Zwangspause für Seeleute Gefangen im Suezkanal – für acht Jahre Das Riesenschiff »Ever Given« hängt im Suezkanal fest. Dort musste ein deutscher Kapitän 1967 mit seiner Mannschaft lange ausharren – der Frachter »Münsterland« wurde zur größten schwimmenden Männerpension der Welt. Kapitän Wolfgang Scharrnbeck erzählt
Popstar Tom Jones »Ohne Musik wäre ich verloren gewesen« Vom singenden Staubsaugervertreter zur Legende: Sir Tom Jones ist 80 Jahre alt, davon 60 auf den Bühnen der Welt. Hier spricht der »Tiger« über Leben in Quarantäne, eheliche Treue und Auftritte bei Trump. Ein Interview von Alex Gernandt
Frauen bei Olympia »Die weiblichen Unterleibsorgane verwelken« Das olympische Startrecht haben Pionierinnen hart erkämpft – ihr Sport galt als unschicklich und ungesund. Aus Protest organisierte eine Französin vor genau 100 Jahren die ersten Olympischen Spiele nur für Frauen. Von Jasmin Lörchner
Afrika-Ausbeuter Adolph Woermann Steinreich durch Schnaps und Zwangsarbeit Mit aller Macht und ohne Skrupel setzte ein Hamburger Kaufmann sich dafür ein, dass Deutschland vor 140 Jahren Kolonialmacht wurde. Die Raubwirtschaft in Afrika verschaffte Adolph Woermann ein Vermögen. Von Alexandra Gittermann
Märzaufstand der roten Rebellen 1921 Mit der Artillerie gegen Arbeiter Kommunisten führten die Revolte an, die vor hundert Jahren die Industrieregion um Halle und Leuna erschütterte. Als der Umsturzversuch blutig scheiterte, war die Arbeiterbewegung gespalten und geschwächt. Von Uwe Klußmann
Ultrarechte Deutsche in den USA So nationalsozialistisch, dass selbst Hitler und Goebbels nervös wurden In den Dreißigerjahren gründeten deutsche Nazis in den USA den »Amerikadeutschen Bund«. Mit Hetze, Hakenkreuz und Hitlergruß inszenierten sie sich als braune Musterschüler – und scheiterten an sich selbst. Von Viola Schenz
Deutsches Judentum Auswärtiges Amt hilft Jeckes-Museum mit einer Million Euro Ein Museum in Israel dokumentiert Schicksale der »Jeckes« – deutscher Juden, die vor den Nazis flohen. Nun stellt die Bundesregierung für die einzigartige Sammlung Geld bereit. Gerettet ist das Museum aber noch nicht. Von Christoph Gunkel
Pariser Kommune »Pflicht zu sterben oder zu siegen« Nachdem Frankreich 1871 den Krieg gegen Preußen verloren hatte, herrschte in Paris eine Räterepublik. Das frühe sozialistische Experiment währte nur 72 Tage – dann nahm das bürgerliche Frankreich gnadenlos Rache. Von Uwe Klußmann
Buddhisten in der DDR Erleuchtet im Arbeiter- und Bauernstaat Von Fernost in den ganz Nahen Osten – auch in der DDR meditierten sich junge Menschen ins Nirwana. Cornelia traf mit 17 einen dänischen Guru und erzählt von einer spirituellen Szene, die heute fast vergessen ist. Von Philipp Wurm
Frauen in der 68er-Bewegung »Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!« Als die Studentenproteste Deutschland durchlüfteten, kämpften nicht nur Dutschkes und Teufels: Ohne die Frauen der Revolte hätte es wohl keine Angela Merkel, kein #MeToo gegeben – und schlechteren Sex. Von Michael Sontheimer
Wie Zeitungen zum Massenmedium wurden Die Welt im Leserausch Die Geburt der Massenmedien im 19. Jahrhundert veränderte die Welt. Auf dem Zenit zählte allein Berlin 147 Tageszeitungen – mit Ausgaben morgens, mittags, abends und in der Nacht. Von Frank Patalong
Modestar und Geheimagentin Als Coco Chanel den Zweiten Weltkrieg beenden wollte In der NS-Zeit war die französische Modemacherin Coco Chanel in eine bizarre Geheimdienstaffäre verwickelt. Mittendrin: ihr Liebhaber – ein Nazi-Spion –, hohe SS-Leute und eine Freundin mit Kontakt zum Widerstand. Von Hans Michael Kloth und Corina Kolbe
