Schräge Geschichte Warum der Adel »Hofzwerge« schick fand Europas Herrscherhäuser hatten vom 15. bis 18. Jahrhundert gern Kleinwüchsige am Hof – je mehr, desto besser. Neue Forschung zeigt: »Zwerge« wurden selten kleingehalten und erhielten mitunter angesehene Ämter. Von Thomas Schmoll 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Missglückter Siedlungsversuch Wie Ada Blackjack 1923 als Einzige eine Arktisexpedition überlebte Vier Männer, eine Frau und eine Katze sollten 1923 beweisen, dass man in der Arktis siedeln könne. Das Experiment endete in einem Desaster: Nur die Indigene Ada Blackjack kehrte lebend zurück. Von Jasmin Lörchner 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Condottieri in Italien – Terror als Geschäftsmodell Der adlige Schwabe Werner von Urslingen formte 1342 in Italien ein Söldnerheer, das die Angst zum Geschäft machte. Die Condottieri kassierten dafür, Städte anzugreifen – oder zu verschonen. Von Frank Westenfelder 13 Min Zur Merkliste hinzufügen
Junger Freiwilliger in der Ukraine »Ich will nicht wie ein Bluthund enden, der immer dem Krieg hinterherläuft« Erst war Jonas Kratzenberg Bundeswehrsoldat in Afghanistan, dann ging er in die Ukraine. Was treibt jemanden in den Krieg? Und wer wird heute Söldner? Eine Spurensuche bei denen, die der Kampf kaum loslässt. Von Frederik Seeler 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Tagebuch eines Söldners »Stadt ausgeplündert. Habe als Beute ein hübsches Mädelein bekommen« Im Dreißigjährigen Krieg irrte Peter Hagendorf als Landsknecht durch Deutschland. Saufend, hungernd, raubend, eine Odyssee über 25.000 Kilometer. Acht seiner Kinder starben im Tross – in so rascher Folge, dass er sie nummerierte. Von Christoph Gunkel 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Götz von Berlichingen Der Inkasso-Ritter mit Eisenfaust Das Fehderecht erlaubte Rittern im Mittelalter, für andere zu kämpfen – wie Götz von Berlichingen, ein Haudrauf mit eiserner Hand. Er selbst sah sich als Ehrenmann, sein räuberisches Geschäft war höchst profitabel. Von Oliver Das Gupta 12 Min Zur Merkliste hinzufügen
Quiz zum 100. Geburtstag Ach was!? Schaffen Sie das Loriot-Diplom? Mit viel Wortwitz schuf Vicco von Bülow eine Welt voller skurriler Tiere und schrulliger Menschen. Was machte seine Steinlaus berühmt, wie schmeckt ein Kosakenzipfel, was plant Lottogewinner Lindemann? Testen Sie Ihr Wissen über den großen Humoristen. Von Christoph Gunkel 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren alle Beiträge Der Dschihad der Tankwarte Der Jom-Kippur-Krieg gegen Israel führte arabische Staaten 1973 zusammen. Per Ölembargo stürzte eine seltsame Allianz aus superreichen Scheichs und Militärdiktatoren Europas Industrie in die Krise. Von Rainer Lübbert 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Neue Untersuchung Die braune Vergangenheit der einstigen Bundespräsidenten Lange war unklar, wie das Bundespräsidialamt in der Anfangszeit der Republik mit der NS-Vergangenheit von Beamten umging. Jetzt zeigen neue Forschungen: Ex-Nazis besetzten in der Behörde hohe Posten. Von Felix Bohr 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Streit über Gedenkstätte für Kriegsgefangene »Sieben Jahre Vorarbeit – und dann scheitert es an drei Parteien« Lokalpolitiker von CDU, AfD und Freien Wählern machten international Schlagzeilen, als sie einer Gedenkstätte an Naziverbrechen die Mittel verweigerten. Seither streiken die Mitarbeiter. Geschäftsführer Nickel über deren Forderungen. Ein Interview von Frank Patalong 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Judenfeindliche Übergriffe 1938 und heute Hat Deutschland im Kampf gegen den Antisemitismus versagt, Frau Zadoff? Der Mob mordete, plünderte, demolierte: Vor 85 Jahren zettelten Nationalsozialisten die Reichspogromnacht an. Heute leben Juden hierzulande erneut in Angst. Die Historikerin Mirjam Zadoff sagt, warum es da einen Zusammenhang gibt. Ein Interview von Katja