Weihnachtsbücher 2018 Welche Lesefreude!

Worüber jubeln Kinder und Jugendliche unterm Weihnachtsbaum? Da gibt es die großen und die teuren Wünsche - und doch macht ein schönes Buch verlässliche Freude. Finden Sie hier unsere Geschenktipps.
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Kopfschmuck

So simpel, so gut: Ein Entdeckerbuch für die ganz Kleinen, in dem neben klassischen Exemplaren wie dem Skater- und Fahrradhelm, auch der Helm des Bergmanns oder das exotische Modell der Imkerfrau vorkommen und an historische Vorgänger erinnert wird.
Die Helme-Sammlung ergibt eine überraschende Themenmischung, die viel Gesprächsstoff bietet.

Anzeige Judith Drews: "Helme".
Beltz & Gelberg Verlag, 28 Seiten, 6,95 Euro. Ab 1 Jahr.
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Keine Angst vor gar nix

Dieses Buch wurde in einem klinischen Test, im Volksmund Vorlesen genannt, an einem Kind mit Spinnenangst ausprobiert und für gut befunden. In der Studie konnte man beobachten, dass das Testkind tatsächlich von jeglicher Spinnen-Angst befreit wurde.
Lustige Bilder und überzeugende Texte hatten die gewünschte Wirkung auf sie, leider nicht ganz ohne Nebenwirkungen: Bei der Lektüre kam es zu Lachanfällen. Spinnen kamen bei dem Versuch nicht zu Schaden.

Anzeige Nina Dulleck: "Spinnen-Alarm".
Das große (Spinnen-) Angst-weg-Buch.
Oetinger Verlag, 32 Seiten, 13 Euro. Ab 3 Jahren.
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Schöner Quatsch

Jetzt reicht es aber! Die Räuber Karl und Knäcke gammeln immer nur zu Hause rum, statt ordentlich rumzuräubern. Eines Tages sehen die Taugenichtse endlich ein, dass es mit dem Rumlungern nicht ewig so weitergehen kann, und ziehen los zu ihrem ersten Bruch. Doch viel mehr als Geld und Gold interessieren sie sich in den fremden Räumen für andere Dinge, die sie dort entdecken. Zum Beispiel Instrumente oder Sportgeräte - und sogar ein Kind.
So kehren die Jungs Nacht für Nacht ohne Beute heim - bis sie erkennen, was ihre wahre Berufung ist. Schön lustig-doofe Geschichte mit wilden Illustrationen.

Anzeige Kirsten Reinhardt und Marie Geißler: "Karl und Knäcke lernen räubern".
Carlsen Verlag, 40 Seiten, 12 Euro. Ab 4 Jahren.
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Für jeden etwas

Los, jetzt geht's in den Wald oder Park, um Weihnachtsgeschenke, äh, Stöcke zu sammeln. Lasst uns (und die Kinder) nicht vergessen, wie schön es im Grünen ist und was man alles aus Holz, Rinde oder Tannenzapfen basteln kann.
Von einfach bis schwer: ein Ast, der mit etwas Farbe wie eine Schlange aussieht oder ein Domino-Spiel, für das man die Säge benutzen darf. Dieses Bastelbuch steckt voller unkomplizierter Ideen, die Anleitungen sind anschaulich und erfolgsversprechend.

Anzeige Sabine Lohf: "Die große Holzwerkstatt".
150 kreative Ideen.
Gerstenberg Verlag, 160 Seiten, 20 Euro. Ab 5 Jahren.
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The Weihnachtsgeschichte

Endlich erfährt die Welt, wie es damals eigentlich den Schafen erging. Damals, vor bummelig 2000 Jahren. Da war nämlich ganz schön was los auf der Weide, als die Herde mitten in der Nacht von einem hellen Stern geweckt wurde und entdeckte, dass die Hirten weg waren.
Als die Rasselbande dann erfährt, dass ein Baby mit lockigem Haar - juchu, ein Mädchen! - geboren wurde, sind sie völlig aus dem Häuschen und machen sich auch auf den Weg, um es zu besuchen. Eine lustige Geschichte mit viel Situationskomik, die dennoch ein kleines bisschen die Andacht der Weihnachtszeit spüren lässt.
Als Buch liest sich die Geschichte wunderbar, doch zum Glück hat sich der Autor Ulrich Hub auch selber vor das Mikrofon gesetzt und losgelesen. Jedem Schaf gibt er eine eigene Stimme - wunderbar! Mein Favorit: das lispelnde Schaf mit der Zahnspange. Ein Hörbuch mit Mehrwert.

