Fotostrecke Zehn Brettspiel-Tipps zu Weihnachten

Knusperhäuschen, Märchenfiguren oder ein Strategiespiel für Fortgeschrittene: Bei unseren zehn Geschenkempfehlungen zu Weihnachten ist für jede Runde etwas dabei.
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Hexenhaus - Für unter den Weihnachtsbaum

Thematisch ist "Hexenhaus" das weihnachtlichste Spiel in diesem Jahrgang. Die Spieler bauen Knusperhäuschen, während Rotkäppchen, Schneewittchen und all die anderen Märchenwesen vom Duft der verbauten Lebkuchen angelockt werden. Mit den Leckereien fangen wir die Wesen auch ein und - thematisch etwas übertrieben - ketten sie an unserem Häuschen fest. So erhält man Siegpunkte. Das Spiel erscheint opportunistisch, es schreit förmlich "Kauft mich zu Weihnachten!" Das hätte durchaus schiefgehen können, doch der australische Erfolgsautor Phil Walker-Harding hat ein sehr geschmeidiges und familientaugliches Werk hingezaubert. Schnell zu lernen und mit verschiedenen Schwierigkeitsstufen: einfach ein schönes Spiel für die Festtage!

Foto: Hendrik Breuer
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Hexenhaus - Für unter den Weihnachtsbaum

Für wen?
"Hexenhaus" ist ein klassisches Weihnachts-Familienspiel, das alle ab acht Jahren spielen können. Die Frage ist eher, ob das Thema auch nach den Feiertagen noch trägt oder dann langweilig wird?

Hexenhaus von Phil Walker-Harding, Lookout Spiele,
2-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 33 Euro.
Einstieg ins Spiel: einfach.

Foto: Lookout Spiele
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Woodlands - Level up im Märchenland

Mit Rotkäppchen, Robin Hood, Artus und Dracula stehen in "Woodlands" vier Geschichten zur Auswahl, die gespielt werden können. Die Geschichten sind in Form von Figuren, Schätzen und allerhand Symbolen auf einer transparenten Folie abgedruckt, die in der Tischmitte liegt. Die Spieler versuchen auf Kommando und gleichzeitig, eigene Wegekarten so vor sich zu platzieren, dass die Helden der Geschichte gestellte Aufgaben erfüllen können - also sich durch die Landschaft bewegen können, Dinge einsammeln und bestimmte Begegnungen verhindern oder herbeiführen.
Das ist nicht so einfach, denn die Karten zeigen Wege und Wald. Die Märchenfiguren dürfen aber nur Wege beschreiten. Zudem bauen die Spieler unter Zeitdruck. Am Ende legen sie die Folie auf ihre Lösung und überprüfen, welche Aufgaben sie erreicht haben. Das ist auf jeden Fall interessant, aber gar nicht so kinderleicht, wie es sich anhört. Zu Recht ist das Spiel ab zehn Jahren empfohlen. Ältere Kinder erhalten aber Elemente, die sie von Videospielen kennen, bei denen man sich durch verschiedene Level bewegt. Der Nachteil ist dann allerdings auch, dass man nach gar nicht so vielen Runden auch mal durch ist mit dem Spiel.

Foto: Hendrik Breuer
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Woodlands - Level up im Märchenland

Für wen?
Für die ganze Familie, wenn mal etwas ausprobiert werden soll, das sich "sehr neu" anfühlt - allerdings eher mit etwas älteren Kindern.

Woodlands von Daniel Fehr, Ravensburger Spieleverlag,
2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 30 Euro.
Einstieg ins Spiel: mittel.

Foto: Ravensburger
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Axio - Nicht nur für Paare

Abstrakte Spiele - also Spiele ohne ein erkennbares Thema - kommen nie aus der Mode. Ständig werden Neuheiten auf den Markt geworfen, bei denen man Formen, Farben, Klötzchen oder Sonstiges ablegen, sammeln oder verbinden muss. Vielleicht ist diese Spielegattung ja deshalb so beliebt, weil viele Menschen einfach keine Lust darauf haben, als Rotkäppchen oder Artus durch Wälder zu streifen und stattdessen einfach nur spielen wollen? Da kommt "Axio" gerade recht: ein Spiel, bei dem Plättchen geschickt abgelegt werden müssen, um Siegpunkte für fünf Symbole zu sammeln. Spielentscheidend ist der niedrigste der fünf Werte - das ist zwar nicht neu, aber immer noch ein spannender Kniff. "Axio", ein Nachfolger des Bestsellers "Einfach genial", funktioniert auch sehr gut zu zweit.

Foto: Hendrik Breuer
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Axio - Nicht nur für Paare

Für wen?
Schachspieler? Plättchenleger? Spieler, die nach einem sehr klaren, taktischen Spiel suchen. Selbst solo macht es Spaß.

Axio von Reiner Knizia, Pegasus Spiele,
1-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 25 Euro.
Einstieg ins Spiel: leicht.

