Vietnams Völker Beten mit Elefant

Ob Musik, Riten oder Sprachen - nach und nach verschwindet die Kultur vieler Ethnien in Asien. Der Franzose Réhahn lebt seit Jahren in Vietnam und versucht mit poetischen Fotos, das Erbe der Volksgruppen lebendig zu halten.
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"Beste Freunde" - so hat der französische Fotograf Réhahn das Bild, das ihm im Hochland von Vietnam glückte, genannt. Das sechsjährige Mädchen gehört zum Volk der Mânong. In ihrer Kultur werden Elefanten als Symbol von Reinheit und Wohlstand angesehen und gelten als Mitglieder der Dorfgemeinschaft. Heute geht die Sprache der Mânong und ihr kulturelles Erbe langsam verloren, die Zahl der Elefanten in der Region Dak Lak sinkt.

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Foto: Réhahn
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Frauen der Co-Tu-Ethnie: Der 39-jährige Réhahn stammt aus der Normandie, lebt aber seit 2011 in Hoi An an der vietnamesischen Zentralküste. Der Fotograf ist auf seinen Recherchereisen den meisten der 54 ethnischen Gruppen des Landes begegnet. Ihre Kultur und Geschichte will er nicht nur dokumentieren, sondern auch der jüngeren Generation vermitteln.

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Bei den Brâu: Réhahn reiste zwei Tage lang in das Dorf des Volkes. Die Frauen tragen schwere Schmuckstücke, die ihre Ohrläppchen vergrößern. Die jungen Vietnamesen verlassen oft ihre Dörfer, um in den Städten Geld zu verdienen. Hinter sich lassen sie die Kultur ihrer Ethnie.

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Die Siebenjährige ist in ihrem Dorf als das "Mädchen mit den Katzenaugen" bekannt. Ihre leuchtend blauen Augen sind eine Besonderheit in der Cham-Gemeinschaft. "Zuerst war die Familie nicht begeistert, dass ich fotografierte", sagt Réhahn. "Doch als ich die Kamera weglegte und wir uns kennenlernten, haben wir uns angefreundet. Heute besuchen wir uns regelmäßig gegenseitig."

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Die Ethnie der Dao hat neun lokale Untergruppen - jede mit ihrer eigenen traditionellen Kleidung. Viele Regionen in Süd- und Zentralvietnam sind für Ausländer nicht zugänglich. Réhahn hat zum Teil Jahre gebraucht, um die Genehmigungen zu bekommen.

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Hoang Su Phi: Der Distrikt liegt im Nordosten Vietnams und ist bekannt für die Reisfeldterrassen, die zum nationalen Erbe erklärt wurden. Die reiche Kultur der Völker in Asien ist bedroht, traditionelle Kostüme, Dialekte, Riten und altes Wissen verschwindet langsam.

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Mai Chau: 160 Kilometer entfernt von Ha Noi liegt der Distrikt, der von Touristen oft besucht wird. Hier leben die Ban Lac, die von den Thai abstammen.

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La-Hu-Frau: Der Name des Volkes bedeutet "so stark wie ein Tiger", seine Angehörigen sind als Tigerjäger bekannt. Réhahn musste einen Übersetzer bei seinen Recherchen engagieren, da die La Hu kein Vietnamesisch sprechen.

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Cham-Frau in Ninh Thuân: Das Reisbauernvolk lebt im Süden Vietnams, aber auch in Kambodscha. Laos und Thailand. Sie sind die Nachfahren der Bevölkerung des Königreiches Champa und haben eine eigene Sprache.

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Nebel in den Bergen: Sapa auf 1600 Meter Höhe ist das bekannteste der Bergdörfer im Nordosten und bei Touristen ein beliebtes Ziel. Die Hmong und die Dai, die dort leben, führen Besucher durch die Reisterrassen zu ihren Dörfern.

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Hmong-Frau: Mehr als eine Million Angehörige der Volksgruppe leben in Vietnam. Réhahn reiste 2007 zum ersten Mal durch Vietnam mit einer französischen NGO.

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Pause für die Frisur: Der Fotograf hat das Projekt Giving Back ins Leben gerufen. Damit versucht er Familien und Dorfgemeinschaften zu unterstützen - mal mit Fahrrädern oder Kühen, mal mit Booten oder Gesundheitsversorgung.

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A Dip war 76 Jahre alt, als Réhahn ihm begegnete, er gehört zu den To Dra. Er ist der einzige Künstler in seinem Dorf, der die traditionellen Bambuskörbe herstellt, und der Letzte, der die traditionellen Instrumente spielen kann.

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Réhahn hat 2017 die Kunstgalerie Precious Heritage in Hoi An eröffnet. Dort zeigt er mehr als Hundert Fotografien und 52 Kostüme. Für die Ausstellung spendeten manche Dörfer ihre letzten verbliebenen traditionellen Kostüme.

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