Implantate Der teure Zahnersatz

Implantate bieten viele Vorteile. Doch fehlpositionierte Schrauben im Kiefer können Patienten finanziell und gesundheitlich ruinieren. Drei Fälle, drei Leidensgeschichten - und Tipps für eine seriöse Planung.
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Modell eines Implantats (Mitte): Einen fehlenden Zahn kann man auf verschiedene Weise ersetzen - etwa durch eine Brücke. Dafür müssen allerdings benachbarte Zähne angeschliffen werden. Bei einem Implantat ist das nicht nötig: Der Zahnarzt muss dafür ein Loch in den Kiefer bohren, in das eine Titanschraube gesetzt wird. Auf der Schraube wird dann der Zahnersatz befestigt.

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Teure Behandlung: Ein Implantat kostet pro Zahn durchaus insgesamt mehrere tausend Euro. Allein die Schraube im Kiefer schlägt mit rund 1000 Euro zu Buche. Hinzu kommen die Kosten für den darauf befestigten Zahnersatz.

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Implantat (Zeichnung): Schätzungen zufolge werden in Deutschland rund eine Million Implantate pro Jahr eingesetzt. "Man darf heute davon ausgehen, dass im ersten Jahr nach der Implantation zwei bis drei Prozent verloren gehen oder entfernt werden müssen", sagt Wilfried Wagner von der Uniklinik Mainz. Nach fünf Jahren seien es etwa fünf Prozent und nach zehn Jahren etwa zehn Prozent.

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Röntgenaufnahme korrekt gesetzter Implantate: Rund eine Million mal werden Patienten in Deutschland pro Jahr Titanschrauben in den Kiefer gesetzt. Bei diesem Patienten haben Experten kaum etwas zu beanstanden.

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Blick durch Zahnfleisch und Kiefer: Ein Implantat hat ähnliche Eigenschaften wie ein natürlicher Zahn. Doch nicht jede Behandlung führt zu so einem perfekten Ergebnis wie in den Werbebroschüren von Zahnärzten und Herstellern.

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Misslungenes Implantat: Die Position der Schrauben ist nicht korrekt. Beide Implantate mussten wieder entfernt werden. Verloren gehen jedes Jahr vermutlich mehr als 140.000, schätzt Wilfried Wagner von der Uniklinik Mainz.

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Kunstfehler: Die Schraube des Implantats oben rechts ist schon nach kurzer Tragezeit zerbrochen. Experten kritisieren, dass es immer wieder zu handwerklichen Fehlern kommt, für die Patienten teuer bezahlen müssen.

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Missratene Behandlung bei Oliver S.: Diese Röntgenaufnahme zeigt Implantate, die nicht nach den anerkannten Regeln gesetzt wurden. Patienten kommen solche Fehler teuer zu stehen.

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