen ist in mehr als 80 Ländern tätig und publiziert in klassischen und elektronischen Medien in den Bereichen Information, Bildung und Unterhaltung. 2010 erzielte Holtzbrinck mit Titeln wie dem "Handelsblatt" oder "Die Zeit" einen Umsatz von 2,26 Milliarden Euro.

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Platz fünf: Hubert Burda Media Holding Der Verlag mit Stammsitz in Offenburg erzielte 2012 rund 2,45 Milliarden Euro Umsatz. Die Holding, geleitet vom Verleger Hubert Burda, ist auch in den Bereichen Direktmarketing und Druck (mit Druckereien in Offenburg und Vieux-Thann) aktiv. Unter dem Dach der Hubert Burda Stiftung sind die sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Aktivitäten des Konzerns gebündelt.

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Platz vier: ProSiebenSat.1 Das Kerngeschäft ist das Free-TV. Daneben ist der Konzern in den Bereichen Produktion, Vermarktung, Vertrieb von Fernsehen, Internet und Transaktionsfernsehen aktiv. Seit 2003 wird die Sendergruppe von internationalen Finanzinvestoren kontrolliert. Die Investoren der zweiten Generation, KKR und Permira, verschmolzen ProSiebenSat.1 2007 mit der paneuropäischen SBS Broadcasting Group. Dadurch wurde das Unternehmen mit Hauptsitz bei München zum zweitgrößten Fernsehkonzern Europas, allerdings auch mit hohen Schulden beladen. 2012 lag der Umsatz bei knapp 2,97 Milliarden Euro.

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Platz drei: Axel Springer Mit dem Verkauf der traditionsreichen Regionalzeitungen will Springer-Chef Mathias Döpfner "den Weg der Digitalisierung" weitergehen. Mehrmals hat der Konzernchef betont, Springer zum bestintegrierten Multimediaunternehmen in Europa" umzubauen. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz bei 3,31 Milliarden Euro.

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Platz zwei: ARD Die Arbeitsgemeinschaft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten der Bundesrepublik Deutschland, kurz ARD, ist - noch vor der britischen BBC - das größte öffentlich-rechtliche Medienunternehmen der Welt. Seine Einnahmen aus Rundfunkgebühren und Werbung übersteigen die Budgets der meisten kommerziellen Medienkonzerne im klassischen Fernseh- und Hörfunkgeschäft. Der Umsatz lag 2012 bei 6,27 Milliarden Euro. Die ARD verantwortet unter anderem das Vollprogramm Erstes Deutsches Fernsehen, das seit April 1996 unter dem Markenbegriff "Das Erste" firmiert.

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Platz eins: Bertelsmann Der Konzern mit Hauptsitz im westfälischen Gütersloh bezeichnet sich selbst gern als "internationalstes Medienunternehmen" der Welt. Tatsächlich besteht das Unternehmenskonglomerat aus rund 1200 Einzelfirmen oder Firmenbeteiligungen, besitzt Tochterunternehmen in mehr als 50 Ländern, erzielt 16,6 Milliarden Euro Umsatz (2012) und beschäftigt weltweit mehr als 104.000 Mitarbeiter. Bertelsmann ist damit das größte Medienhaus Europas und einer der Mediengiganten der Welt. Die Produktpalette reicht von traditionellen Buchclubs, mit denen die Erfolgsgeschichte Bertelsmanns im Nachkriegsdeutschland begann, über Druckdienstleistungen, Software-Entwicklung und TV-Kanäle bis hin zu Radiostationen. Zudem baut Bertelsmann sein Dienstleistungsgeschäft aus und setzt unter anderem darauf, Dienstleistungen von Kommunen zu übernehmen.

Foto: obs / Bertelsmann
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