Weimarer Republik Wie sich deutsche Forscher heimlich auf einen Gaskrieg vorbereiteten Ein US-Historiker hat rekonstruiert, wie deutsche Chemiker in der Weimarer Republik heimlich an Vernichtungswaffen für einen Gaskrieg forschten. Sie schufen so die Grundlage für den Einsatz von Zyklon B in Konzentrationslagern. Von Frank Thadeusz 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Historische Sexratgeber »Dort hat die Natur den Thron ihrer Freuden und Lüste platziert« Schon seit der Antike kursieren Tipps für eine erfüllte Partnerschaft. Hier erfahren Sie, welche erogenen Zonen zählen, welches tierische Aphrodisiakum die Manneskraft entfacht und warum Bahnfahren erotisch ist. Von Michael Kister 1 Min Zur Merkliste hinzufügen
Mythos Jeanne d’Arc Von der Ketzerin zur Nationalheldin 1431 zwang die katholische Kirche Jeanne d’Arc auf den Scheiterhaufen. Die französische Bauerntochter hatte die Engländer gedemütigt – und auf ihrem direkten Draht zu Gott beharrt. Von Katja Iken 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Knochenjobs für billige Wohlstandshelfer Rund eine Million türkeistämmige Menschen lebten 1973 in der Bundesrepublik, vor allem in Großstadtrevieren wie Berlin-Kreuzberg – und oft in prekären Verhältnissen. Auch der SPIEGEL berichtete nicht frei von Ressentiments. 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Historiker über DDR-Diktator »Walter Ulbricht hätte sich für seine Überzeugungen erschießen lassen« Ein Betonkommunist und gehasster Apparatschik – war da noch mehr? Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk hat sich tief in Walter Ulbrichts Biografie versenkt. Und eine »gewisse Sympathie« für den einstigen DDR-Staatschef entwickelt. Ein Interview von Frank Thadeusz 12 Min Zur Merkliste hinzufügen
Katholische Kirche im Nationalsozialismus Eine unheilige Allianz Glaubensfestigkeit hat keineswegs immun gemacht gegen Ideologie und Lockangebote der Nazis. Das Beispiel Eichstätt zeigt, wie bereitwillig und rasch das katholische Kirchenvolk vor 90 Jahren zu Hitler überlief. Von Felix Bohr 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Mechanik der Lust – historisches Sexspielzeug »Elektrisiere Dich selbst!« In ihrer Altbauwohnung hütet Nadine Beck eine einzigartige Vibratorensammlung. Kaum jemand weiß so viel über die mechanischen Lustbringer wie die Hamburgerin. Etwa, dass die Massagestäbe einst gar nicht zum Lustgewinn gedacht waren. Von Katja Iken 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
80 Jahre Hamburger Feuersturm Als die Täter zu Opfern wurden Briten und Amerikaner flogen im Juli 1943 die bis dahin schwersten Angriffe in der Geschichte des Luftkriegs: die »Operation Gomorrha« in Hamburg. Wie wir an dieses Kriegsverbrechen erinnern – und was sich ändern sollte. Von Martin Sabrow 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Umstrittenes Anne-Frank-Buch »Entfernen Sie den Namen der Stadt Amsterdam aus diesem Werk« Ein Forscherteam behauptete, den Verräter Anne Franks ermittelt zu haben, aber das Buch wurde weltweit heftig kritisiert. Jetzt fordert die Stadt Amsterdam nach SPIEGEL-Informationen, dass ihr Name aus dem Dankwort gestrichen wird. Von Felix Bohr 3 Min Zur Merkliste hinzufügen
Jüdischer Widerstand gegen Hitler »Die Deutschen ergeben sich, weil ein Mädchen auf sie zielt!« Das Attentat auf Hitler am 20. Juli 1944 wurde zum Inbegriff des Widerstands gegen die Nazis. Fast vergessen sind dagegen die jüdischen Frauen, die bewaffnet gegen das Morden kämpften – wie Masza Putermilch und Vitka Kempner. Von Lena Böllinger 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
