Begründer der Waldorfschulen So antisemitisch war Rudolf Steiner Rudolf Steiner erfand im frühen 20. Jahrhundert die Anthroposophie. Auf seine esoterische Lehre berufen sich auch heute noch Pädagogen und Biomarken. Doch die dunklen Seiten seiner Ideen werden gern übersehen. Von Christoph Gunkel
»Schwarzer Adler« Hubert Julian Der Mann, der Göring zum Luftduell forderte Hubert Julian wurde vor 100 Jahren als Flugpionier berühmt. Dafür sorgte sein Talent zur Selbstvermarktung – und zu Bruchlandungen. Von Rüdiger Strempel
Rassistische Morde 1921 in Oklahoma Die Nacht des Lynchmobs Greenwood war ein wohlhabendes Schwarzenviertel in der Großstadt Tulsa. Bis vor genau 100 Jahren ein wütender weißer Mob die »Black Wall Street« in nur einer Nacht niederbrannte und 300 Menschen ermordete. Von Jasmin Lörchner
Wie Kaiser Wilhelm II. gegen Juden hetzte »Ich glaube, das Beste wäre Gas?« An der Spitze des deutschen Staates vertrat der Hohenzollernkaiser ab 1888 eine klar antisemitische Haltung. Je älter er wurde, desto aggressiver agierte Wilhelm II. Von John C. G. Röhl
Erste deutsche Polarexpedition Hoch hinauf, durch das Eis immer weiter Richtung Nordpol Im Mai 1868 segelten Kapitän Carl Koldewey und seine Crew los, um einen direkten Seeweg zum Nordpol zu entdecken. Eine unmögliche Mission – aber so weit wie die »Grönland« kam bis heute kein anderes Schiff ohne Motor. Von Stefan Krücken
Prominente Stimmen zum Judenhass in Deutschland »Der Antisemitismus war nie weg, er wird über Generationen weitergegeben« Die Spur des Antisemitismus reicht weit zurück – und er bedroht Menschen bis heute. Die Musiker Danger Dan und Igor Levit und andere sagen, wie sie Hetze gegen Juden entgegentreten.
Angeblicher Ritualmord Wie eine erfundene Kindstötung über Jahrhunderte Hass schürte Bis vor wenigen Jahren verehrten Pilger in Tirol das »Anderl von Rinn« – die Geschichte dahinter war gezielt gefälscht, um Juden zu diffamieren. Von Johannes Saltzwedel
Deutsche Geschichte »Je undurchschaubarer die Welt wird, umso aggressiver wird die antijüdische Hetze« Wie Antisemitismus sich über die Jahrhunderte hinweg entwickelte und warum auch die Aufarbeitung nach 1945 ihn nicht stoppen konnte, erläutern die Politikwissenschaftlerin Deborah Hartmann und der Historiker Michael Brenner. Ein Interview von Joachim Mohr und Eva-Maria Schnurr
In der Bibel und bei Luther Warum die Judenfeindlichkeit im Christentum tief verwurzelt ist Über muslimischen Antisemitismus wird viel diskutiert, über christlichen kaum. Dabei war die Abwertung der Juden grundlegend für den Glauben an Jesus. Im Lauf der Jahrhunderte kamen immer mehr Vorurteile und Mythen hinzu. Von Peter Schäfer
Annemarie Günther über den Sommer 1945 »Nur fort vom Russen« Annemarie Günther, Tochter eines ostpreußischen Oberregierungsrats, war »Jungmädelführerin« und glaubte bis Kriegsende: »Unsere Soldaten halten die Grenze.« Auf einem Stück Papier notierte sie 1945, was sie stattdessen erlebte. Von Annemarie Günther
Luftschiff-Rivalen Parseval und Zeppelin Als die Gummikuh in die Luft ging Mit Luftschiffen wollten die Deutschen Anfang des letzten Jahrhunderts Kriege gewinnen. Es kam zu einem Konstrukteurswettrennen zwischen Graf Zeppelin und Major von Parseval. Dessen »LZ 1« hatte einen entscheidenden Vorteil – und unterlag doch. Von Arne Cypionka
Entschädigungen für koloniale Verbrechen in Namibia »Herr Steinmeier kann nur um Verzeihung bitten« Deutschland will den Völkermord an Herero und Nama anerkennen und Hilfsgelder für soziale Projekte zahlen. Doch Nachfahren der Opfer kritisieren das Abkommen. Der namibische Historiker Wolfram Hartmann erläutert, warum. Ein Interview von Katja Iken
