Verein der Konzernbosse Bayern Münchens Aufsichtsrat

Die Steueraffäre um Uli Hoeneß beschäftigt auch einige Promis der Deutschland AG - in ihrer Eigenschaft als Aufsichtsräte des FC Bayern München. Die Mitglieder des Kontrollgremiums im Überblick.
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Uli Hoeneß ist der gestrauchelte Star der deutschen Elite. Nicht nur Spitzenpolitiker versuchen sich von dem Wurstfabrikanten und Präsidenten des FC Bayern München nach dessen Selbstanzeige wegen Steuerbetrugs zu distanzieren, auch die Chefs führender Konzerne meiden nun seine Nähe. Etliche von ihnen sitzen mit Hoeneß gemeinsam im Aufsichtsrat des Vereins ...

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Herbert Hainer hat dort als Chef des Sportartikelherstellers Adidas fast schon einen natürlichen Platz. Laut Medienberichten stand die traditionelle Partnerschaft des Dax-Konzerns mit dem Rekordmeister im Ursprung der Affäre. Hainers Vorgänger Robert Louis-Dreyfus soll Hoeneß im Jahr 2000 in bar und als Kredit 20 Millionen Mark auf einem Schweizer Konto gegeben haben. Pikant ist das auch, weil Hoeneß später erklärte, Adidas als Ausrüster trotz günstigerer Konkurrenzangebote ausgewählt zu haben.

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Auch Rupert Stadler vertritt einen Sponsor: Die von ihm geführte Audi AG ist dem Sportverein seit 2002 verbunden. Ebenso wie Hainer ist auch Stadler Stellvertreter von Hoeneß als Aufsichtsratschef. Der bayerische Autohersteller ist inzwischen sogar für eine neunstellige Summe mit 9 Prozent an Bayern München beteiligt - ebenso wie Adidas.

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Ähnlich lukrativ ist der Vertrag mit Hauptsponsor Deutsche Telekom, auf dessen Seiten sogar der offizielle Internetauftritt des FC gastiert. Den Staatskonzern vertritt Timotheus Höttges im Bayern-Aufsichtsrat, bisher Finanzvorstand und ab 2014 designierter Nachfolger von Konzernchef René Obermann.

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Zu den wenigen Nicht-Konzernchefs in dem Gremium zählt Karl Hopfner (im Bild links neben Uli Hoeneß), der gerade aus dem Amt geschiedene Finanzchef und Vizepräsident des Vereins. Der 1983 als Geschäftsführer angetretene Manager gilt als der Macher des wirtschaftlichen Erfolgs der Bayern. Sein Nachfolger Jan Dreesen kommt von der BayernLB.

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Auch Helmut Markwort ist fast schon ein Außenseiter unter all den Konzerngranden. Immerhin gehört der langjährige Chefredakteur und heutige Herausgeber des Magazins "Focus" dem Vorstand des Burda-Verlags an. Die Verbindung hielt das Münchner Blatt, das oft freundlich über Hoeneß berichtet, nicht von Enthüllungen in der Steueraffäre ab.

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Dieter Rampl ist vom ehemaligen Chef der HypoVereinsbank zum Verwaltungsratspräsidenten der Mailänder Konzernmutter Unicredit aufgestiegen. Dieses Amt hat er inzwischen an Ex-Schering-Chef Giuseppe Vita abgegeben. Nach wie vor zählt der Österreicher aber auch zur Münchner Geldelite und hat daher seinen Platz im Aufsichtsrat des FC Bayern.

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Auch Edmund Stoiber gehört dem Aufsichtsrat des FC Bayern an. Der ehemalige Ministerpräsident des Freistaats ist heute Leiter einer EU-Arbeitsgruppe zum Bürokratieabbau und Ehrenvorsitzender der bayerischen Regierungspartei CSU. Sein Nachfolger Horst Seehofer sorgte mit der Bemerkung für Aufsehen, schon seit Monaten von Hoeneß' Selbstanzeige zu wissen.

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Selbst der Chef des derzeit erfolgreichsten deutschen Konzerns, der Volkswagen AG, sowie der Porsche Automobil Holding findet neben weiteren Mandaten noch Zeit für den Bayern-Aufsichtsrat. Martin Winterkorn ist dem Land als früherer Audi-Chef verbunden, sportlich ist seine Liebe aber geteilt. Winterkorn engagierte sich auch für Bayerns Ligakonkurrenten VfL Wolfsburg, der direkt dem Konzern gehört und 2009 erstmals Deutscher Meister wurde.

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