120 Jahre Tour de France »Falls ich nicht ermordet werde bis Paris, werde ich die Tour gewinnen« Um die Auflage zu steigern, erfand 1903 eine Sportzeitung die Tour de France. Schon ein Jahr später folgten erste Skandale: Betrug, Sabotage, verprügelte Fahrer – aber die Tour lernte ihre wichtigste Lektion. Von Christoph Gunkel 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Sexualität und Macht Wer beim Sex unten liegt, muss sich auch sonst unterordnen – wirklich? Von Rammstein bis weit zurück in der Geschichte war Sexualität immer politisch. Im Bett manifestiert sich Macht, soziale Rollen und Hierarchien folgen angeblich der »Natur« der Geschlechter. Vielleicht ändert sich das jetzt. Von Eva-Maria Schnurr 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Konflikte um Sex im alten Rom Des Kaisers neue Sitten Oral oder anal, mit Tieren oder in Gruppen – das Liebesleben im Römischen Reich war wild und dekadent. Kaiser Augustus versuchte deshalb, Moral per Gesetz zu verordnen. Doch seine Tochter vermasselte den Plan. Von Felix Bohr 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Medizin im antiken Rom Von mutigen Ärzten und noch viel mutigeren Patienten In Pompeji gab es offenbar erstaunlich viele Heilkundige. Instrumentenfunde in der versunkenen Stadt zeugen von komplizierten Eingriffen – allerdings brauchten alle Beteiligten gute Nerven. Von Dela Kienle 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Star-Historiker Frankopan über die Klimakrise »Wir haben unsere Welt in Brand gesteckt« Die Menschheit lebt wegen des Klimawandels am Rand der Katastrophe, sagt der Historiker Peter Frankopan. Was der Blick Jahrtausende zurück lehrt. Und warum trotz Erderwärmung auch ein Temperatursturz drohen könnte. Ein Interview von Katja Iken 12 Min Zur Merkliste hinzufügen
Spektakulärer Baustellenfund in München Der verlorene Ort, aufgetaucht aus dem Wasser Eine überraschende Entdeckung wühlt Forscher und Nachfahren von Münchner Jüdinnen und Juden auf: Fragmente der im Sommer 1938 von den Nazis zerstörten Hauptsynagoge wurden fast 85 Jahre später aus der Isar geborgen. Von Jan Friedmann 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Schräge Geschichte aus dem Mittelalter Die Kammerzofe, die Ungarns Königskrone stahl 1440 klauten Bedienstete die Stephanskrone, Ungarns wichtigstes Machtsymbol. Der Coup endete mit einer abenteuerlichen Flucht und einem Bürgerkrieg. Was hatte Helene Kottannerin und ihre Komplizen zu ihrer Tat getrieben? Von Christoph Gunkel 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Familiärer Hintergrund von Friedrich Engels Der Kapitalist, der Marxist sein wollte Friedrich Engels, der Mann, der mit Karl Marx den Sozialismus propagierte, lebte selbst das Leben eines reichen Fabrikanten: Seine Familie beutete Arbeiter aus, auch Engels wurde durch das Elend der anderen reich. Von Hauke Friederichs 14 Min Zur Merkliste hinzufügen
Deutsch-deutsche Denunziation »Er hat euer Land auch ganz schön miesgemacht« Über IMs in der DDR weiß man viel, doch die Tippgeber der Stasi waren häufig keine Spitzel, sondern normale Bürger. Eine neue Studie zeigt, wie die politische Denunziation funktionierte – und warum auch Westdeutsche petzten. Von Solveig Grothe 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Mythencheck zu Folter im Mittelalter Gab es die berüchtigte »Mundbirne« wirklich? Durch Museen und Romane geistert ein perfides Folterwerkzeug: eine metallene Birne, die schmerzhaft im Mund des Opfers gespreizt wurde. Das angebliche Instrument der Inquisition diente aber