Wahlprogramme Wortwolken und Wichtigtuer

Was wollen die Parteien eigentlich? Sprachforscher haben versucht, die Wahlprogramme der Parteien zu verstehen. Gar nicht so einfach - denn Parteien lieben Schachtelsätze. Am besten fasst noch die Linke ihre Anliegen zusammen. Sie formuliert fast so flüssig wie die "Bild"-Zeitung.
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Sprachforscher der Universität Hohenheim und des Communication Lab in Ulm haben die Wahlprogramme der Parteien auf ihre Verständlichkeit getestet. CDU/CSU und FDP texten kaum weniger kompliziert als Politikwissenschaftler in ihrer Doktorarbeit. SPD und Linke formulieren fast so flott wie die "Bild"-Zeitung.

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Auch ein Grad der Lesbarkeit: Wie viele Worte brauchen die Parteien, um ihre Botschaft zu erzählen? Am kürzesten fassen sich Die Linke und die Liberalen, Grüne und Union liegen im Mittelfeld, am wortreichsten argumentiert die SPD.

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Was sind die zentralen Begriffe des Wahlprogramms? Die Sprachforscher aus Hohenheim und Ulm setzten die Begriffe zu Wortwolken zusammen. Bei der Union stechen "Deutschland" und "CDU" heraus, außerdem "Freiheit", "Bürger", "Menschen". Ein ganz anderes Bild ...

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... bei der SPD: Im Wahlprogramm stehen die Begriffe "Menschen", "Bildung", "mehr" ungefähr auf einer Stufe mit den Verben "brauchen" und "müssen".

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Die Grünen wollen es vor allem "neu" - und zwar einen "Gesellschaftsvertrag", "Arbeit" und "Freiheit". Die deutlichste Botschaft von allen präsentiert die ...

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... FDP, die "mehr" verlangt. Was genau, folgt im kleiner Gedruckten, etwa "Freiheit", "Vertrauen", "Eigenverantwortung" - und "Netto".

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Auch bei der Linkspartei kein Zweifel über das zentrale Anliegen - es ist die Partei selbst, die "Linke". Wichtig sind auch die "Zukunft", "Bürgerinnen" und die "Krise".

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