Sinti in der DDR »Man nennt uns Zigeunerbrut« Arbeitsscheu und kriminell – mit solchen Vorurteilen waren Sinti in der DDR konfrontiert, wegen ihrer Herkunft wurden sie vom Staat drangsaliert. Viele Details aus ihrem Alltag werden erst jetzt öffentlich. Von Corina Kolbe
Herbst 1987 Wie ein Ölgemälde von Bob Dylan aufs Konzert in Ost-Berlin kam »Trageelement« mit Komplikationen: Zu Dylans 80. Geburtstag erinnert sich sein treuester deutscher Fan an den Moment, da er mit dem Bild im Treptower Park eintraf – und sich vor ihm die Menge teilte. »Es war ein Triumphzug«. Von Bruno Schrep
U-Boot-Offizier Oskar Kusch Der Aufstand des Kommandanten Im Sommer 1943 ist »U-154« auf Feindfahrt, als Oskar Kusch deutlich wird: Hitler nennt er einen »Idioten«, vergleicht Nazis mit Bandwürmern. Die Mannschaft schätzt ihren jungen Kommandanten. Doch zwei Offiziere nehmen Rache. Von Stefan Kruecken
23. Mai – Tag des Grundgesetzes »Der Staat soll nicht alles tun können« Mit dem »Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit« wurden viele Coronamaßnahmen begründet. 1949 wurde heftig um diesen Artikel des Grundgesetzes gerungen. Und schon damals ging es auch ums Impfen. Von René Schlott
Grünenpolitikerin Weisband und Holocaustüberlebende Knobloch im Doppelinterview »Antisemitismus wächst, weil die Welt sich verändert« Zwei Frauen, zwei Generationen, ein Thema: Marina Weisband und Charlotte Knobloch sprechen über ihren Kampf gegen den Judenhass. Ein Interview von Annette Langer und Simone Salden
Berührende Gesten im Nahostkonflikt Wenn gespendete Organe Frieden spenden sollen Die Niere eines getöteten Juden für eine arabische Israelin, die Niere eines erschossenen Palästinenserjungen für ein jüdisches Mädchen – über menschliche Gesten und große Träume im Nahostkonflikt. Von Christoph Gunkel
Christian Schwarz-Schilling über den Sommer 1945 Warum mein Vater meiner Mutter Hitler-Unterricht gab Musikkorps statt Westfront: Die Mutter hatte erreicht, dass der Vater als Komponist nicht Panzergrenadier werden musste. Überhaupt schien sie sehr einflussreich. Ihr größtes Geheimnis erfuhr Christian Schwarz-Schilling jedoch erst lange nach dem Krieg. Von Christian Schwarz-Schilling
Peggy Thaw, erste Influencerin der Geschichte Ich, ich, ich! In-Sein als Geschäftsmodell: Schon vor hundert Jahren buhlte die junge Amerikanerin Peggy Thaw mit Filmen und Fotos um Medienpräsenz. Auf einem bayerischen Dachboden wurden die Filmrollen wiederentdeckt. Von Katja Iken
Suizide in der DDR Freitod als Staatsgeheimnis Erst waren sie versteckt, dann verschollen, nun konnte eine Forscherin die Suizidstatistiken der DDR auswerten. Sie entdeckte kistenweise Daten aus vier Jahrzehnten – zu einem absoluten Tabuthema. Von Solveig Grothe
Gerhart Baum über den Sommer 1945 »Eine Villa am See – dort erwarteten wir die Amerikaner« Die Lage sei höchst angespannt gewesen, so erinnert sich der frühere Bundesinnenminister Gerhart Baum an die Ankunft der US-Truppen, die er als Kind erlebte. »Die alten Nazis in der Polizeistation, der Ortsgruppenleiter, alle waren noch da.« Von Gerhart Baum
Karl Heinrich Ulrichs und der Homosexuellen-Paragraf 175 Deutschlands erster schwuler Aktivist Karl Heinrich Ulrichs outete sich früh und plädierte für straffreie Homosexualität. Den »Schandparagrafen« 175 konnte der mutige Jurist nicht verhindern – nach der Einführung vor 150 Jahren ging er ins Exil. Von Jasmin Lörchner