Anzeige Ulrich Hub und Jörg Mühle: "Das letzte Schaf".
Carlsen Verlag, 80 Seiten, 13 Euro. Ab 8 Jahren.
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Ooooh! Aaaaah!

Milchstraße, Galaxie, Sonnensystem - alles schon mal gehört. Wo genau sind wir eigentlich und was ist der Urknall? Mit diesem Buch haben ein Illustrator und ein Astrophysiker versucht, den Besuch eines Planetariums in ein Buch zu packen. Seite für Seite eröffnet sich dabei ein neuer Aspekt des Universums und man entfernt sich immer weiter von der Erde.
Beeindruckend sind die großformatigen, dunklen Illustrationen, die von verständlichen Erläuterungen begleitet werden. Man kommt beim Lesen wirklich ins Staunen und Philosophieren über die Dimensionen des Weltalls. Ein festliches Buch in Übergröße, perfekt unterm Tannenbaum.

Anzeige Raman K. Prinja und Chris Wormell: "Das Planetarium".
Eintritt frei!
Übersetzt von Ute Löwenberg.
Prestel Verlag, 112 Seiten, 25 Euro. Ab 8 Jahren.
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Ein Wunsch ist frei

Eine Farm auf Vancouver Island in Kanada, im Hintergrund rumort der Zweite Weltkrieg. Hier lebt die zwölfjährige Franny mit ihren Pflegeeltern auf einem riesigen Anwesen. Als drei Nachbarskinder bei ihnen einziehen, haben diese auch allerhand Probleme im Gepäck und mit dem beschaulichen Leben der Familie ist erst mal vorbei.
Die schlaue Franny erzählt humorvoll und klug (manchmal etwas altklug) vom Leben auf dem Land, von eigenwilligen Kindern und schrulligen Erwachsenen und dass es für alles eine Lösung gibt - selbst wenn man dafür ein bisschen zaubern muss. Ein richtig schöner Winter-Schmöker voller Magie und überraschender Wendungen.

Anzeige Polly Horvath und Bernadette Ott: "Der Nachtgarten".
Übersetzt von Bernadette Ott.
Aladin Verlag, 336 Seiten, 14,95 Euro. Ab 10 Jahren.
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Gegen das Vergessen

Als die Wehrmacht sich im Sommer 1941 Leningrad nähert, werden die Zwillinge Nadja und Viktor zusammen mit Tausenden anderer Kinder evakuiert. Am Bahnhof müssen sie zu ihrem Entsetzen verschiedene Züge besteigen und können sich gerade noch versprechen, für den anderen Tagebuch zu schreiben. Dann beginnt für beide eine dramatische Odyssee, die erst im Winter enden soll. Ein spannendes Buch, das trotz aller Schrecken einen optimistischen Grundton hat.
Auffallend ist die Gestaltung: Die Tagebücher der Kinder sind als Faksimile abgedruckt und mit Kommentaren eines sowjetischen Funktionärs versehen, dem die Bücher einige Jahre später in die Hände fallen. So bekommt die Geschichte noch eine zusätzliche historische Dimension und wird zu einem anspruchsvollen Buch, das auch für ältere Jugendliche interessant ist.

Anzeige Davide Morosinotto: "Verloren in Eis und Schnee".
Die unglaubliche Geschichte der Geschwister Danilow.
Übersetzt von Cornelia Panzacchi. Thienemann Verlag, 440 Seiten, 18 Euro. Ab 12 Jahren.
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Vertrau mir

Vincent hatte einmal ein geborgenes Leben mit netten Eltern, Klavierunterricht und Doppelhaushälfte. Doch das ist vorbei, seit seine Mutter nach dem Unfalltod des Vaters in eine Depression verschwunden ist, und er die Reste des Familienlebens alleine zusammenhalten muss. Als der 16-Jährige in großer Not zum Grab seines Vaters geht, trifft er Jane, die gleichzeitig hilflos und stark ist. Und die es schafft, dass er sich nicht völlig aufgibt und seine Lebensfreude wiederentdeckt. Wer sie wirklich ist, ahnt auch der Leser erst mit der Zeit.
Schwindt gelingt es, unterhaltsam und in gutem Tempo zu erzählen, interessante Figuren auftreten zu lassen und Vincent als verletzbaren jungen Mann darzustellen. Nur manchmal ist die Sprache etwas bemüht jugendlich. Egal: Vincent ist ein guter Typ, den man gerne ein Stück begleitet.

Anzeige Peter Schwindt: "Borderland".
Fischer Sauerländer Verlag, 272 Seiten, 16 Euro. Ab 14 Jahren
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