Tierqual bei Wiesenhof-Zulieferer Mit der Mistgabel gegen Enten

Arbeiter, die lebende Enten mit der Mistgabel erschlagen, Rückenlieger, blutig verletzte Tiere: Aktuelle, heimliche Aufnahmen einer Tierschutzorganisation legen Gesetzesverstöße in einem großen Zulieferbetrieb des Wiesenhof-Konzerns in Brandenburg nahe.
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Diese Szene ereignete sich Anfang Dezember. Sie stammt aus Aufnahmen der Tierrechtsorganisation Animal Equality mit versteckter Kamera in einem Entenstall eines Zulieferbetriebs des Wiesenhof-Konzerns in Brandenburg. Ein Arbeiter schlägt mit einer Mistgabel auf eine Ente ein, offenbar in der Absicht, sie zu töten - nach Einschätzung mehrerer Tierärzte ein klarer Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Foto: Animal Equality
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Aufnahme eines Stalls desselben Betriebs während der Nacht: Die Aktivisten fanden weitere Hinweise auf Verstöße gegen Vorschriften.

Foto: Timo Stammberger / Animal Equality
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So hätten etwa mehrere Enten große blutige Verletzungen aufgewiesen - für die Aktivisten von Animal Equality ein Zeichen für zumindest zu seltene tierärztliche Versorgung. Sie haben Strafanzeige gegen den Zulieferbetrieb des Wiesenhof-Konzerns gestellt - und gegen die Veterinäre des zuständigen Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamts.

Foto: Timo Stammberger / Animal Equality
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Zudem konnten zahlreiche Enten nicht mehr aus eigener Kraft auf die Beine kommen, nachdem sie auf den Rücken gefallen waren. Für den ehemaligen Leiter des Tierschutzausschusses der Bundestierärztekammer, Karl Fikuart, ist das das Ergebnis einer "extremen Zucht auf Brustmuskelfleischansatz" - und daher im weit überwiegenden Teil der modernen Geflügelmast Alltag.

Foto: Timo Stammberger / Animal Equality
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In der Branche nennt man die umgefallenen Tieren "Rückenlieger". Für Tierärzte wie Karl Fikuart und Aktivisten sind sie Ergebnis einer sogenannten Qualzucht.

Foto: Timo Stammberger / Animal Equality
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Entenküken in Brandenburger Zulieferbetrieb des Wiesenhof-Konzerns: Die Art der Haltung hält Experte Fikuart grundsätzlich für einen Verstoß gegen geltendes Recht. So habe sich die Bundesrepublik zum Beispiel verpflichtet, Enten als Wassertieren in weit größerem Umfang Zugang zu Wasser zu ermöglichen als das in den allermeisten Entenställen Deutschlands derzeit der Fall ist - oftmals geduldet von den zuständigen Kontrollbehörden.

Foto: Timo Stammberger / Animal Equality
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