Fliegender Wechsel – warum ein Mann im Himmel umstieg Der Draufgänger, der sich vor gut hundert Jahren tollkühn von einem Doppeldecker zum nächsten hangelte, lieferte keinen Coffee-to-fly. Er verfolgte eine ganz andere Mission – ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Ein Bild und seine Geschichte Die Waffe einer Frau Pfeil und Bogen zum Cocktailkleid, das sind extravagante Accessoires. Auf diesem Foto fordert eine Dame lange vor Corona Abstand. Filmstar trifft Paparazzi – trifft sie wirklich? Von Solveig Grothe
Augenblick mal Der große Sprung - echt oder Fälschung? Ein junger Mann springt in den USA auf einen Felsturm - eine Bildikone von 1886. Dem Fotografen aber ging es weder um den Sprung noch um den Fels. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Ein Bild und seine Geschichte Wo will der denn hin? In Nebraska nahm ein Mann mit seinem Auto die Treppe. War es Übermut, ein Unfall oder ein Navigationsfehler? Das Foto erschien 1911 in US-Medien - mit ungeahnten Folgen. Von Solveig Grothe
Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg Der US-Journalist, der heimlich mit den Nazis paktierte Angeblich schändeten die Deutschen 1939 ein Kloster in Polen. Doch Strippenzieher der Geschichte war Goebbels selbst – und ein gefügiger Journalist der Agentur AP verhalf ihm zu einem weltweiten Propaganda-Coup. Von Norman Domeier
Die politische Strategie von Queen Elizabeth I. Verheiratet mit England Geschickt verwandelte Englands erste Herrscherin ihren größten Nachteil in ihre größte Stärke: Sie blieb zeitlebens ohne Ehemann. Von Eva-Maria Schnurr
Berühmtes Geschwisterporträt Lasst die Kinder frei! 1805 malte Philipp Otto Runge die Kinder eines Freundes. Sein Gemälde wirkt wie eine zufällige Momentaufnahme. Doch in Wirklichkeit verrät es viel über das bürgerliche Erziehungsideal seiner Zeit. Von Kathrin Maas
Madeleine Albright über ihre tragische Familiengeschichte »Sechs Jahrzehnte meines Lebens hatte ich mit einem großen blinden Fleck verbracht« Die frühere US-Außenministerin entdeckte erst spät die jüdischen Wurzeln ihrer Familie. Drei ihrer Großeltern starben im Holocaust – doch ihre Eltern hatten ihr nie davon erzählt. Ein Interview von Romain Leick
Softwarepiraten der Achtzigerjahre »Ziemlich fortschrittlich – nur illegal« Cracker versorgten Millionen Gamer mit Raubkopien, im Westen wie im Ostblock. Historiker Gleb Albert erforscht die Subkulturen: Woher die C64-Spiele kamen – und wie die Szene sich selbst inszenierte. Ein Interview von Danny Kringiel
Erschießungsfoto aus der Ukraine Wer waren die Opfer, wer waren die Mörder? Als Wendy Lower das Bild eines NS-Massakers von 1941 sah, das den Mord an einer Frau und ihren Kindern zeigt, schwor sie sich, alle Fakten aufzuklären. Die US-Historikerin forschte über Jahre – und fand sogar die Kamera des Fotografen. Von Katja Iken
Jeckes-Museum in Israel »Was wäre dieses Land heute ohne den Beitrag der deutschen Juden?« Ein einmaliges Museum im Norden Israels erzählt vom Schicksal der »Jeckes« – deutscher Juden, die vor den Nazis flohen. Nun steht es vor dem Aus. Deutschland hilft. Aber nur ein bisschen. Von Christoph Gunkel
Heinrich von Kleist Mit Hasspredigten gegen die Franzosen Bis heute werden die Texte des romantischen Dramatikers in Schulen gelesen. Dabei gehören seine blutrünstigen Werke zum Unangenehmsten, was der Nationalismus seiner Epoche hervorbrachte. Von Johannes Saltzwedel
