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Job & Karriere

Übersicht Die wichtigsten Netzwerke der deutschen Wirtschaftselite

Fleiß hin, Talent her - wichtige Entscheidungen der Wirtschaft werden in Geheimzirkeln getroffen. Deutschlands Topmanager scheuen die Öffentlichkeit und kungeln meist im Dunkeln. KarriereSPIEGEL zeigt die bedeutendsten Netzwerke der deutschen Wirtschaft.
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Die jungen CEOs

Gründungsjahr: 2010
Mitglieder: 10
Organisation: Henkel-Chef Kasper Rorsted, Klaus Behrenbeck (McKinsey)
Merkmal: Neue Kreation, hochkarätig, informell

Foto: A9999 Andreas Fechner/Henkel/ dpa
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Similauner Seilschaft

Gründungsjahr: 1992
Mitglieder: 17
Organisation: McKinsey-Veteran Herbert Henzler, Reinhold Messner
Merkmal: Schwindelfreiheit Pflicht, gute Kondition erwünscht

Foto: Frank_Mächler/ picture-alliance / dpa/dpaweb
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Baden-Badener Unternehmergespräche

Gründungsjahr: 1955
Teilnehmer: circa 70 pro Jahr
Organisation: Merck-Chef Karl-Ludwig Kley (Vorstandsvorsitz), Bosch-Lenker Franz Fehrenbach (Stellvertreter)
Merkmal: klassische Kaderschmiede der Deutschland AG

Foto: Frank Rumpenhorst/ picture-alliance/ dpa
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Atlantikbrücke

Gründungsjahr: 1952
Mitglieder: rund 500
Organisation: Vorsitzender Friedrich Merz, Geschäftsführerin Eveline Metzen
Merkmal: Politconnection zu den USA, Young Leaders als Karrierenetzwerk

Foto: Peter Endig/ picture-alliance/ dpa/dpaweb
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The Family Business Network

Gründungsjahr: 1990
Mitglieder: rund 4000
Organisation: Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub (für Deutschland)
Merkmal: internationaler Austausch von Familienunternehmen

Foto: dapd
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Isny-Runde

Gründungsjahr: 1979
Teilnehmer: rund 100 (im Jahr 2010)
Organisation: Blumenerdeproduzent Helmut Aurenz (ASB Grünland)
Merkmal: schwäbisches Davos mit Big-Shot-Präsenz (Merkel, Ackermann, Piëch), Auto- und CDU-lastig

Foto: Norbert_Försterling/ picture-alliance / dpa
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European Roundtable of Industrialists

Gründungsjahr: 1983
Mitglieder: 45
Organisation: Chairman Leif Johannsson (Volvo); einer von zwei Stellvertretern: Peter Löscher (Siemens)
Merkmal: Denkfabrik mit Lobby-charakter, europäische Industriestimme

Foto: Tobias Hase/ picture alliance / dpa
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Frauen in die Aufsichtsräte (Fidar)

Gründungsjahr: 2008
Mitglieder: 140
Organisation: Präsidentin Monika Schulz-Strelow
Merkmal: parteiunabhängiger Vorkämpfer für die Frauenquote

Blick auf das Ausland:
Die erfolgreichsten Netzwerke würden "in früher Jugend" geknüpft, "in einer kleinen, aber feinen Bildungsstätte, mit amtlichem Stempel", sagt der Darmstädter Soziologe und Eliteforscher Michael Hartmann. Und die gibt es, sorry Deutschland, überwiegend im Ausland ...

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Ena, Frankreich: Die Absolventen der berühmtesten Elitehochschule des Landes besetzen die Spitzenjobs des Staates, wechseln munter zwischen Politik und Wirtschaft hin und her, halten in ihren jeweiligen Anstellungen engen Kontakt. Das begünstigt das Kungeln und schafft die Basis für den Erfolg französischer Industriepolitik. Aber: Alle bleiben unter sich. Staatspräsident und Nicht-Enarch Nicolas Sarkozy fordert deshalb eine stärkere Öffnung, auch für Stipendiaten. Hartmann hat Zweifel: "Für Enarchen gibt es nur eine Strategie: Die Mauern bleiben hoch."

Foto: VINCENT KESSLER/ REUTERS
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Eton, Großbritannien: Das Jungeninternat wird für seine Disziplin geschätzt und für seine Strenge gefürchtet. 19 britische Premiers unterzogen sich der Qual, auch Thronfolger Prinz William. Der Elitegedanke wird nach wie vor gepflegt, die Umgangsformen sind neuerdings etwas humaner geworden.

Foto: Guy Jackson/ AFP
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Harvard, USA: Ein Abschluss an der renommierten Uni garantiert meist den Eintritt in die Chefetagen. Auch wer dort nur ein mehrwöchiges Managementprogramm durchlaufen hat, wie etwa die Konzernlenker Peter Löscher (Siemens) oder Wolfgang Reitzle (Linde), darf sich zum edlen Kreis der Harvard-Ehemaligen zählen. Wie kaum eine zweite Elitesammelstelle hat die Uni ein dichtes Netz aus Alumni über die Welt gespannt (mittlerweile mehr als 70.000 Mitglieder). Die treffen und helfen sich, tauschen sich in regionalen Gruppen intensiv miteinander aus. Bain-Berater Armin Schmiedeberg, der dem Harvard-Club Rhein-Ruhr vorsteht, schätzt den praktischen Nutzwert vor allem beim Orts- und Jobwechsel: "Wenn es um Empfeh-lungen oder Kontakte geht, frage ich zuerst immer einen Harvard-Alumnus."

Foto: epa Matt Campbell/ picture-alliance/ dpa