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Statistik vs. "Minderleister" Yahoo führt Forced Rankings ein, Microsoft schafft sie ab

Gerade hat Yahoo die unangenehmste Form von Mitarbeiter-Bewertung eingeführt - da schafft Rivale Microsoft sie ab: Schluss mit ungerechter Notenvergabe als Steilvorlage für Entlassungen. Großzügige Boni soll es weiter geben, aber keine Quoten für vermeintliche Minderleister.
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Microsoft macht sich locker: Microsoft schafft seine strengen Mitarbeiterbewertungen ab, die so angelegt waren, dass es immer Verlierer geben muss - und zwar ausgerechnet jetzt, wo diese Bewertungen bei Yahoo scharf kritisiert werden. Mehr...

Foto: Stephen Brashear/ Getty Images
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Microsoft-Personalchefin Lisa Brummel: Während die Tech-Industrie die Veränderungen bei Yahoo diskutiert, schreibt Brummel eine E-Mail an alle Mitarbeiter von Microsoft: In Zukunft will der Konzern auf Forced Rankings verzichten und auf eine kollegialere Form der Personalbewertung setzen.

Foto: Microsoft
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Netze der Techies: Der Pariser Zeichner Emmanuel Cornet  veranschaulicht die Organisationsformen der großen IT-Konzerne. Während etwa Facebook eine klassische Netzwerkstruktur aufweist, ist Apple sehr zentralistisch organisiert; bei Oracle sind demnach die Justizabteilungen, die alte Patente auswerten, wichtiger als die technischen Abteilungen, die neue Patente entwickeln sollen. Bemerkenswert Microsoft: Der Konzern war tatsächlich lange bekannt dafür, oft identische Aufgaben von zwei konkurrierenden Teams bearbeiten zu lassen. Werden die neuen Mitarbeiterbewertungen diese krasse Wettbewerbskultur verändern?

Foto: Manu Cornet
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Yahoo-Chefin Marissa Mayer: Die Vorstandsvorsitzende des Internetkonzerns setzt auf ein umstrittenes System zur Leistungsbeurteilung - Führungskräfte sollen ihre Mitarbeiter vierteljährlich bewerten und so auch "Minderleister" identifizieren. Im Unternehmen sorgt das System für Verdruss und Streit. Mehr...

Foto: AP/dpa
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Yahoo-Zentrale in Sunnyvale (USA): Die Manager sollen die Angestellten in fünf Kategorien einteilen, von "Greatly Exceeds" bis "Misses". Wer unter "Ausfälle" einsortiert wird, muss um seinen Job bangen.

Foto: Paul Sakuma/ AP
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Vorsicht, Chefin biegt um die Ecke: Im Prinzip ist es ganz einfach - wer im Job partout keine Leistung bringt, darf rausgeschmissen werden. Aber der Arbeitgeber muss im Zweifel vor Gericht nachweisen, dass er sich um eine Besserung der Lage gekümmert hat. Und in vielen Fällen ist das zu seinem eigenen Besten. Mehr...

Foto: Corbis
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Ablenkung von der Arbeit: Einen sogenannten Minderleister zu mehr Leistung zu animieren, ist meist ein hartes Stück Arbeit für Vorgesetzte. Ob Trainings, offene Kritik, Kontrollen oder einfach mehr Wertschätzung - was hilft, zeigt sich im Einzelfall.

Foto: Corbis
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Management-Legende: Jack Welch, CEO des Industrieriesen General Electric in den Jahren 1981 bis 2001. Welch forderte immensen Einsatz von seinen Leuten, prägte aber auch die moderne Personalentwicklung und wird bis heute kopiert.

Foto: Joe Raedle/ Getty Images
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Sterne und Zitronen: Jack Welch ortete "Sterne" und "Zitronen" unter seinen Leuten, prägte den Begriff Low Performer und brachte die Formel "20-70-10" in die Welt: Welch belohnte die besten 20 Prozent der Mitarbeiter ("High Performer" oder "Stars" genannt) mit üppigen Boni, ordnete 70 Prozent dem Mittelbau zu und sortierte am unteren Ende unbarmherzig aus.

Foto: manager magazin
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Fördern und Fordern: Jedes Jahr mussten die schwächsten zehn Prozent ("Low Performer" oder "Lemons") gehen. Welch wusste jedoch, dass ein reines Schreckensregime General Electrics geschadet hätte. Deshalb förderte er seine Leute intensiv, initiierte Trainings und Feedback. Seine Matrix zur Bewertung von Leistung und Potential der Manager (9-Block) wurde von vielen Unternehmen übernommen.

Foto: Corbis