TTIP und Ceta Die Gesichter der Proteste

Lehrer, Studenten, Rentner - bundesweit demonstrieren Zehntausende gegen TTIP und Ceta. Was treibt die Menschen auf die Straße?
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Andre Gülzow: "TTIP und Ceta sind wichtige Handelsverträge, aber mit demokratiefeindlichen Elementen. Schon jetzt verklagen Atomkonzerne Deutschland, weil ihre Gewinnerwartungen nicht erfüllt werden. Wenn TTIP mit den geplanten Schiedsgerichten umgesetzt wird, könnte das in Zukunft noch öfter passieren. So verlieren wir an Demokratie, weil nur noch wirtschaftliche Belange eine Rolle spielen. Das ist bei Ceta genau das Gleiche."

Foto: Lisa Meinen
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"TTIP ist Dreck und Dreck muss weg", rufen die Frauen der Gruppe "Panther des Grauens" und schwingen ihre Staubwedel.

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Renate: "Die Abkommen könnten das deutsche Parlament aushebeln, die Gesetze sind dann nur noch Dreck wert. Die Nachbesserungen bei Ceta überzeugen mich gar nicht."

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Hauke Tammena ist mit der ganzen Familie zum TTIP-Protest gekommen. "Wir befürchten, dass durch die Abkommen Entscheidungen von den Amerikanern getroffen werden, die eigentlich besser in Deutschland getroffen würden. Ceta ist da nur eine Hintertür zu TTIP und letztlich doch genau das gleiche."

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Maria Groß: "Ich bin überzeugte Tierschützerin und setzte mich für artgerechte Haltung ein. Das ist so schon jetzt schwer genug. Wenn TTIP wirklich umgesetzt wird, haben wir gar keine Chance mehr. Ceta ist da auch nicht besser. Prinzipiell finde ich es schwierig Sachen zu trauen, die so geheim verhandelt werden."

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Lisa Reckermann, Joschka Scherges und Sina Eckert wollen gemeinsam mit anderen für ihre Überzeugungen einstehen. "TTIP und Ceta ermöglichen Fracking und die Einfuhr von genmanipulierten Lebensmitteln. Wir befürchten, dass der Verbraucherschutz da auf der Strecke bleibt und große Konzerne und Lobbyisten zu viel Macht bekommen", sagt Lisa Reckermann.

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Kai Münkemüller, Wirtschaftslehrer: "Ich möchte zeigen, dass auch Bürgerliche und Schlipsträger oder Menschen, die wie ich Wirtschaft studiert haben, gegen die Abkommen sind. Mit den vorgesehenen Schiedsgerichten wird eine Art Paralleljustiz geschaffen. Das ist ein Relikt aus der Nachkriegszeit, sowas brauchen wir nicht. Das eigentlich Skandalöse ist aber, dass die Abkommen jetzt einfach durchgepeitscht werden sollen und die Öffentlichkeit ausgeschlossen wird."

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Katharina Lochmann: "Ceta und TTIP stehen auf einer Ebene. der Staat bestimmt über dich und du weißt am Ende nicht mehr, was in den Lebensmitteln drin ist oder ob die genmanipuliert sind."

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Uwe Harries ist mit seiner Frau Hildegard auf der Demo unterwegs: "Wir befürchten einfach, dass die Interessen der Wirtschaft und der großen Firmen die Interessen des Volkes übersteigen. Egal ob TTIP oder Ceta, die Politik wird zum Handlanger der Wirtschaft."

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Hauke Trustorff. "Das grundlegende Problem besteht in der kapitalistischen Haltung an sich. Der Freihandel bietet einfach keine Lösungen für die aktuellen Probleme der Welt, die Ausbeutung von Mensch und Umwelt."

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Diana Greiner: "Am Beispiel anderer Länder sieht man bereits, dass Handelsbündnisse mit den USA zu Ausbeutung führen. Ceta ist da ganz bestimmt nicht besser als TTIP, da auch in Kanada die Umwelt zerstört wird. Dem europäischen Volk werden beide Abkommen nichts bringen."

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Cordula Decker, Harald Lippmann und Doris Emde sind gemeinsam zu den Protesten gekommen und haben ihre Hunde gleich mitgebracht. "Wir befürchten, dass man am Ende gar nicht mehr weiß, was eigentlich auf den Tisch kommt - da ist der Verbraucherschutz in Gefahr. Dass Ceta da besser wäre, ist reine Augenwischerei", sagt Lippmann.

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Petra Steffen: "Ich befürchte, dass die Qualität unserer Lebensmittel durch TTIP schlechter wird. Ceta ist da auch nicht besser. Da ist nichts transparenter - kann es ja auch gar nicht sein, wenn nicht darüber geredet wird. Deshalb demonstrieren hier Menschen quer durch alle Altersschichten. Die können sich nicht alle irren."

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