wohl ganz anderen Zwecken. Von Martin Pfaffenzeller 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Der Kampf der Sterndeuter Die Erde ist keineswegs das Zentrum des Universums – damit rüttelten ein brillanter Astronom und ein rebellischer Mönch am biblischen Weltbild. Galileo Galilei musste zu Kreuze kriechen, Giordano Bruno starb den Flammentod. Von Felix Bohr 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Opfer der Hexenjagd »Lügensack, Ketzerhure, Teufelskopp« Aus der Ketzerverfolgung entwickelte sich im 15. Jahrhundert ein neues Feindbild: die böse Hexensekte. Die Ermittler folterten oft noch grausamer als im Mittelalter – wie im Fall der störrischen Adligen Sidonia von Borcke. Von Fiona Ehlers 8 Min Zur Merkliste hinzufügen
Ketzerverfolgung im Mittelalter »Erfolterte Geständnisse waren nicht im Sinne der Kirche« Die Brutalität gegen Häretiker war ein düsteres Kapitel der Kirchengeschichte. Historiker Jörg Oberste sagt, warum die Inquisition auch fortschrittliche Aspekte hatte und wieso ihn heutige Debatten ans Mittelalter erinnern. Ein Interview von Martin Pfaffenzeller 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Kreuzzug gegen die Katharer »Tötet sie alle!« Der Papst rief im 13. Jahrhundert zum Krieg gegen die Katharer. Auch grausame Massaker katholischer Ritter konnten den Widerstand der Andersgläubigen kaum brechen – bis die Stunde der Denunzianten schlug. Von Christoph Gunkel 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Deutscher Imperialismus Wie ein Hamburger Kaufmann Bismarck und den Kaiser zum Kolonialismus trieb Als Europas Großmächte im »Wettlauf um Afrika« rangelten, wollte das Deutsche Reich einen Anteil. Als Taktgeber mittendrin: Adolph Woermann. Die koloniale Landnahme ließ die Gewinne des gierigen Unternehmers sprudeln. Von Kim Sebastian Todzi 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Herfried Münkler zum Aufstand der Wagner-Gruppe »Ich gehe davon aus, dass die Russen Prigoschin liquidieren werden« Er forscht zum Söldnertum von der frühen Neuzeit bis heute: Hier erklärt Politikwissenschaftler Herfried Münkler, warum Wagner-Chef Jewgenij Prigoschin den Machtkampf gegen die Armee verloren hat – und den Geheimdienst fürchten muss. Ein Interview von Martin Pfaffenzeller 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Nationalsozialismus Der Probelauf der Diktatur in Thüringen Die NSDAP fasste in Thüringen früh Fuß und war bereits 1930 erstmals an einer Landesregierung beteiligt: eine Art Generalprobe für den legalen Weg zur Macht. Die Nazis zeigten mit radikaler Rohheit, wozu sie fähig waren. Von Dela Kienle 9 Min Zur Merkliste hinzufügen
Widerstand der Waldenser gegen die Nazis Die Partisanen in den Bergen Der Armenprediger Petrus Waldes wollte einst die Kirche reformieren, seine Bewegung wurde jahrhundertelang verfolgt. Später kämpften die Waldenser gegen die Nazis. Zwei Partisanen erzählen. Aus dem Piemont berichtet Frank Hornig 11 Min Zur Merkliste hinzufügen
Tod auf der »Titanic« Die tragische Familiengeschichte des Tauchbootpiloten Der Tauchgang von Stockton Rush und der »Titan«-Besatzung endete tödlich. Seine Frau Wendy Rush ist die Ururenkelin von Ida und Isidor Straus. Die »Titanic« riss das Millionärsehepaar 1912 in den Tod. Von Henrik Bahlmann, Jens Ostrowski und Frank Thadeusz 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
