Zweiter Weltkrieg Der Überfall auf die Sowjetunion

Zum 75. Mal jährt sich im Sommer 2016 der deutsche Überfall auf die UdSSR.
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Am 22. Juni 1941 überfällt die Wehrmacht die Sowjetunion (hier ein Bild vom 26. Juni 1941): Noch im August 1939, kurz vor Hitlers Angriff auf Polen und dem darauffolgenden Einmarsch sowjetischer Truppen im Osten Polens, hatte Hitlers Außenminister Joachim von Ribbentrop in Moskau mit dem sowjetischen Diktator Josef Stalin einen Nichtangriffspakt abgeschlossen. Zudem wurden in einem geheimen Zusatzdokument Interessenssphären festgelegt. So fiel der Osten Polens an die UdSSR, die baltischen Länder wurden 1940 mit Billigung Hitlers von Stalin besetzt. Bis zuletzt schlug Stalin die Warnungen seines Geheimdienstes über einen bevorstehenden deutschen Angriff aus. Er wollte nicht glauben, dass Hitler - der im Westen nach der Niederlage Frankreichs noch im Kampf mit Großbritannien stand - einen Zwei-Fronten-Krieg riskieren würde.

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Juni 1941, Sowjetunion: Russische Frauen müssen auf Befehl der Wehrmacht ihre Häuser verlassen. Von Anbeginn unterschied sich der Krieg im Osten von dem vorangegangenen Feldzug 1940 im Westen. Hitler wollte den Osten mit Deutschen besiedeln, dafür sollte die einheimische Bevölkerung ein Sklavenvolk werden. Ein beispielloser Vernichtungs- und Ausbeutungskrieg wurde von deutscher Seite vollzogen. Hinter der Wehrmacht operierten ab dem 22. Juni die Sondereinheiten der SS und des SD, die Hunderttausende von Juden bereits in den ersten Wochen erschossen. Oft geschah dies unter den Augen der Wehrmachtsführung, wie die neuere Forschung bewiesen hat. Schon in Polen ab September 1939 hatten die Sondereinsatzkommandos gewütet und einen Teil der polnischen Elite umgebracht.

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Wehrmachtssoldaten im Oktober 1941 in der Sowjetunion: Anders als in den Jahren 1939/40 im Norden, Westen und Südosten Europas konnte die Wehrmacht diesmal keinen "Blitzkrieg" führen. Obwohl Millionen von sowjetischen Kriegsgefangenen in deutsche Hände gerieten und die Rote Armee anfangs zurückweichen musste, verstärkte sich der Widerstand ab dem Spätsommer immer mehr. Bereits im Herbst zeichnete sich ab, dass der Krieg nicht mehr für Hitler zu gewinnen war. Im Winter wurde seine Armee vor Moskau gestoppt.

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Propaganda-Bild von der Ostfront: Mit solchen Aufnahmen sollte der deutsche Durchhaltewille gestärkt werden. Mit der Niederlage vor den Toren Moskaus im Dezember 1941, spätestens aber mit der Kapitulation der 6. Armee bei Stalingrad im Februar 1943 und der gescheiterten deutschen Panzeroffensive bei Kursk im Sommer desselben Jahres war klar, dass Hitler das Heft des Handelns im Osten verloren hatte. Ab Sommer 1943 zog sich die Wehrmacht immer weiter zurück. Parallel zur Landung der westlichen Alliierten in Frankreich am 6. Juni 1944 zerschlug die Rote Armee im Osten die Heeresgruppe Mitte. Von dieser gewaltigen Niederlage sollte sich die Wehrmacht nicht wieder erholen. Anfang Mai 1945 hisste schließlich die Rote Armee nach der blutigen Schlacht um Berlin auf dem Reichstagsgebäude die rote Fahne. Am 8/9.Mai erfolgte die bedingungslose Kapitulation Deutschlands, der Zweite Weltkrieg war damit auf europäischem Boden zu Ende.

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Wehrmachtskolonne im Juli 1941: Der Krieg gegen die UdSSR - an dem sich neben den Deutschen unter anderem auch die Verbündeten aus Finnland, Rumänien, Ungarn sowie Italien mit größeren Kontingenten beteiligten - sollte am Ende 27 Millionen sowjetische Bürger das Leben kosten. Nach deutschen Angaben kamen im Osten allein 2,7 Millionen deutsche Soldaten ums Leben.

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