US-Soldaten im Irak Bilder eines Krieges

Die Opfer des Krieges sind nicht nur Soldaten und Aufständische, sondern vor allem auch Zivilisten. Das zeigen die Feldberichte aus dem Irak-Krieg eindrücklich. Eine Übersicht ein Bildern.
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Das Leid der Zivilisten

Die Opfer des Krieges sind nicht nur Soldaten und Aufständische, sondern vor allem auch Zivilisten. Das zeigen die Feldberichte aus dem Irak-Krieg eindrücklich. Dieses Kind hockt am 18. Januar 2005 zwischen Blutstropfen an einem Straßenrand in Tal Afar. Es hat gerade seine Eltern verloren. Zu dem Vorfall kam es, als sich ein Auto ungebremst einer Gruppe von US-Soldaten näherte. Laut Einsatzprotokoll reagierte der Wagen nicht auf Stoppsignale, die Einsatzkräfte eröffneten das Feuer, zunächst auf den Reifen, dann auf den Wagen selbst. In dem Auto saß eine sechsköpfige Familie, Vater und Mutter starben, die vier Kinder überlebten.

Foto: Chris Hondros/ Getty Images
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Öl in Flammen

Am 2. Februar 2005 steht ein US-Soldat in Kirkuk im Nordirak vor einer schwarzen Rauchwolke. Aufständische haben ein Öllager angegriffen und in Brand gesetzt. Noch vor Anbruch der Dämmerung am selben Tag haben in Sadr-City in der Hauptstadt Bagdad heftige Gefechte zwischen der Schiiten-Miliz von Muktada al-Sadr und der US-Armee begonnen, bei der laut Nachrichtenagentur AFP eine Frau ums Leben kommt. In den Irak-Protokollen findet sich nichts zu dem Vorfall.

Foto: MARWAN IBRAHIM/ AFP
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Trauer um die Gefallenen

Beim Absturz eines Hubschraubers kommen 31 US-Soldaten ums Leben. Eine Woche darauf, am 2. Februar 2005, feiern deren Kameraden im Camp Korean Village nahe Rutbah einen Gedenkgottesdienst. Stiefel, Waffe und Helm der Toten sind in einer Reihe aufgestellt.

Foto: ERIK DE CASTRO/ REUTERS
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Gesichtslose Angreifer

Bewaffnete Aufständische haben sich am 28. Dezember 2006 in Bakuba in Stellung gebracht. In den Irak-Protokollen sind an diesem Tag 15 Zwischenfälle in Bakuba verzeichnet. Unter anderem entdecken US-Einheiten am Straßenrand einen vergrabenen Sprengsatz.

Foto: AP
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Unsichtbare Gefahr

Dieses Bild, veröffentlicht von der US-Armee, zeigt Soldaten im Einsatz in Bakuba am 14. März 2007. Den Angaben zufolge benutzen die Einsatzkräfte Nebelgranaten, um sich den Aufständischen im Schutz des Qualms besser nähern zu können. Um welchen Einsatz es sich handelt, ist nicht genau erkennbar. In den offiziellen Dokumenten sind etliche Zwischenfälle vermerkt, darunter auch Angriffe mit Toten und Verletzten.

Foto: SGT.STACY L. PEARSALL/ AFP
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Selbstgebaute Abschussrampen

Die Aufnahme, herausgegeben von der US-Armee, zeigt angeblich einen Aufständischen, der am 5. August 2007 mehrere Raketen in Richtung der Einsatzbasis "Hammer" abschießt, die 30 Kilometer östlich von Bagdad liegt. Von dieser Abschussrampe gehen laut US-Protokollen mehrere Angriffe auf US-Basen aus. Am 6. August entdeckt eine Patrouille die Abschussvorrichtungen und stellt laut Bericht fest, dass ein Kabel zur Stromversorgung der Anlage aus iranischer Produktion stammt.

Foto: U.S.ARMY/ AP
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Familien in Sorge

In einem Krankenhaus in der schwer gesicherten Grünen Zone in Bagdad liegt am 21. August 2007 ein verletzter Soldat. Er hat seine Frau daheim direkt aus der Notaufnahme angerufen, um ihr zu erklären, was ihm passiert ist - aus den Bildangaben geht das allerdings nicht hervor.

Foto: DAMIR SAGOLJ/ REUTERS
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Eindringlinge auf buntem Teppich

Auf der Suche nach Waffendepots und Aufständischen durchkämmt eine US-Patrouille am 15. Dezember 2007 ein Haus in der Nähe von Bakuba. In den militärischen Unterlagen sind keine Details zu dem Einsatz zu finden.