Iken 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Historikerin über den Hitlerputsch »Hitler war 1923 ein Niemand« Vor 100 Jahren versuchte Hitler zum ersten Mal, die Weimarer Demokratie zu stürzen. Die Historikerin Heike Görtemaker erklärt, warum er in München losschlug, wie die Stimmung in der Bevölkerung war und warum der Putsch scheiterte. Ein Interview von Christoph Söller 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Hitlerputsch vor 100 Jahren Die Geiseln vom Bürgerbräukeller Hitlers Marsch auf die Münchner Feldherrnhalle galt lange nur als dilettantisch geplanter Staatsstreich gegen die Weimarer Demokratie. Dabei machten die Nazi-Schergen bereits am 9. November 1923 gezielt Jagd auf Juden. Von Jan Friedmann 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Historiker über den Gazakrieg »Israel wendet exzessiv und unverhältnismäßig Gewalt an« Der Historiker Omer Bartov spricht von einem Apartheidsregime Israels im Westjordanland. Im Interview erklärt er, warum er diese Aussage nicht für antisemitisch hält und was im aktuellen Krieg seine größte Sorge ist. Ein Interview von Christoph Gunkel 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Geschichte des Nahostkonflikts Diese Fakten helfen, die Ereignisse in Israel zu verstehen Wie unterscheiden sich Hamas und Fatah, welche Rolle spielt die Hisbollah? Wann und wie begann der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern? Mit unserer Übersicht können Sie das aktuelle Geschehen besser einordnen. Von Frank Patalong 13 Min Zur Merkliste hinzufügen
Vom Überblick zum Durchblick Diese Quellen empfehlen Experten zum Nahostkonflikt An Meinungen zu Israel und Palästina fehlt es nicht. Aber oft an Wissen. Wir haben Nahost-Spezialisten gefragt, welche Bücher und Websites echte Erkenntnisse versprechen. Von Frank Patalong 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Antisemitismus in der deutschen Geschichte »Je undurchschaubarer die Welt wird, umso aggressiver wird die antijüdische Hetze« Wie erkennt man Antisemitismus? Was unterscheidet ihn von Rassismus? Und warum konnte ihn auch die Aufarbeitung nach 1945 nicht stoppen? Das erläutern die Politikwissenschaftlerin Deborah Hartmann und der Historiker Michael Brenner. Ein Interview von Joachim Mohr und Eva-Maria Schnurr 16 Min Zur Merkliste hinzufügen
Berliner Boheme im Café Größenwahn »Unser Hintern fährt dritte Klasse, unser Haupt ragt über die Wolken« Im Kaiserreich strömten ab 1900 junge Talente ins Kaffeehaus, arm, aber ideenreich. Theater, Malerei, Literatur – die Berliner Szene wollte alles neu erfinden. Kurz vor dem Weltkrieg machte ihr Treffpunkt als »Café Größenwahn« Furore. Von Dirk Liesemer 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Ein Cover und seine Geschichte Als die Beatles mit gehäckselten Babys posierten Splatter! Die sonst so biederen Beatles inszenierten 1966 ein »Schlachter-Cover« mit reichlich blutigem Fleisch. Nervös zog die Plattenfirma es zurück – und das Album wurde zum teuren Sammlerstück. Von Viola Schenz 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Holocaustüberlebende Margot Friedländer wird 102 Für immer Deutsche Seit vielen Jahren spricht Margot Friedländer vor Jugendlichen über den Holocaust. Am Sonntag feiert sie ihren 102. Geburtstag. Ein Besuch in Berlin, ihrer neuen alten Heimatstadt. Von Felix Bohr 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren alle Beiträge »Freudenhaus-Preise« für Benzin Im Jom-Kippur-Krieg drosselten arabische Ölstaaten 1973 ihre Förderung. Per Embargo wollten sie den Westen dazu drängen, sich von Israel abzuwenden. Sprit und Heizöl wurden teuer, die deutsche Wirtschaft litt. Von Rainer Lübbert 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Islamisten gegen Israel Mohammed, die Juden und die Antisemiten Von Ahmad Mansour Lässt sich islamischer Judenhass wirklich mit überlieferten Aussprüchen des Propheten rechtfertigen? Der deutsch-israelische Psychologe Ahmad Mansour sieht andere Wurzeln. 