Weichteile und Nahrungsreste Reise in den Mikrokosmos der Urzeit

Bislang kennen wir Urzeittiere nur als Versteinerungen. Doch jetzt zeigen Vergrößerungen die Weichteile von Ammoniten. Sogar Reste ihrer letzten Mahlzeit vor 70 Millionen Jahren sind erkennbar. Forscher meinen das Aussterben der berühmten Tiere nun erklären zu können.
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Versteinerter Ammonit: Die Tiere schwammen mehr als 350 Millionen Jahre in den Ozeanen. Ihre meist spiralig aufgerollten Außenschalen erreichten bis zu 1,80 Meter Durchmesser.

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Fresswerkzeuge eines Ammoniten: Die Röntgen-Synchroton-Mikrotomographie macht kleinste Strukturen sichtbar - die Raspelzunge eines Ammoniten, seine sogenannte Radula.

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Baculit: Diese Ammonitenart konnten Forscher nun rekonstruieren. Nie zuvor gab es eine so exakte Rekonstruktion eines Ammoniten.

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Fossil: Ein Bruchstück eines Baculiten liegt bereit zur Untersuchung.

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3D-Ansicht: Beißwerkzeug (Radula) eines Ammoniten in bislang unerreichter Vergrößerung.

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Raspelzunge: Das Laserlicht zeigt die Lage der Raspelzunge an einer Ammonitversteinerung.

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Unerreichte Vergrößerung: In der Mundöffnung eines Fossils entdeckten die Forscher sogar noch die zerkauten Reste der letzten Mahlzeit: drei kleine Krebse und eine winzige Schnecke aus dem urzeitlichen Plankton. Der Fund beweist also: Diese Ammoniten haben Plankton gefressen.

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Tonnenschweres Relikt aus der Urzeit: Ammonitenversteinerung aus dem Münsterland

Foto: A9999 Landschaftsverband/ dpa
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Fragment eines Ammoniten: Bisher wusste man nur, dass die urzeitlichen Meeresbewohner eine äußere Schale hatten, die in Kammern unterteilt war. Im letzten und größten Abschnitt, der sogenannten Wohnkammer, lebte das Weichtier, die anderen Kammern waren mit Luft gefüllte Auftriebskörper. Die Tentakel und der Kopf mit der Mundöffnung ragten aus der Wohnkammer heraus. Der Mundapparat eines Ammoniten bestand aus Ober- und Unterkiefern und einer Raspelzunge, der Radula.

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Radula: "Zum ersten Mal konnten wir diese filigranen und außergewöhnlich gut erhaltenen Strukturen beobachten."

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Fossilienanalyse: Forscher sind voll des Lobes für die Technologie, die die neuen Einblicke möglich gemacht hat: "Die Röntgen-Synchroton-Mikrotomographie ist die beste Technik für die zerstörungsfreie Untersuchung der inneren Strukturen von Fossilien."

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Ammonit-Fossil (Mai 2010): Der Auktionspreis für dieses große, schöne Exemplar betrug 20.000 bis 23.000 US-Dollar.

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