DDR-Zwangsarbeit und der Otto-Konzern »Niemand wird gerne daran erinnert, mit einer Diktatur Handel getrieben zu haben« Der Otto-Versand soll in den Siebzigerjahren Kameras verkauft haben, die zum Teil von DDR-Zwangsarbeitern gefertigt wurden. Die SED-Opferbeauftragte Evelyn Zupke erklärt, wie sie die Vorwürfe belegen kann – und was die Otto Group nun tun sollte. Ein Interview von Christoph Gunkel 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Währungsreform vor 75 Jahren Vater der D-Mark war ein junger, jüdischer Amerikaner, nicht Ludwig Erhard Die deutschen Experten nannten ihn spöttisch »Tannenbäumchen«. Der US-Offizier Edward A. Tenenbaum war erst 26, als elf Deutsche unter seiner Führung eine neue Währung erarbeiteten – Basis für das »Wirtschaftswunder«. Von Armin Fuhrer 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Geschichte der Esskultur Warum Jesus (beinahe) Veganer war und Gladiatoren mit Hüftspeck kämpften 4000 Jahre alte Rezepte, ein Diätratgeber, der schon vor 500 Jahren für Furore sorgte: Uta Seeburg hat eine Geschichte unserer Esskultur geschrieben. Darin erklärt sie auch, warum Gladiatoren aufgingen wie Hefeklöße. Ein Interview von Frank Thadeusz 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Flugzeugabstürze über dem Dschungel Das doppelte Wunder vom Amazonas Nach 40 Tagen wurden vier Kinder aus Kolumbiens Regenwald gerettet. Das erinnert an einen Crash 1971: Juliane Diller, damals 17, überlebte als einzige Passagierin. Sie war das Mädchen, das vom Himmel fiel – und sieht einige Parallelen. Von Stephan Kroener 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Krieg gegen die Armen Es ist ein kaum bekanntes Kapitel des Nationalsozialismus: 1938 machten die Nazis Jagd auf die Schwächsten der Gesellschaft. Wohnungslose, Bettler und Prostituierte kamen zur Zwangsarbeit in KZ. Die meisten starben. Von Felix Bohr 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Soziale Ungleichheit in der DDR Die Millionäre und Armen, die es nicht geben durfte Die DDR war kein klassenloser Staat. Sie erforschte die Armut, die sie offiziell leugnete. Und sie profitierte von Millionären wie Heinz Bormann, dem »roten Dior«. Dann sagte sie ihnen den Kampf an. Von Solveig Grothe 10 Min Zur Merkliste hinzufügen
Deutsche (Alb-)Traumimmobilien Vom Erdloch bis zur Luxusvilla Bauern, Bettler, Edelleute: Wie jemand sozial aufgestellt war, erkannte man von jeher schon daran, wie er oder sie wohnte. Im Prinzip ist das heute noch so – wenn auch weniger eindeutig als früher. Von Frank Patalong 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Steuergerechtigkeit in Deutschland Warum Reiche bisher immer gut weggekommen sind Ausgerechnet die CDU will Spitzenverdiener stärker zur Kasse bitten. Der Historiker Marc Buggeln hat die Geschichte der Steuerpolitik erforscht und sagt, was sich wirklich ändern müsste. Ein Interview von Maren Jensen 7 Min Zur Merkliste hinzufügen
Augenblick mal Wird hier etwa Stonehenge gebaut? Der rätselhafte Steinkreis in Südengland soll mehr als 4000 Jahre alt sein. Doch Fotos aus den Fünfzigerjahren lassen anderes vermuten. Sind sie echt? Von Solveig Grothe 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Ein Bild und seine Geschichte Warum in Jerusalem die Hakenkreuzfahne wehte Die Nazis trugen ihre Symbole in alle Welt – sogar nach Jerusalem. Auch im Palästina der Dreißigerjahre gab es glühende Hitler-Verehrer: Schwäbische Einwanderer gründeten NSDAP-Filialen. Von Solveig Grothe 5 Min Zur Merkliste hinzufügen
Augenblick mal Was machen die Bahnwaggons auf dem Berg? Zwei Eisenbahnwagen stehen auf Stelzen in 2300 Meter Höhe. Die sonderbare Konstruktion zierte ab 1930 einen Alpenpass zwischen Italien und der Schweiz – und machte den Eidgenossen Angst. Von Katja Iken 6 Min Zur Merkliste hinzufügen