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Neues von gestern alle Beiträge Endlich mal was zu feiern Wir stoßen auf einen 100. Geburtstag an und geben Tipps, wie man sich in der aktuellen Welt- und Informationslage verlässliches Hintergrundwissen beschafft. Details in diesem Newsletter. Von Eva-Maria Schnurr 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Frankreichs afrikanische Soldaten »Das sind doch nur Wilde« Zu Hunderttausenden kämpften Soldaten aus Afrika im Zweiten Weltkrieg für die französische Armee. Gerieten »Tirailleurs« in deutsche Gefangenschaft, quälten und ermordeten Wehrmachtssoldaten sie. Von Benno Stieber 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Von der Rinderbremse in die Todeszone Die teuflische Karriere des Stacheldrahts Am Anfang war die Viehzucht: Vor 150 Jahren meldete Joseph Glidden den Stacheldraht zum Patent an. Bald richtete sich die Erfindung gegen Menschen – im Ersten Weltkrieg, als KZ-Barriere und heute zur Abschottung Europas. Von Steffen Greiner 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Augstein im Fragebogen des »FAZ-Magazins« Ihre Lieblingstugend? »Zynismus« Was schätzte der SPIEGEL-Gründer an seinen Freunden? Wer waren seine Heldinnen? Rudolf Augstein hat es verraten: im berühmten Fragebogen des »FAZ-Magazins«. Hier dokumentieren wir ihn. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Maji-Maji-Krieg in »Deutsch-Ostafrika« »Die Kolonie brennt an allen Ecken« Deutsche Kolonialtruppen töteten ab 1905 im heutigen Tansania bis zu 300.000 Menschen. Bundespräsident Steinmeier trifft heute Nachfahren von Opfern. Wie brutal die Soldaten vorgingen, zeigen Briefe eines Kolonialoffiziers. 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren alle Beiträge Die Finger des Todes Im Jom-Kippur-Krieg 1973 wurde Israel anfangs von arabischen Angreifern überrumpelt. Das lag vor allem an neuen, computergesteuerten Raketen, wie ein SPIEGEL-Militärexperte analysierte. Von Rainer Lübbert 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Geschichte des Rausches Warum Drogen verboten sind Ein Gastbeitrag von Helena Barop Wer Drogen kaufen wollte, ging vor 130 Jahren einfach zur Apotheke. Heute muss man zum Dealer. Eine Historikerin erklärt, wie Sittenstrenge zur Prohibition führte und wieso Cannabis als Teufelszeug gilt, aber Alkohol legal ist. 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Historiker Overy über den Zweiten Weltkrieg »Hitler war kein Mastermind« Stolperte Adolf Hitler planlos durch die Geschichte – und begann der Zweite Weltkrieg bereits 1931? Manche Erkenntnisse von Richard Overy sind überraschend. Hier erklärt der britische Historiker sie. Ein Interview von Frank Thadeusz und Felix Bohr 12 Min Zur Merkliste hinzufügen
Der große imperiale Krieg »Wir neigen dazu, Hitler so zu sehen, dass er einen klaren Plan hatte« Für Historiker Richard Overy beginnt die Geschichte des Zweiten Weltkriegs vor 1939. Denn schon früher strebten alle Kriegsparteien – Hitler, seine Verbündeten, aber auch die Alliierten – danach, ihre Imperien zu erweitern. Ein SPIEGEL-TV-Film von Michael Kloft 18 Min Zur Merkliste hinzufügen
»Deutscher Oktober« 1923 Warum der kommunistische Putschversuch in Hamburg scheiterte Der Beschluss fiel im Kreml: Auf Geheiß der Sowjetgenossen sollten die deutschen Kommunisten vor 100 Jahren die Revolution in Hamburg starten. Ihr Versuch wurde zum Fiasko. Von Steffen Kopetzky 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren alle Beiträge Wie die USA sich 1973 am Homeoffice versuchten Die Coronapandemie brachte die Zeitenwende für Büroarbeit, die Umstellung aufs Homeoffice gelang. Bereits 1973 testeten US-Wissenschaftler die Infrastruktur für frühe Heimarbeit, per Fax und »Tele-Viewing«. Von Rainer Lübbert 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Die Wurzeln des Terrors Die Hamas schickte Killerkommandos, die furchtbare Massaker anrichteten, Israel holt zum