Clara Zetkin und der 8. März »Ich werde kommen – tot oder lebendig« Den Weltfrauentag rief eine glühende Kommunistin ins Leben: Clara Zetkin wollte viel mehr als Blumen, Schokolade oder Frauen in Vorständen. Auf ihrem Weg kämpfte sie gegen große Widerstände – und bohrende Selbstzweifel. Von Lou Zucker
Feminine Führung Endlich in der ersten Reihe Frauen kämpfen um Sichtbarkeit, Einfluss und Macht, im 21. Jahrhundert stehen so viele wie nie an der Spitze. Was hilft ihnen auf dem Weg nach oben? Von Jasmin Lörchner
Politik-Ikone Rosa Luxemburg Der Traum von der Eroberung der Zukunft Vor 150 Jahren wurde Rosa Luxemburg geboren. Die Sozialistin kämpfte für die Revolution und wurde von Rechtsterroristen ermordet. Ihre persönlichen Gedanken berühren bis heute – ebenso wie ihre politischen Fragen. Von Elke Schmitter
Kinderrepubliken Möge die Macht mit euch sein Statt auf Haft- oder Besserungsanstalten setzten Pädagogen vor gut 100 Jahren auf Kinderrepubliken. Ein radikales Experiment: Jetzt oder nie, Autonomie – schwer erziehbare Jugendliche lebten und arbeiteten nach ihren eigenen Gesetzen. Von Jasmin Lörchner
»Neues Deutschland« Die Staatszeitung, der ihr Staat abhandenkam Dem Linkenblatt »Neues Deutschland« droht nach 75 Jahren der Ruin. Die Dramen der DDR-Geschichte prägten die Tageszeitung. Manchmal flackerte in der Redaktion sogar Mut auf. Von Uwe Klußmann
Filmzensur durch Sittenwächter Als Hollywood den Sex verbot Lange Küsse, gemeinsame Ehebetten oder gar Nacktheit? Im US-Kino ab den Dreißigerjahren strikt verboten. Über die Moral in Filmen wachten ein Ex-Postminister und ein Jesuitenpfarrer. Von Danny Kringiel
»Wochenschau« von der Ostfront Wie Opa Franz ins Kino kam Als die Wehrmacht die Sowjetunion überfiel, wurde ein junger Soldat für Sekunden zum »Wochenschau«-Helden. Der Historiker André Postert kannte von seinem Großvater nur dieses eine Stahlhelm-Bild – und suchte nach weiteren Spuren. Von André Postert
Streit um Umgang mit Nazi-Verbrechen Darf man eine Synagoge wieder aufbauen? Die Jüdische Gemeinde Hamburg möchte die in der NS-Zeit zerstörte Bornplatzsynagoge originalgetreu rekonstruieren. Kritiker aus Israel wenden sich dagegen. Hier ist ein Kompromissvorschlag. Von Michael Brenner
Haarige Hoffnung im Shutdown Wenn's mit dem Friseurtermin noch etwas dauert Lange Haare können ein prächtiges Geschäft sein – nicht nur für Friseure. In den USA schickte ein Putenzüchter einst sieben Rapunzels auf die Bühne. Und John Lennon tauschte seine Matte gegen Muhammad Alis Boxershorts. Von Solveig Grothe
Maskentänzerin Lavinia Schulz Avantgarde, Anmut und Armut Mit bunten Ganzkörpermasken und freizügigem Spektakel tanzten Lavinia Schulz und Walter Holdt vor hundert Jahren am Abgrund. Inmitten der Krise beendeten Revolverschüsse ihr Leben. Von Martin Pfaffenzeller
Dachbodenfund in Oberösterreich »Ein ganz anderer Blick auf die Kindheit von Adolf Hitler« Woher Adolf Hitler seinen mörderischen Judenhass hatte, beschäftigt Historiker seit Generationen. Roman Sandgruber hat zahlreiche Briefe von Hitlers Vater Alois entdeckt – sie werfen ein neues Licht auf die Familie. Ein Interview von Solveig Grothe
Versteckte Nazidokumente Die Spur aus dem Sessel Papiere mit Hakenkreuzstempeln, Pässe eines »Robert Griesinger« – ein Polsterer war entsetzt über seinen Fund in einem Sitzkissen. Der Historiker Daniel Lee forschte in halb Europa: Wer war dieser Griesinger, Opfer oder Täter? Von Solveig Grothe
In sieben Schritten Wie die Erfindung der Glühbirne Karaoke zur Todesgefahr machte Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Sogar der trickreiche Erfinder Edison mit philippinischen "My Way"-Sängern.