Revolution der Sexualforschung in Wien und Berlin Die unendlichen Weiten der Triebe Ausgerechnet die deutschsprachigen Hauptstädte wurden um 1900 zu Schauplätzen einer sexuellen Befreiung. Psychoanalytiker und Mediziner mischten die verklemmte Gesellschaft auf. Von Oliver Das Gupta Zur Merkliste hinzufügen
Nazitheater im Norden Das sonderbare Nachleben der Stedinger Als ketzerische Bauern sich in Norddeutschland erhoben, rief der Papst zum Kreuzzug. 700 Jahre ist das her. Aber diese Rebellenfolklore inspirierte revolutionäre 1848er ebenso wie DDR-Propagandisten – und vor allem die Nazis. Von Solveig Grothe Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Gestürzt, entmachtet, gedemütigt »Der Tod Walter Ulbrichts hinterlässt keine Lücke«, so der erste Satz der SPIEGEL-Titelgeschichte Anfang August 1973. Die neue SED-Führung hatte den Spitzengenossen mit dem Spitzbart gründlich kalt- und bloßgestellt. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Sklavenhandel der Wikinger in Europa Aus der Eifel verschleppt, im Orient zu Geld gemacht Wenn die Krieger aus dem Norden in Dörfer und Siedlungen einfielen, suchten sie Kostbarkeiten und menschliche Beute. Auch Regionen im heutigen Deutschland waren Ziel brutaler Überfälle, etwa ein Kloster in der Eifel. Von Tillmann Bendikowski Zur Merkliste hinzufügen
80 Jahre nach dem »Feuersturm« Todesfalle im Rostmantel In Hamburgs Erdboden stecken noch immer viele Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg. Wo genau, weiß niemand. Die Suche ist komplizierte Detektivarbeit, ein SPIEGEL-Team hat Sprengmeister bei ihrem riskanten Job begleitet. Eine Videoreportage von Heike Janssen, Benjamin Braden, Andreas Landberg und Martin Jäschke Zur Merkliste hinzufügen
Fotografie Bitte recht nackt Kaum war die Fotografie erfunden, zogen sich Menschen vor der Kamera aus. Bald wurde von der braven Pose bis zur offensiven Erotik alles abgelichtet. Eine Debatte entbrannte: War so viel Freizügigkeit Kunst – oder doch ein Fall für die staatlichen Sittenwächter? Zur Merkliste hinzufügen
Sex im alten Rom Des Kaisers neue Sitten Oral oder anal, mit Tieren oder in Gruppen – das Liebesleben im Römischen Reich war wild und dekadent. Kaiser Augustus versuchte deshalb, Moral per Gesetz zu verordnen. Doch seine Tochter vermasselte den Plan. Von Felix Bohr Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Lauschangriff auf die Demokraten Eher per Zufall erfuhr die Welt, dass US-Präsident Richard Nixon jedes seiner Gespräche im Weißen Haus aufzeichnen ließ. Ein Tonband als »Smoking Gun« brachte dann 1973 die Wende im Watergate-Skandal. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Erotische Kunst im Spätmittelalter Was genau sieht man auf diesem berühmten Bild? Der »Garten der Lüste« des niederländischen Malers Hieronymus Bosch fasziniert mit seinen expliziten erotischen Szenen. Aber was genau wollte der Maler vor 500 Jahren mit den rätselhaften Details sagen? Von Kathrin Maas Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren »Wozu da diese Herzlichkeit?« Kurz vor seinem Tod hat der Philosoph Max Horkheimer im SPIEGEL-Gespräch vor einem zu bequemen Leben gewarnt. Der Säulenheilige der 68er-Bewegung war zum konservativen Fortschrittsskeptiker geworden. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Rückblick Wie ich Deutschlands erste Ministerpräsidentin wurde Björn Engholm hatte geflunkert und war zurückgetreten, 1993 übernahm Heide Simonis. Ihr Fazit in diesem Text aus dem Jahr 2007 war: Eine Frau wird erst ins Amt gehoben, wenn es zuvor einen Mann aus der Kurve getragen hat.