Gegenschlag aus. Der erneute Krieg in Nahost ist die Folge einer Eskalation über viele Jahrzehnte – das und mehr im Newsletter. Von Jochen Leffers 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Unabhängigkeitskampf im Rheinland vor 100 Jahren »Berlin hat uns in Not und Elend gestürzt« Im Rheinland tummelten sich 1923 Separatisten und Radikale, Renommiersüchtige, Geheimdienstler und Glücksritter. Sie versuchten, eine »Rheinische Republik« vom Deutschen Reich abzuspalten. Und scheiterten blutig. Von Joachim Heinz und Markus Harmann 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Der »letzte Ketzer« in der Schweiz Die Qualen des Sulzjoggi Das finstere Mittelalter war längst vorbei, da wurde Jakob Schmidlin in Luzern verurteilt, erwürgt und verbrannt – und das im Jahr 1747. Er war in die Machtmühlen von Kirche und Staat geraten. Von Oliver Das Gupta, Luzern 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Der erste Überraschungsangriff auf Israel Schon einmal wurde Israel von einem Angriff völlig überrumpelt. Im Jom-Kippur-Krieg 1973 triumphierten Ägypter und Syrer bereits – dann schlugen Israels Truppen zurück. Von Rainer Lübbert 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Grenzvorfall vor fast 50 Jahren Anklage gegen Ex-Stasi-Mitarbeiter wegen »heimtückischen Mordes« Ein Stasi-Mitarbeiter soll im März 1974 einen polnischen Staatsbürger an einem Berliner Grenzübergang erschossen haben. Jetzt wird der heute 79-Jährige wegen Mordes angeklagt. Von Felix Bohr und Sven Röbel 2 Min Zur Merkliste hinzufügen
Israelischer Ex-Justizminister über verpasste Friedenschancen »Wir sollten mit der PLO verhandeln« Israels Ex-Justizminister Jossi Beilin war ein Architekt des Friedensabkommens von Oslo mit den Palästinensern. Hier sagt er, wen er für das Scheitern verantwortlich macht und was jetzt passieren müsste. Ein Interview von Christoph Gunkel 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Palästinensergebiet am Mittelmeer Der Gazastreifen – Israels brutalste Front Generäle kämpfen im Gazastreifen seit Jahrzehnten schwere Schlachten, dabei schwärmten jüdische Bewohner einst: »Wohin du auch blickst, du erschrickst vor Schönheit.« Was der Ort für Israel bedeutet. Eine historische Einordung von Dominik Peters 4 Min Zur Merkliste hinzufügen
Angriff auf Israel Was Sie über die Vorgeschichte des Terrorkriegs wissen müssen In Israel sind Gewalt und Kriege seit jeher traurige Gewohnheit. Dass das Land schon mal am Abgrund stand und wie es seine Gegner demütigte, hat Folgen bis heute. Die historischen Hintergründe des aktuellen Konflikts. Von Christoph Gunkel 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Interniert in der »Tripperburg« – sie wollten frei lieben und wurden bestraft Die DDR steht im Ruf sexueller Freizügigkeit. Aber in speziellen Klinikstationen hat das Regime einen Kampf geführt gegen »Herumtreiber« und Personen mit »häufig wechselndem Geschlechtsverkehr«. Getroffen hat das fast nur Frauen. Von Stefan Hunglinger 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Lockere Sitten an Europas Fürstenhöfen Bube, Dame, König, Sex Europas Eliten scherten sich wenig um christliche Moral. Zu Zweckehen verpflichtet, lebten die Adeligen ihre Begierden in Affären aus. Doch Lüstlinge wie Casanova oder der Marquis de Sade gingen selbst ihnen zu weit. Von Volker Reinhardt 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Erotische Kunst im Spätmittelalter Was genau sieht man im »Garten der Lüste« von Hieronymus Bosch? Der »Garten der Lüste« des niederländischen Malers Hieronymus Bosch fasziniert mit seinen expliziten erotischen Szenen. Aber was genau wollte der Maler vor 500 Jahren mit den rätselhaften Details sagen? Von Kathrin Maas 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Nicht-binäre Geschlechter in der Geschichte Aus den Lenden brach ein Penis hervor Die Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz hat Vorläufer: Seit der Antike wird über Menschen