In sieben Schritten Wie Richard Wagner die patriotischsten Pommes der Welt schuf Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Tiefkühlpizza mit Fledermaus-Rock und Giftgas. Aber schauen Sie selbst in die Bildergalerie.
In sieben Schritten Wie Hühnersonnenbrillen Colt Seavers das Leben retteten Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Danny Kringiel begibt sich auf eine absurde Zeitreise - und entdeckt, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Kannibalismus mit Macho-Karren.
Sprachgeschichte Wie die lahme Ente in unser Bewusstsein watschelte Von US-Präsidenten über Angela Merkel bis zu Jogi Löw gelten Amtsträger als »lahme Enten«, sobald ihre Ära sich dem Ende nähert. Wieso eigentlich? Und womit hat dieser sympathische Wasservogel das verdient? Von Frank Patalong
Britische Monarchie Wie Queen Victoria die »Royal Family« inszenierte Eine der frühesten Influencerinnen war Victoria von England: Um sich politischen Einfluss zu sichern, gewährte sie dem Volk Einblicke ins Private. Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg spielte mit. Von Bettina Musall
Suche nach nationaler Identität Warum »Rotkäppchen« kein deutsches Märchen ist Die »Volksmärchen« der Brüder Grimm gehören zum Kulturschatz der Nation. Dabei fehlt einigen der Erzählungen die lange deutsche Tradition, die sie angeblich haben. Von Angelika Franz
Dichter Stendhal über die Epoche Napoleons Als die Köpfe rollten, starb die Moral Die Französische Revolution hat den Adel hinweggefegt – und nebenbei das Schlechteste im Menschen geweckt, klagte der Dichter Stendhal: Heuchelei und Selbstsucht im Bürgertum. Die Folgen sind heute noch spürbar. Von Tobias Sauer
Konvertiten um 1800 Sie wurden katholisch, weil sie das Geld brauchten Der Glaube versprach vielen deutschen Intellektuellen Halt in den unruhigen Zeiten der Napoleonischen Kriege. Doch die Kirche lockte auch mit ausgesprochen weltlichen Anreizen. Von Felix Bohr
Romantiker Lord Byron »Alle Männer sind eifersüchtig auf ihn und alle Frauen aufeinander« Er war ein Vorläufer heutiger Selfie- und Instagram-Prominenz: Mit verruchtem Glamour und zügelloser Selbstdarstellung avancierte der englische Dandy George Gordon Byron zum Superstar. Von Andreas Wassermann
Historiker über Napoleon und die »Preußischen Reformen« Was Deutschland von Frankreich gelernt hat Der Geschichtswissenschaftler Paul Nolte beschreibt, wie brave Beamte eine Revolution anzettelten und warum Entscheidungen von 1807 bis heute nachwirken. Ein Interview von Johannes Saltzwedel
Spielzeug-Unternehmerin Margarethe Steiff Wie die Teddybär-Erfinderin einen Weltkonzern schuf Eine Frau als Chefin, dazu noch behindert und ledig? Undenkbar im 19. Jahrhundert. Margarete Steiff wagte es trotzdem – und kreierte eine Legende. Von Bettina Musall
»Speckrussen«-Rebellion gegen Napoleon Wie eine Kneipenschlägerei zum Aufstand wurde Im Bergischen Land weigerten sich junge Bauernsöhne 1813, für Frankreichs Feldherrn in den Krieg zu ziehen. Sie wollten nicht als Kanonenfutter sterben – und wagten alles. Von Frank Patalong