Foto: Pegasus Spiele
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Menara - Gemeinsam bauen

Geschicklichkeits- und Bau-Spiele sind nicht jedermanns Sache und werden in der Regel geliebt oder gehasst. Bei "Menara" dürfte das auch nicht anders sein, allerdings gibt es einen kleinen Kniff: Es handelt sich um ein kooperatives Spiel, bei dem alle gemeinsam an einer Tempelanlage mit vielen Säulen bauen. Tendenziell ist das schön, weil sich ungeschickte Spieler als Teil der Teams fühlen können und nicht immer verlieren. Allerdings kann es durchaus vorkommen, dass sich einzelne Spieler so blöd anstellen, dass sie in ihren Zügen immer etwas zum Einsturz bringen. Das fühlt sich für diese Spieler dann auch wieder nicht so toll an, weil sie die Aufgabe für die Gruppe immer schwerer machen bzw. die Niederlage herbeiführen.

Foto: Hendrik Breuer
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Menara - Gemeinsam bauen

Für wen?
So ein Spiel muss man mögen - und alle Spieler sollten in etwa auf dem gleichen Level sein. Nicht geeignet ist es also für Familien mit allzu kleinen Kindern und allzu zittrigen Verwandten.

Menara von Oliver Richtberg, Zoch Verlag,
1-4 Spieler ab 8 Jahren, ca. 30 Euro.
Einstieg ins Spiel: leicht.

Foto: Zoch
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Finca - Mallorca ohne Ballermann

"Mallorca hat ja auch schöne Ecken", heißt es zu Recht über die Lieblingsinsel der Deutschen. Für "Finca" gilt das definitiv, da das Spiel nicht nur toll aussieht, sondern auch weit vor der Zeit des Massentourismus auf Mallorca angesiedelt ist. Das Leben war hart für die Inselbewohner, die Ernte beschwerlich und der Transport nur per Eselskarre möglich. Dafür gab es auf der ganzen Insel pittoreske Gemeinden, die nach ständig wechselnden Fruchtlieferungen verlangten. Im Spiel geht es also darum, die passenden Fruchtsorten zu ernten und zum richtigen Zeitpunkt auszuliefern. Das ist logisch und gut nachvollziehbar. Der Ernte-Mechanismus ist clever genug, um dieses Spiel richtig interessant und "anders" zu machen.

Foto: Hendrik Breuer
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Finca - Mallorca ohne Ballermann

Für wen?
Für den Spieleabend mit Freunden, wenn mal nach einer Alternative zu "Catan" gesucht wird. Fühlt sich anders an, ist aber auch nicht komplizierter.

Finca von Ralf zur Linde und Wolfgang Sentker, franjos Spieleverlag,
2-4 Spieler ab 10 Jahren, ca. 45 Euro.
Einstieg ins Spiel: mittel.
(Hinweis: Dies ist die Neuauflage eines gleichnamigen Spiels von 2009, damals erschienen beim Hans im Glück Verlag.)

Foto: franjos Spieleverlag
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Krass Kariert - Wenn nur diese Optik nicht wäre...

Es ist schon krass, dass ein modernes Kartenspiel im Jahr 2018 so altbacken aussehen kann wie "Krass Kariert". Hätte das Spiel nicht den "À la carte"-Kartenspielpreis gewonnen, den schon Klassiker wie "6 Nimmt" oder "Bohnanza" eingeheimst haben, wäre "Krass Kariert" vielleicht komplett in der Versenkung verschwunden. Der Preis hat glücklicherweise einiges an Aufmerksamkeit auf dieses innovative kleine Spiel gelenkt, bei dem es darum geht, nicht als Letzter alle Karten abzulegen. Dazu gibt es eine Reihe cleverer Ablegeregeln, interessante Spezialkarten und die immer wieder spannende Regel, dass die Kartenreihenfolge in der Hand nicht verändert werden darf. Dieses Spiel könnte sich auch längerfristig durchsetzen.

Foto: Hendrik Breuer
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Krass Kariert - Wenn nur diese Optik nicht wäre...

Für wen?
Wer gerne Karten drischt, wird "Krass Kariert" zu schätzen wissen. Das Spiel ist mit vier oder fünf Spielern besser als zu dritt. Zu zweit ist es gar nicht spielbar.

Krass Kariert von Katja Stremmel, Amigo Spiele,
3-5 Spieler ab 10 Jahren, ca. 8 Euro.
Einstieg ins Spiel: mittel.

Foto: Amigo
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Krasse Kacke - Haufen unterm Weihnachtsbaum

Noch krasser ist "Krasse Kacke", das im englischen Original "Who did it?" heißt. "Wer war das?" ist auch ein etwas besserer Name für dieses sehr leichte Spiel, das schon aufgrund des Namens bei Kindern natürlich für Interesse sorgt. Es geht darum, niedliche Haustierkarten so schnell wie möglich abzulegen. Ein kleines Memory-Element kommt hinzu und die Aufgabe, einen "Täter" zu überführen, der für ein an das Kackhaufen-Emoji erinnernde Missgeschick in der Tischmitte verantwortlich ist. Dieses Setup reicht vollkommen aus für ein albernes kleines Spielchen, das die Familienrunde an den Weihnachtstagen auflockern wird.