Mosambikanische »Vertragsarbeiter« in der DDR Ausgegrenzt, geprellt, vergessen 17.000 Mosambikaner arbeiteten in der DDR. Was man ihnen verschwieg: Von ihrem Lohn zahlte Mosambik auch Schulden ab. Jetzt unterstützen deutsche Wissenschaftler den Kampf der »Madgermanes« um Anerkennung – und Geld. Von Katja Iken
Bob Marleys letzte Lebensmonate »Man, Rottach-Egern! Der kälteste Ort, an dem ich je war« Hoffnung auf Heilung führte Bob Marley von Jamaika an den Tegernsee. Dort schippte er Schnee, kickte in der Sporthalle, plauderte mit Nachbarn am Gartenzaun. Heute vor 40 Jahren starb der Reggaestar an Krebs. Aus Rottach-Egern berichtet Stephan Kroener
Anschlag auf Heinz-Herbert Karry Mord im Morgengrauen – nach 40 Jahren noch immer ungeklärt Hessens Wirtschaftsminister Heinz-Herbert Karry wurde 1981 im Schlaf erschossen. Bis heute bleibt ein Rätsel, wer ihn ermordete: Waren es Linksradikale oder rechte Antisemiten? Von Robert Wolff
Instagram-Projekt @ichbinsophiescholl Selfies von Sophie, Heldin mit Handy Zum 100. Geburtstag von Sophie Scholl werden ihre letzten Lebensmonate »in Echtzeit« als Insta-Stories nachgezeichnet. Gute Idee oder Kitsch? Ein Interview mit Schauspielerin Luna Wedler und Historikerin Barbara Beuys. Von Katja Iken und Christoph Gunkel
Streit unter den Nachfahren Wie ein Neffe von Sophie Scholl das Erbe der »Weißen Rose« instrumentalisiert Julian Aicher tritt bei den »Querdenkern« auf, Jörg Hartnagel tritt gegen den Missbrauch von Geschichte ein – beide sind Neffen von Sophie Scholl. Wie die Erinnerung an eine Ikone des Widerstands eine Familie entzweit. Von Christoph Gunkel
Alexander Kluge über den Sommer 1945 Ein »Führer-Blitzgespräch« – das einzige Lebenszeichen Das Kriegsende erlebte Alexander Kluge als 13-Jähriger in Halberstadt. Der Filmemacher und Schriftsteller erinnert sich an seine frühe Karriere als Hamsterer – und ein kurzes Wiedersehen mit seiner Mutter. Ein Interview von Alexander Smoltczyk
Größte Schmuggelaktion der Bundesrepublik Frisch, frech, fettig, zollfrei Für 14 Nachkriegsjahre war der Grenzort Elten niederländisch, dann wieder deutsch. Der perfekte Moment für Bauernschläue: In der »Butternacht« zum 1. August 1963 bunkerten die Eltener Tausende Tonnen Billigwaren – an der Steuer vorbei. Von Katja Iken
Bürgerrechtler in Philadelphia Black Lives Matter – vor 150 Jahren Auch nach dem Ende der Sklaverei blieben Schwarze in den USA Bürger zweiter Klasse. Wer wählen wollte, riskierte sein Leben: 1871 wurde Octavius Catto von einem Rassisten auf offener Straße erschossen. Von Hans Hielscher
Hungerstreik der IRA Der kalkulierte Tod von Bobby Sands Am 5. Mai 1981 verhungerte Bobby Sands als erster von zehn IRA-Leuten in britischer Haft. Ihr qualvolles Sterben als »Märtyrer« heizte den Nordirland-Konflikt an, leitete aber auch die Wende ein. Von Frank Patalong
FBI-Akten über Rudi Dutschke »Sie fürchteten ihn als Gefahr für das Land« Jahrelang befasste sich der US-Geheimdienst mit Rudi Dutschke – jetzt wurden rund 300 Seiten des Dossiers bekannt. Hier erzählt Gretchen Dutschke-Klotz, die Witwe des Studentenführers, wie sich die Überwachung anfühlte. Ein Interview von Katja Iken
Kriegstagebücher von Anna Haag »Kann ich Hitler mit dem Kochlöffel totschlagen?« Dass die Deutschen einem Massenmörder folgten, machte Anna Haag wütend und verzweifelt. Ab 1940 schrieb die Sozialdemokratin Tagebuch – ihre 2000 Seiten geben tiefe Einblicke in den Alltag im Nationalsozialismus. Von Thomas Schmoll