General Kutusow vertrieb die Franzosen aus Russland Napoleons mächtigster Widersacher und seine überlegene Kriegstaktik 1812 wollte Frankreichs Feldherr das Zarenreich niederringen, doch der Überfall wurde zum Desaster. Napoleon unterschätzte den russischen Willen zum Widerstand und die Klugheit des Michail Kutusow. Von Uwe Klußmann
Bildungshistoriker über Corona-Maßnahmen »Das Vorenthalten von Schule ist ein Verbrechen am Kind« Der Erziehungswissenschaftler Heinz-Elmar Tenorth sagt, die Pandemie werfe das Bildungssystem ins frühe 19. Jahrhundert zurück. Wie kommt er darauf und was fordert er? Ein Interview von Katja Iken
200. Geburtstag von Lola Montez »Das tollkühnste Weib, das je den irdischen Boden betreten« Sie peitschte ihre Feinde aus, trieb 1848 die Bayern auf die Barrikaden, war weit mehr als nur Königskurtisane: Am Mut der Künstlerin Lola Montez könnten wir uns alle ein Beispiel nehmen, findet ihre Biografin Marita Krauss. Von Katja Iken
Krankheitsleugner Pandemie? Welche Pandemie? Corona, Krebs, Aids, Polio, Diabetes, sogar Karies: Gibt's doch gar nicht – behaupten hartnäckige Leugner. Krankheiten einfach wegzuglauben, ist ein altes Phänomen. Und ein Geschäftsmodell für Scharlatane. Von Danny Kringiel
Golf, Grand Prix, Speerwerfen auf dem Mond »Der Ball flog Meilen und Meilen und Meilen« Wer Donald Trump auf den Mond schießen will, könnte ihm einen Gefallen tun: Dort spielten Astronauten vor 50 Jahren Golf. Später maßen sie sich gar in einer Mond-Olympiade – beinahe mit tödlichem Ausgang. Von Christoph Gunkel
Plündern für Napoleon So kam die Quadriga nach Paris Für ein spektakuläres Museum schaffte Vivant Denon Kunstwerke aus Europas Schatzkammern nach Paris. Nach Frankreichs Sieg über Preußen traf es auch ein Berliner Wahrzeichen. Von Ulrike Knöfel
Vergangenheitsbewältigung Macht uns das Gedenken an den Holocaust blind für andere deutsche Verbrechen? Historiker streiten über die Frage, ob die Vergangenheitsbewältigung unangenehme Nebeneffekte hat – etwa im Umgang mit Deutschlands Kolonialgeschichte. Von Tobias Rapp
Audiostory Macht uns das Gedenken an den Holocaust blind für andere deutsche Verbrechen? Historiker streiten über die Frage, ob die Vergangenheitsbewältigung unangenehme Nebeneffekte hat, etwa im Umgang mit Deutschlands Kolonialgeschichte. Hören Sie hier die Geschichte (17:20 Minuten). Von Tobias Rapp
Luftangriffe auf Dresden Wie die Bomben meine Mutter vor dem KZ retteten Als die Alliierten 1945 ihre Angriffe flogen, ging Dresden in Flammen auf. Henny Brenner jedoch brachte das Inferno Hoffnung: Am Tag zuvor hatte sie den Bescheid über ihre Deportation erhalten. Von Michael Brenner, Historiker und Sohn von Überlebenden
Freibordmarken statt Schiffe versenken Bis hierhin und nicht weiter Reeder schickten noch im 19. Jahrhundert schwimmende Särge auf Seereise – heillos überladen, aber gut versichert. Bis Samuel Plimsoll den Kampf aufnahm: gegen absaufende Frachter und für eine rettende Lademarke. Von Olaf Kanter
Deutsche Dichter im Kampf gegen Napoleon »Frisch auf, wir woll'n uns schlagen, so Gott will über'n Rhein« Vermeintlich friedliebende Romantiker putschten nach 1806 die Bevölkerung für die deutsche Sache auf. Einige riskierten ihr Leben in den »Befreiungskriegen« – und wurden als Märtyrer gefeiert. Von Ruth Hoffmann