Tschechien Die Roma von Varnsdorf und ihre hässlichen Nachbarn

Jedes Wochenende herrscht Belagerungszustand. Die Roma verbarrikadieren sich in ihrem Haus, draußen marschieren die tschechischen Ultrarechten auf und grölen Hetzparolen. Am meisten Angst haben die Belagerten vor Hasstouristen aus dem Ausland - den Neonazis aus Deutschland.
1 / 12

Jedes Wochenende herrscht Belagerungszustand im tschechischen Varnsdorf. Die Roma verbarrikadieren sich in ihrem Haus, draußen marschieren die Ultrarechten auf und grölen Hetzparolen.

Foto: Till Mayer
2 / 12

Erst die Ansprache, dann der Marsch: TomᚠVandas, Chef der "Arbeiterpartei für soziale Gerechtigkeit" (DSSS), hämmert seinen Getreuen noch einmal die Parole ein: "Gerechtigkeit ist kein Rassismus."

Foto: Till Mayer
3 / 12

Aufmarsch auf dem Marktplatz von Varnsdorf: Von hier aus geht der Demonstrationszug regelmäßig zu einem ehemaligen Hotel am Stadtrand, wo arbeitslose Roma untergebracht sind. Leute wie...

Foto: Till Mayer
4 / 12

...die Familie Danko. Nach einem Herzinfarkt wurde Julius Danko arbeitslos, seither lebt er von staatlicher Stütze und im diesem Notquartier im ehemaligen Hotel "Sport". Am liebsten...

Foto: Till Mayer
5 / 12

...würden die Dankos schnell wieder umziehen in einen Stadtteil, wo es keine Hassaufmärsche der "weißen" Tschechen gibt. Vor allem die Kinder leiden unter dem Demo-Terror der Rechtsextremen.

Foto: Till Mayer
6 / 12

"Ich habe Mitleid mit Varnsdorf - bin ich deswegen ein Extremist?" - hat dieser Demonstrant auf sein Schild geschrieben, das er hasserfüllt den Roma entgegenstreckt.

Foto: Till Mayer
7 / 12

Glatzen, Bomberjacken, Springerstiefel: Im Hass auf die Roma sind die Anhänger der DSSS fest geeint. Und sie bekommen regelmäßig Unterstützung aus dem Ausland - von deutschen Neonazis.

Foto: Till Mayer
8 / 12

Der Journalist und Bürgerrechtler Markus Pape setzt sich für die Roma im Hotel "Sport" ein. Mit seinem Netzwerk "Hass ist keine Lösung" versucht er die aufgeregten Varnsdorfer zu beschwichtigen und den verängstigten Roma beizustehen.

Foto: Till Mayer
9 / 12

Bei jedem Aufmarsch der Rechten organisieren die Helfer von "Hass ist keine Lösung" Ablenkung für die Kinder.

Foto: Till Mayer
10 / 12

Die meisten Bewohner im "Sport" sind Kinder und Jugendliche.

Foto: Till Mayer
11 / 12

Justin Bieber ist bei den Kids vom "Sport" der große Held. Wenn sie ihre Plakate malen, vergessen sie für einen Augenblick, dass...

Foto: Till Mayer
12 / 12

...vor dem Haus die Rassisten aufmarschieren. Eine Kneipenschlägerei vor einem Jahr war der Auslöser für die Demonstrationen. Roma hatten einen Gast schwer verletzt - für die Ultrarechten ein willkommener Anlass, den Hass gegen Roma zu schüren.

Foto: Till Mayer
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.