Foto: Hendrik Breuer
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Krasse Kacke - Haufen unterm Weihnachtsbaum

Für wen?
Ganz klar nur für Familien, die so etwas Kindisches mögen. Nicht jeder möchte das "Kack-Thema" zu Weihnachten auf dem Wohnzimmertisch haben - das sollte man auch beim Verschenken bedenken. Eventuell kann es auch nerven, wenn die Kinder tagelang den Namen des Spiels durchs Haus grölen.

Krasse Kacke von Jonathan Favre-Godal, Pegasus Spiele,
3-6 Spieler ab 6 Jahren, ca. 10 Euro.
Einstieg ins Spiel: sehr leicht.

Foto: Pegasus Spiele
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Foppen - Skat für acht Mann

Ähnlich wie beim "Skat" zu viert, setzt bei "Foppen" in jeder Runde ein Spieler aus. Allerdings geht es nicht reihum, sondern danach, wer den letzten Stich verloren hat. Das ist ein netter Kniff. Denn eigentlich ist es egal, ob man den Stich gewinnt. Man will ihn nur nicht verlieren, weil das bedeutet, dass man aussetzt und auf seinen Handkarten sitzen bleibt. Das gibt Minuspunkte. Ähnlich wie bei "Krass Kariert" kann man "Foppen" nach kurzer Erklärung losspielen und Spaß haben, die Feinheiten des Spiels erschließen sich einem dann von Partie zu Partie - was für die Klasse des Spiels spricht.

Foto: 2F Spiele
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Foppen - Skat für acht Mann

Für wen?
Für größere Runden von vier bis acht Spielern, wenn ein "echtes Stichspiel" auf den Tisch soll. Ein Partyspiel ist es nicht, dazu muss man zu konzentriert sein.

Foppen von Friedemann Friese, 2F-Spiele,
4-8 Spieler, ca. 8 Euro.
Einstieg ins Spiel: mittel.

Foto: 2F Spiele
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Rajas of the Ganges - Hektik in Indien

Bunt geht's zu bei "Rajas of the Ganges", was an den vielen neonfarbenen Würfeln liegt, die eine wichtige Ressource sind in diesem Spiel. Doch ein glückslastiges Würfelspiel ist "Rajas" nicht, sondern eines der rundesten Strategiespiele, die in den vergangenen beiden Jahren erschienen sind. Als Rajas versuchen die Spieler, ihre indischen Ländereien auszubauen und sowohl Geld als auch Prestige anzuhäufen. Es geht tatsächlich um beides, denn man gewinnt, sobald sich die gegenläufigen Geld- und Prestige-Zählleisten kreuzen. Das bringt ein Element des Wettrennens ins Spiel, das noch dadurch unterstützt wird, dass jeder Zug sehr schnell geht. Lange gegrübelt wird hier nicht.

Foto: Hendrik Breuer
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Rajas of the Ganges - Hektik in Indien

Für wen?
Das anspruchsvollste Spiel auf dieser Empfehlungsliste ist die beste Wahl für Fans gehobener Strategiespiele.

Rajas of the Ganges von Inka und Markus Brand, HUCH!,
2-4 Spieler ab 12 Jahren, ca. 40 Euro.
Einstieg ins Spiel: anspruchsvoll.

Foto: Huch Verlag
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Word Slam - Nonverbales Spiel für Wortakrobaten

Gesellige Spiele, bei denen Begriffe erraten werden müssen, gibt es wie Sand am Meer. "Tabu" lässt grüßen. Doch immer mal wieder fällt Spieleautoren eine Neuerung ein. Beim sehr gelungenen "Word Slam" versuchen zwei Teams gegeneinander, Wörter zu erraten, allerdings spielen beide Gruppen gleichzeitig. Jede Gruppe benennt einen Hinweisgeber, der dann mithilfe von 100 Erklär-Karten - aber ohne selbst zu sprechen - versucht, den Begriff zu umschreiben. So könnte auf den Erklär-Karten "Apfel", "Technologie" und "klug" stehen, um den Begriff "Steve Jobs" zu umschreiben. Lustig wird's dadurch, dass der Erklärer hektisch einen dicken Erklär-Kartenstapel durchforsten muss und beide Gruppen hören, was die jeweils andere rät, ohne deren Erklärkarten zu sehen. Bei diesem Spiel kann's auch mal lauter werden.

Foto: Jacqueline Pohl
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Word Slam - Nonverbales Spiel für Wortakrobaten

Für wen?
Für Jugendliche und reine Erwachsenen-Runden, die Spaß an Wortspielen haben. Zu viert schon okay, ab sechs Spielern wird's am besten.

Word Slam von Inka und Markus Brand, Kosmos,
ab 3 Spielern ab 12 Jahren. Die Original-Version mit Kartenhaltern und bester Ausstattung kostet ca. 30 Euro. Es gibt mittlerweile allerdings auch verschiedene kleinere Editionen des Spiels für jeweils ca. 14 Euro. Eine davon ist die nicht jugendfreie "Midnight"-Edition.
Einstieg ins Spiel: leicht.

Foto: Kosmos