Flieger, grüß mir die Katze Die USA setzten in den Fünfzigerjahren Katzen in Kampfjets ein. Sie sollten Rätsel der Forschung entschlüsseln helfen – mit mäßigem Erfolg. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Fliegender Wechsel – warum ein Mann im Himmel umstieg Der Draufgänger, der sich vor gut hundert Jahren tollkühn von einem Doppeldecker zum nächsten hangelte, lieferte keinen Coffee-to-fly. Er verfolgte eine ganz andere Mission – ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Ein Bild und seine Geschichte Die Waffe einer Frau Pfeil und Bogen zum Cocktailkleid, das sind extravagante Accessoires. Auf diesem Foto fordert eine Dame lange vor Corona Abstand. Filmstar trifft Paparazzi – trifft sie wirklich? Von Solveig Grothe
Augenblick mal Der große Sprung - echt oder Fälschung? Ein junger Mann springt in den USA auf einen Felsturm - eine Bildikone von 1886. Dem Fotografen aber ging es weder um den Sprung noch um den Fels. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
In sieben Schritten Wie die Erfindung der Glühbirne Karaoke zur Todesgefahr machte Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Sogar der trickreiche Erfinder Edison mit philippinischen "My Way"-Sängern.
In sieben Schritten Wie Richard Wagner die patriotischsten Pommes der Welt schuf Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Tiefkühlpizza mit Fledermaus-Rock und Giftgas. Aber schauen Sie selbst in die Bildergalerie.
In sieben Schritten Wie Hühnersonnenbrillen Colt Seavers das Leben retteten Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Danny Kringiel begibt sich auf eine absurde Zeitreise - und entdeckt, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Kannibalismus mit Macho-Karren.
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren »Mein Bauch gehört mir« Anfang der Siebzigerjahre rückten in Deutschland die Frauenrechte mehr und mehr in den gesellschaftlichen Fokus. Um kaum ein Thema wurde dabei emotionaler gestritten als um die Strafbarkeit von Abtreibungen. Wem gehörte der weibliche Bauch? Von Rainer Lübbert
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren Abschottung »Moskau intim« – klingt vielversprechend! Auch wenn das Leben der sowjetischen Topfunktionäre so spektakulär nicht war, verwundert doch die Chuzpe, mit der sie sich selbst genehmigten, was sie allen anderen versagten. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Elektronischer Pädagoge Soll keiner sagen, die deutschen Schulen hätten sich nicht frühzeitig mit der Digitalisierung des Unterrichts beschäftigt – auch wenn die vor 50 Jahren verfolgten Konzepte vielleicht noch nicht der Weisheit letzter Schluss waren. Von Rainer Lübbert
Revolutionäre Kindersendung Wie die »Sesamstraße« Deutschland beinahe gerettet hat Der Zweite Weltkrieg lag erst 25 Jahre zurück, als im deutschen TV erstmals die »Sesamstraße« lief – und dieses Land für immer veränderte. Von Hauke Goos
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Machtwechsel So harmonisch, wie der SPIEGEL vor 50 Jahren den Wechsel von Walter Ulbricht zu Erich Honecker schilderte, war er keineswegs – die Frage, warum genau der »Spitzbart« Moskaus Gunst verlor, bleibt offen. Von Rainer Lübbert
Audiostory Wie die »Sesamstraße« Deutschland beinahe gerettet hat Der Zweite Weltkrieg lag erst 25 Jahre zurück, als im deutschen TV erstmals die »Sesamstraße« lief – und dieses Land für immer veränderte. Hören Sie hier die Geschichte (25:15 Minuten) Von Hauke Goos
100. Geburtstag von Sophie Scholl »So ein schöner Tag, und ich soll gehen« Wer war Sophie Scholl? Wie wurde aus ihr eine kompromisslose Widerstandskämpferin? Und warum riskierte sie ihr Leben? Die Scholl-Biografin Maren Gottschalk gibt Antworten im Video. Von Birgit Großekathöfer 07:49