Foto: BOB STRONG/ REUTERS
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Volle Deckung auf dem Dach

Ein irakischer Soldat geht am 13. Mai 2008 auf einem Hausdach in der Schiiten-Vorstadt Sadr-City in Bagdad in Deckung. Das Haus unter ihm beherbergt eine Einsatzbasis für Patrouillen. Ob hinter ihm Rauchwolken zu sehen sind, ob gerade ein Gefecht tobt, ist unklar. Details gehen nicht aus der Bildbeschreibung hervor, einem konkreten Ereignis ist das Bild ebenfalls nicht zuzuordnen.

Foto: Petr David Josek/ AP
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Leuchtstrahl im Dämmerlicht

Am 27. April 2008 wird Bagdad von einem heftigen Sandsturm heimgesucht, die Sicht ist stark eingeschränkt, Helikopter und Drohnen müssen am Boden bleiben, der Staub macht den Einsatz der Sicherheitskräfte beinahe unmöglich. Auf diesem Bild ist ein irakischer Soldat zu sehen, der ankommenden Fahrzeugen mit einer Taschenlampe Zeichen gibt. Aufständische nutzen das Unwetter zu einem Angriff mit Mörsergranaten. In den Irak-Protokollen ist von einem Angriff die Rede, bei dem zwei Zivilisten sterben und drei weitere verletzt werden.

Foto: KHALID MOHAMMED/ AP
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US-Einheit unter Beschuss

Die Einheit dieses US-Soldaten ist am 8. November 2007 in Mossul im Nordwesten des Iraks unter Beschuss. Den Bildangaben zufolge sind die Einsatzkräfte gerade auf der Suche nach Bombenlegern, als Aufständische das Feuer eröffnen. Verletzt wird dabei aber offenbar niemand.

Foto: MAYA ALLERUZZO/ AP
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Bewacher hinter Stacheldraht

Ein mit Stacheldraht geschützter Korridor zieht sich durch das Gefangenenlager Camp Bucca, in dem nach US-Angaben am 19. Mai 2008 19.070 Häftlinge untergebracht sind. In der Anlage an der Grenze zu Kuwait sollen sich die gefährlichsten Gefangenen befinden, derer die US-Armee während ihrer Einsätze habhaft geworden ist. Es gibt insgesamt 33 abgetrennte Bereiche - nicht nur der Stacheldraht hindert die Insassen an der Flucht, sondern auch die schwerbewaffneten Bewacher.

Foto: DAVID FURST/ AFP
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Sprengkörper in Nahaufnahme

Ein Fotograf der US-Armee nimmt am 16. Juli Munitionsbestände auf, die Soldaten im Bezirk Dora in Bagdad entdeckt und sichergestellt haben. Von welchem Einsatz das Material stammt, ist aus der Bildbeschreibung nicht zu erkennen. In den Dokumenten sind etliche solcher Einsätze an diesem Tag vermerkt.

Foto: THAIER AL-SUDANI/ REUTERS
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Lehrstunde für Bombenentschärfer

Gesichert mit einem Schutzanzug macht sich ein irakischer Soldat am 18. November 2008 daran, eine Bombenattrappe in einem Übungszentrum der US-Armee zu entschärfen. Die Ausbildung der irakischen Kollegen ist ein wichtiger Bestandteil der Arbeit in der US-Basis in Besmeya, 90 Kilometer südöstlich von Bagdad.

Foto: THAIER AL-SUDANI/ REUTERS
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Ein blutiger Tag in Bagdad

Der 8. Dezember 2009 ist ein blutiger Tag in Bagdad. Mindestens 112 Menschen kommen laut Angaben des Reuters-Fotografen bei mehreren Anschlägen ums Leben. Auf diesem Bild ist ein US-Soldat zu sehen, der an einem verbrannten Bus im Norden der Hauptstadt vorbeigeht. In den Protokollen der US-Armee sind vier schwere Attentate zu finden. Bei einem Angriff um 10 Uhr stirbt ein Iraker, zwei werden verletzt. Um 10.31 Uhr sind es 20 tote Zivilisten, 80 verletzte. Eine Minute später sterben 21 weitere, zehn ziehen sich Verletzungen zu. Um 10.40 Uhr schlagen Attentäter ein weiteres Mal zu: Acht tote Zivilisten, elf verletzte Zivilisten, ein unbekannter Angreifer ebenfalls tot.

Foto: THAIER AL-SUDANI/ REUTERS
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