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Bummelstreik im Tower Fluglotsen waren 1973 vorübergehend wohl die meistgehasste Berufsgruppe der Republik – weil sie monatelang streikten. Schockierender war allerdings, wie es in den Kontrolltürmen zuging. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Geschichte politischer Unruhen in Frankreich »Die Gewalt und der Hass gegen den Staat haben eine neue Dimension angenommen« Jugendliche in Frankreich protestieren seit Tagen gegen Polizeigewalt. Der Aufstand gegen die Obrigkeit hat in dem Land Tradition – doch Historiker Sven Externbrink sagt: So viel Misstrauen wie jetzt gab es noch nie. Ein Interview von Christoph Söller Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Wo ein Willy ist, ist auch ein Weg Der Kanzler wollte wohl nahbarer wirken, vielleicht ödeten ihn auch die Amtsgeschäfte an: Willy Brandt reiste im Sommer 1973 per Sonderzug durchs Land. Von seinem Charisma war nicht viel zu spüren. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Neues von gestern – der Geschichte-Newsletter Warum Söldnerführer wie Prigoschin gefährlich leben Was der Wagner-Chef mit historischen Warlords gemeinsam hat und wieso Thüringen nicht erst jetzt ein Problem mit dem Rechtsextremismus hat, darum geht es in diesem Newsletter. Von Eva-Maria Schnurr Zur Merkliste hinzufügen
Sowjet-Gedenken in Pankow Stalin-Zitat an Ehrenmal – Berliner Bezirk zeigt sich empört Die Rote Armee als Kämpfer für »Gleichberechtigung aller Völker«? Für Pankows Bürgermeisterin wirken die Worte von Diktator Stalin wie Hohn. Sie verlangt vom Land Berlin eine historische Einordnung. Zur Merkliste hinzufügen
Martin Dibobe, preußischer Afro-Sozi Black Power im Kaiserreich Dem Häuptlingssohn, bestaunt im kolonialen Menschenzoo, gelang ein rasanter Aufstieg. Martin Dibobe kam 1896 aus Kamerun nach Berlin. Er wurde Schlosser, Zugführer, Beamter. Und Vorkämpfer für die Rechte der Afrikaner. Von Philipp Wurm Zur Merkliste hinzufügen
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Mama Soul aus Mannheim Sie sang alles von Jazz bis Schlager und landete mit einer Blues-Moritat im Mannheimer Dialekt einen Überraschungshit. Joy Fleming hatte die Stimme eines Weltstars – der große Durchbruch gelang ihr trotzdem nie. Von Rainer Lübbert Zur Merkliste hinzufügen
Die Reisen des Ethnologen Wilhelm Joest Seine Ausbeute verstaute er im Einbaum Wilhelm Joest reiste ab 1874 um die Welt und sammelte Kunst- und Alltagsobjekte, so viel er konnte. Zugleich war der Sohn eines Fabrikanten ein imperialer Akteur – er diente dem Kolonialismus im Kaiserreich, einer deutschen Nation mit Weltmachtanspruch. Von Anne Haeming Zur Merkliste hinzufügen
Als die D-Mark kam Rücke bis auf Los vor und ziehe DM 40 ein Die Währungsreform 1948 war ein Schock. Die Westdeutschen schoben Panik, standen Schlange für ihr »Kopfgeld«, bangten ums Ersparte. Doch dann führte die D-Mark ins Wohlstandswampenland und wurde zum Symbol für Stabilität. Von Frank Patalong Zur Merkliste hinzufügen