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Lustiges Lernen Obwohl auch die westdeutschen Fernsehmacher Anfang der Siebziger endlich erkannt hatten, dass auch die Kleinsten fernsehen wollten, schieden sich an der »Sesame Street« die Geister. Von Rainer Lübbert
Mythencheck War Napoleon wirklich klein und größenwahnsinnig? Über den Korsen, der halb Europa eroberte, kursieren viele Legenden. Die meisten sind falsch. Heute vor 200 Jahren starb Napoleon. Von Thomas Schuler
Studie über deutsche Agenten Der BND – Wichtigtuer, Blender, Nazis Eine Historikerkommission hat untersucht, wie erfolgreich die Spione des Bundesnachrichtendienstes in den Fünfziger- und Sechzigerjahren waren. Ihr Urteil fällt harsch aus. Von Klaus Wiegrefe
Erste elektrische U-Bahn Als Budapest in den Untergrund ging Zum Fest in Budapest drängten sich 1896 Millionen auf den Straßen. Eine Attraktion lag unter dem Pflaster: die erste U-Bahn des europäischen Festlands – nach Plänen von Werner von Siemens, der in Berlin nicht zum Zuge kam. Von Arne Cypionka
Tod von Osama Bin Laden vor zehn Jahren Ende eines Massenmörders 18 Jahre lang suchten die Amerikaner den Terrorpaten Osama Bin Laden. Lesen Sie hier die Rekonstruktion der Ereignisse, wie sie 2011 als Titelgeschichte im SPIEGEL erschien.
Empire State Building Schwindelfreier Neunzigjähriger Erbaut wurde der New Yorker Wolkenkratzer in Rekordzeit, King Kong ist hinaufgeklettert, nur das mit den Luftschiffen hat nicht ganz geklappt. Die Fakten aus den bewegten 90 Jahren der Art-déco-Ikone. 06:07
Polnische Geschichte »Die Deutschen wissen fast nichts« Polen sollten den Nazis als Sklaven dienen, der Staat wurde total zerstört, sagt Hanna Radziejowska. Die Leiterin des Berliner Pilecki-Instituts wirft den Deutschen erschütternde Ahnungslosigkeit über ihre östlichen Nachbarn vor. Ein Interview von Jan Puhl
DDR-Agent Adolf Kanter Wie ein Topspion unantastbar wurde Er war der beste Mann der Stasi in Bonn: Adolf Kanter, Deckname »Fichtel«, verschaffte Helmut Kohl jahrzehntelang jede Menge »Bimbes«. Der Spitzel wusste alles über Schmiergelder des Flick-Konzerns – Unionspolitiker schützten ihn. Von Dirk Koch
Zeitreise – DER SPIEGEL vor 50 Jahren Fallende Haupthaarbarriere Kaum etwas prägt unser Bild von den Siebzigerjahren stärker als Männer mit langen Haaren. Innerhalb weniger Jahre mutierte das Protestsymbol zum Modetrend. Von Rainer Lübbert
Ein Bild und seine Geschichte Der rosarote Panzer An einem Aprilmorgen 1991 erwachte Prag mit dem wohl einzigen pinkfarben lackierten Panzer der Welt – und der zeigte auch noch den Stinkefinger. In der Geschichte dieses Kettenfahrzeugs lief so einiges schief. Von Solveig Grothe
Fernando Magellan Das unrühmliche Ende eines Weltentdeckers Er wollte die Reichtümer Asiens erschließen und endete am 27. April 1521 verscharrt im Sand: Als erster Mensch hatte Fernando Magellan die ganze Welt umrundet. Dann scheiterte er an sich selbst. Von Reimer Boy Eilers
Deutsche Kolonialisten Das Zebroid, des Kaisers Geheimwaffe Einmal nicht Letzter sein: Kaiser Wilhelm II. erreichte um 1900 eine verlockende Offerte. Um Transportprobleme in Afrika zu lösen, versprach ein deutscher Adliger, Zebras mit Pferden zu kreuzen – ein totaler Flop. Von Solveig Grothe
Straßenumbenennung in Berlin »Wir löschen die Geschichte nicht aus, wir machen sie erst sichtbar« Aus Wissmann wird Lameck: Ab heute erinnert eine Straße in Berlin-Neukölln an eine tansanische Politikerin – statt an den einstigen Gouverneur von »Deutsch-Ostafrika«. Warum das mehr als eine Lokalposse ist, sagt Mnyaka Sururu Mboro. Ein Interview von Katja Iken