diskutiert, die nicht eindeutig Mann oder Frau sind. In der Frühen Neuzeit störte man sich wenig an »Hermaphroditen« – solange sie heirateten. Von Frederik Seeler 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Augenblick mal Wird hier etwa Stonehenge gebaut? Der rätselhafte Steinkreis in Südengland soll mehr als 4000 Jahre alt sein. Doch Fotos aus den Fünfzigerjahren lassen anderes vermuten. Sind sie echt? Von Solveig Grothe 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Ein Bild und seine Geschichte Warum in Jerusalem die Hakenkreuzfahne wehte Die Nazis trugen ihre Symbole in alle Welt – sogar nach Jerusalem. Auch im Palästina der Dreißigerjahre gab es glühende Hitler-Verehrer: Schwäbische Einwanderer gründeten NSDAP-Filialen. Von Solveig Grothe 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Augenblick mal Was machen die Bahnwaggons auf dem Berg? Zwei Eisenbahnwagen stehen auf Stelzen in 2300 Meter Höhe. Die sonderbare Konstruktion zierte ab 1930 einen Alpenpass zwischen Italien und der Schweiz – und machte den Eidgenossen Angst. Von Katja Iken 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Die Erfindung der Rauchscham Lange galten Zigaretten als Ausweis von Weltläufigkeit und Hedonismus. Anfang der Siebzigerjahre begann sich das zu ändern: Rauchen drohte zum sozialen Makel zu werden. Wie kam es dazu? Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Neues von gestern – der Geschichte-Newsletter Und dann schoss Hitler in die Decke In München marschierten Nazis vor 100 Jahren zum Putschversuch und scheiterten. Wie aus dem Niemand Hitler ein Jemand wurde, der Besuch bei einer sehr alten Dame und etwas Loriot-Lametta – das und mehr im Newsletter. Von Jochen Leffers Zur Merkliste hinzufügen
Anschläge der Revolutionären Zellen Die fast vergessenen Linksterroristen Militante Linksradikale zündeten vor 50 Jahren Sprengsätze gegen den Konzern ITT. Jetzt hat Gerd-Hinrich Schnepel, einst bei den Revolutionären Zellen, erstmals über seine Mitwirkung beim Anschlag in Nürnberg gesprochen. Von Robert Wolff Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – der SPIEGEL vor 50 Jahren »Der Kanzler badet gern lau« Mit abschätzigen Bemerkungen desavouierte Herbert Wehner bei einer Moskaureise 1973 Bundeskanzler Willy Brandt. Der SPIEGEL prophezeite dem SPD-Fraktionschef das Ende seiner Politikkarriere – aber es kam ganz anders. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Neues von gestern – der Geschichte-Newsletter Warum der Krieg leider weitergehen muss Kann der Wunsch nach Frieden in der Ukraine zu mehr Krieg führen? Ja, meint Politikwissenschaftler Herfried Münkler. Warum man den Konflikt aushalten sollte, darum geht es im Newsletter. Und – Kontrastprogramm – um Einhörner. Von Eva-Maria Schnurr Zur Merkliste hinzufügen
Faszination fürs Fabelwesen Warum das Einhorn Jungfrauen mag und isländische Gauner reich machte Gibt’s doch gar nicht? Schon Marco Polo sichtete es, Afrikareisende ebenfalls: Über Jahrtausende glaubte die Menschheit fest ans Einhorn. Heute dient es der Pride-Bewegung als flauschiges Symbol – die Geschichte eines Zauberviechs. Von Katja Iken Zur Merkliste hinzufügen
Bildhintergrund So sah es aus, als Söldner um 1620 einen Bauernhof plünderten Brutal fielen Söldner im Dreißigjährigen Krieg über Bauernfamilien her. Ihre Gewaltexzesse zeigt der flämische Maler Sebastian Vrancx auf diesem Gemälde. Was verraten die Details? Von Kathrin Maas Zur Merkliste hinzufügen
Historischer Brief von Kolumbus Die Nachricht von der »Entdeckung« Amerikas wird versteigert Eigentlich wollte Kolumbus nach Indien segeln, doch der Entdecker erreichte Mittelamerika. Er schrieb einen Brief über seine Erfahrungen und schickte ihn nach Europa. Dort wird nun auch eine lateinische Übersetzung versteigert. Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Nostalgietrip auf Speed Ein Londoner Kaufhaus lockte Besucher 1973 in eine Einkaufswelt zwischen Art déco, Kitsch und Pop. Jede Woche kamen eine Million Menschen. Und doch steuerte das bizarre Biba rasch in die Pleite. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Kulturgeschichte des Dickseins Wie üppige Rundungen erst zur Charakterschwäche, dann zum Statussymbol wurden Seit die Menschen nicht mehr als Nomaden nach Nahrung suchen, streiten sie über Körper und ihre Formen. Schon früh wurden Figurmaße in Europa zur Weltanschauung – und Speckröllchen zu einer Grundsatzfrage. Von Viola Schenz Zur Merkliste hinzufügen
