Druck auf US-Konzerne: Warum Trumps Stunt-Politik funktioniert - fürs erste 14.01.2017
 Ford Schon im vorigen Frühjahr hatte Trump die Pläne des Autobauers für eine...
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Schon im vorigen Frühjahr hatte Trump die Pläne des Autobauers für eine 1,6 Milliarden Dollar teure Fabrik in Mexiko als "Schande" verteufelt. Nach seinem Wahlsieg stornierte Ford das Mexiko-Projekt und kündigte stattdessen 700 neue Jobs in Michigan an. "Dies ist ein Vertrauensvotum für den designierten Präsidenten", sagte Ford-Chef Mark Fields, dementierte aber einen direkten Zusammenhang. Denn es ist auch Marktzwang: In der Fabrik in Mexiko wollte Ford seine kleineren Focus-Modelle herstellen, für die die Nachfrage aber inzwischen gesunken ist. Der Focus wird nun weiter in Mexiko und nicht in Detroit produziert, aber in einer bereits existierenden Anlage. Und die neuen Jobs in Michigan waren bereits im Dezember 2015 angekündigt worden, um das Mexiko-Projekt zu flankieren. "Die Fakten gehen verloren", klagte Fords Amerika-Chef Joe Hinrichs jetzt. Indem Ford trotzdem artig mitmacht, hofft es auch, um mögliche Strafzölle für importierte US-Autos herumzukommen.
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