Vorratsdaten Wer, wann, mit wem, wie lange

Vorratsdaten, Mindestdaten, Metadaten: Was ist schon dabei, wenn Behörden wissen, mit wem wir telefonieren, chatten, mailen? Der analytische Blick auf unsere Kommunikation und unsere Netzwerke verrät mehr, als wir ahnen.
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Beziehungsgeflecht aus Verbindungsdaten: So sieht ein Postfach von Google Mail aus, wenn man es von dem Programm immersion  auswerten lässt. Die Namen der Kontakte wurden bei diesem Beispiel aus Datenschutzgründen ausgeblendet.

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E-Mail-Kontakt: Mit dieser Person wurden viele E-Mails ausgetauscht - Immersion zeigt an, mit welchen anderen Kontakten sie in Verbindung steht. Hat man Zugriff auf alle Metadaten einer Bevölkerungsgruppe, lässt sich diese Art Auswertung nahezu beliebig fortschreiben.

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Statistik mit Immersion: Das Tool dreier MIT-Forscher zeigt auch an, in welchem Zeitraum man mit einer Person Mails ausgetauscht hat.

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Kontakte-Netzwerk aus E-Mails: Immersion sortiert die Kontakte automatisch in Gruppen ein. So lässt sich auch sehen, welche Kontakte in einer Gruppe besonders wichtig für die analysierte Person sind.

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Verbindungsdaten eines Handy-Gesprächs: Der Jurist Michael Biendl hat analysiert , welche Daten bei welcher Firma anfallen.

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Datensatz mit Handy-Verbindungsdaten: Diese Informationen müssten laut EU-Richtlinie mindestens sechs Monate gespeichert werden. Die beiden Felder mit der Beschriftung "Cell-ID" geben die Position des Nutzers an - die Funkzelle, in der sie sich zum Zeitpunkt des Gesprächs aufgehalten haben. Die IMEI ist die einzigartige Gerätenummer des jeweiligen Handys, die IMSI die sogenannte Teilnehmerkennung des Mobilfunk-Vertragsinhabers.

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Visualisierung von Vorratsdaten: Zeit Online zeigt , wie ein Mobiltelefon zur Ortungswanze wird und sich die Bewegungen einer Person detailliert nachverfolgen lassen.

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Ortsdaten eines Apple-Nutzers: Telefone der Firma haben den Kontakt mit W-Lan-Netzen zeitweise unverschlüsselt gespeichert. Mit diesen Daten lässt sich sehen, wo das Telefon schon überall unterwegs war.

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Verbindungsdaten beim Versand einer E-Mail: Was hier unter Kundendatenbank steht, kann in Deutschland von Behörden im Rahmen der sogenannten Bestandsdatenauskunft abgefragt werden.

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Verschiedene Datentypen: Eigentlich sollen bei der Vorratsdatenspeicherung nur Verbindungsdaten anfallen. Bei Internet- und E-Mail-Daten lassen sich unter Umständen Rückschlüsse auf den Inhalt der Kommunikation treffen. Etwa über aufgerufene Websites, oder weil eine Mail an die Informationsadresse eines Fachforums über - beispielsweise - psychische Krankheiten geschickt wurde.

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