Hippietraum in Italien Ein Bergdorf, auferstanden als Ruine Ein Erdbeben zerstörte Bussana Vecchia 1887 völlig. Später bauten Hippies aus halb Europa den kleinen Ort wieder auf und ließen sich nie vertreiben. Jana Weiser ist heute das letzte der Blumenkinder an der Blumenküste. Aus Bussana Vecchia berichtet Armin Fuhrer Zur Merkliste hinzufügen
NS-Vergangenheit des Rüstungskonzerns Historiker sieht Gründer von Heckler & Koch nicht entlastet Heckler & Koch hat die Rolle der Firmengründer im Nationalsozialismus durchleuchten lassen. Das Ergebnis: Opportunisten, aber nicht aktiv an Verbrechen beteiligt. Ein Leipziger Historiker kritisiert die Deutung. Von Stefan Hunglinger Zur Merkliste hinzufügen
Skandalsöldner Kongo-Müller »Hier wird nur erschossen« Als Siegfried Müller 1964 Söldner in Afrika wurde, hätte das die letzte Station seiner verpfuschten Militärkarriere sein können. Doch dann besuchten ihn Reporter – und machten aus dem irrlichternden deutschen Trinker eine bizarre Legende. Von Frank Thadeusz Zur Merkliste hinzufügen
Großprojekt Autobahnbau der Nazis Die Geisterbahn Mit Hitlers Spatenstich vor genau 90 Jahren begann der Bau der ersten »Reichsautobahn«. Doch die Idee stammte nicht von Nationalsozialisten, und die Fernstrecken dienten vor allem ihrer Propaganda – gefahren wurde darauf kaum. Von Solveig Grothe und Jochen Leffers Zur Merkliste hinzufügen
Neues von gestern – der Geschichte-Newsletter Das Geschäft mit dem Tod Wagner-Chef Jewgenij Prigoschin hat die Macht des Kreml herausgefordert, jetzt ist er tot und seine brutale Truppe offenbar am Ende. Aber das Söldnertum lebt – schon seit Jahrtausenden: das und mehr im Newsletter. Von Jochen Leffers Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Deutsch, deutsch, deutsch ist der Volksmusikant Blau blüht der Enzian, schwarzbraun ist die Haselnuss und keiner blonder als Heino. Mit nationalem Zungenschlag erreichte der Schlagersänger Mitte der Siebzigerjahre den Zenit seines Erfolges. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Söldner in Putins Krieg »Die Wagner-Gruppe ist eine sozialverträgliche Entsorgung von Hooligans« Herfried Münkler forscht seit Jahrzehnten zu Kriegen. Hier erklärt der Politikwissenschaftler, warum ihn Söldnerführer Prigoschin an Wallenstein erinnert – und wieso auch Deutschland die Dienste privater Militärunternehmen brauchen könnte. Ein Interview von Frank Thadeusz und Martin Pfaffenzeller Zur Merkliste hinzufügen
Exklusives Abonnenten-Event Frieden in Zeiten »neuer Kriege« Politikexperte Herfried Münkler spricht mit SPIEGEL-Journalistin Eva-Maria Schnurr darüber, wie sich Kriege verändern und was das für Länder wie Deutschland bedeutet. Am morgigen Mittwoch. Stellen auch Sie Fragen! Zur Merkliste hinzufügen
Geraubte Gebeine aus der Kolonialzeit »Der Schädel meines Großvaters muss zurück nach Tansania. So schnell wie möglich« Die DNA-Analysen sind eine wissenschaftliche Sensation: Zu namenlosen Schädeln aus Afrika konnten Forscher erstmals lebende Nachfahren ermitteln. Die Menschen am Kilimandscharo sind zutiefst bewegt – und stellen klare Forderungen. Von Katja Iken Zur Merkliste hinzufügen
Albanische Judenretter Europas vergessene Helden Als die Deutschen vor 80 Jahren Albanien besetzten, halfen viele Albaner verfolgten Juden. Der SPIEGEL hat mit dem Sohn eines Retters gesprochen – die Geschichte einer langen Freundschaft, die mit der Liebe zur Fotografie begann. Von Christoph Gunkel Zur Merkliste hinzufügen