US-Außenpolitik seit 1945 Warum Donald Trump nicht das Problem war Ein Essay von Bernd Greiner Viele hatten gehofft, unter Präsident Biden würde Amerika weniger bullig auftreten als unter seinem Vorgänger. Doch auch er steckt fest in einem außenpolitischen Korsett, das die USA seit Jahrzehnten einschnürt.
Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay Vom Doppeldecker zu Tode geschleift Als die Polizei 1981 besetzte Häuser in West-Berlin räumte, kam ein 18-Jähriger unter die Räder und wurde von einem Bus zerquetscht. Sein Tod war der Wendepunkt im rabiaten »Häuserkampf«. Von Michael Sontheimer
BASF-Explosion 1921 »Das Ende der Welt schien gekommen« Der pfälzische Big Bang hatte enorme Wucht: Als in Oppau ein BASF-Silo detonierte, starben 559 Menschen. Die Katastrophe nährte vor hundert Jahren weltweit den Verdacht einer neuen Kriegswaffe – und hallt in der Region bis heute nach. Von Katja Iken
Wahlkämpfe in Deutschland »Früher wurde mit wüsten Diffamierungen gearbeitet« Fade Kampagnen, farblose Kandidaten, flaue Kontroversen – früher war mehr Lametta, kurz vor Bundestagswahlen knisterte es. Wirklich? Forscher Thomas Birkner warnt vor einer Verklärung der Vergangenheit. Ein Interview von Joachim Mohr
Kriegskinder »Da wurde ich Soldat, Kindersoldat. Ich war vierzehn Jahre« Kurz vor Kriegsende zählte Kurt Steininger zu Hitlers letztem Aufgebot – mit 14 trug er eine Panzerfaust und geriet erst in britische, dann in russische Gefangenschaft. Dies ist seine Geschichte. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Moderator Peter Kloeppel über TV-Duelle »Ein bisschen so wie in die Kirche gehen« Die Kandidaten wechseln, einer bleibt: Seit 2002 moderiert immer Peter Kloeppel das Kanzlerduell. Hier erzählt der RTL-Journalist, wie es hinter den Kulissen zugeht – und mit welchem Witz er Angela Merkel erheitern wollte. Ein Interview von Katja Iken und Eva-Maria Schnurr
Polnische NS-Opfer Überlebende kritisieren Konzept für Gedenkstätte in Berlin In Berlin soll ein Ort des Erinnerns an polnische NS-Opfer entstehen – doch Überlebende und Nachfahren sehen sich übergangen: Bei der Planung hätten sie keinerlei Mitsprache erhalten. Von Isabel Metzger
Erste Aktion der Regenbogenkrieger Wie ein Kiffer, ein Redner und ein Segler vor 50 Jahren Greenpeace gründeten Bärtige, seekranke Hippies auf einem Fischkutter, unterwegs zu Atomtests auf den Aleuten – so entstand 1971 die bekannteste Umweltorganisation der Welt. Dabei war anfangs nicht nur der Name ein Zufall. Von Michael Sontheimer
Mordanschläge auf DDR-Dissidenten Der lange Arm der Stasi Mysteriöse Unfälle, angebliche Suizide, Giftbuletten – Mielkes Geheimpolizei steht vielfach unter Mordverdacht, auch beim Tod des Fußballers Lutz Eigendorf. Bürgerrechtsaktivistin Freya Klier beleuchtet ein finsteres Kapitel der DDR. Von Norbert F. Pötzl
Nikita Chruschtschow, polternder Sowjetpolitiker Er wollte »Uncle Sam einen Igel in die Unterhose pflanzen« In Stalins Schatten stieg Nikita Chruschtschow auf. Er wollte die Sowjetunion runderneuern – und brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Wer war der bullige, impulsive Machtpolitiker, der vor 50 Jahren starb? Von Uwe Klußmann
Rekonstruktion der Anschläge von New York Das Protokoll des Wahnsinns Um 8.45 Uhr bohrte sich am 11. September 2001 das erste Flugzeug ins World Trade Center. Der Anschlag veränderte die Welt. Autorinnen und Reporter des SPIEGEL dokumentierten die Ereignisse bald darauf minutiös.
9/11-Fotos in New York »Es sah aus wie ein zerlaufener Schokoladenkuchen mit einer weißen Zuckerschicht« Nach dem Terroranschlag 2001 dokumentierte der deutsche Fotograf Frank Schwere am Ground Zero das Unfassbare. Seine monumentalen Bilder zeigen rauchende Ruinen, Teppiche aus Staub, die Suche nach Überlebenden. Ein Interview von Günter Scheinpflug
Blockade von Leningrad 872 Tage Hunger Es war gezielter Massenmord: Vor 80 Jahren kesselte die Wehrmacht Leningrad ein, bis 1944 starben rund eine Million Menschen jämmerlich. Die letzten Überlebenden leiden bis heute, sagt Historikerin Sophie Tempelhagen. Ein Interview von Katja Iken
60 Jahre »Perry Rhodan« Der galaktische Dauerbrenner Gut 3100 Romane seit 1961: »Perry Rhodan« ist der Marathonmann in einem Paralleluniversum. Hier erklärt Autorin Uschi Zietsch die längste Science-Fiction-Reihe der Welt – und warum sie ihr erstes Heft zerrissen hat. Ein Interview von Danny Kringiel
Geschichte-Podcast Der Pate von Mülheim Ihn lockten die Anzüge, das Geld und die Macht, doch nach seinem Aufstieg in der Mafia wollte Giorgio Basile den Ausstieg. Andreas Ulrich erzählt im Podcast, wie der Mafioso ihm seine Karriere schilderte. Von Danny Kringiel
Expedition in die Südsee Als Mann an Bord – Jeanne Barets heikles Versteckspiel Als der französische Offizier Bougainville ab 1766 die Welt umrundete, segelte eine junge Botanikerin mit. In Männer-Maskerade. Erst auf Tahiti wurde Jeanne Baret als »Weibsperson« enttarnt. Von Solveig Grothe
Holocaustüberlebende Marione Ingram »Steh auf! Kämpfe! Versteck dich nie mehr!« 1943 bombten die Alliierten Hamburg in Schutt und Asche – das Inferno rettete Marione Ingram vor dem KZ. In den USA wurde sie zur Bürgerrechtsaktivistin. Begegnung mit einer Mahnerin, die Wut in Kraft verwandelt. Von Katja Iken
Queen-Gitarrist Brian May »Der öffentliche Freddie Mercury war wie ein Avatar« »We Will Rock You«, »Who Wants To Live Forever«, »The Show Must Go On« – diese Rock-Klassiker sind von Brian May. Hier spricht er über Astrophysik, finstere Jahre und Queen-Sänger Freddie Mercury, geboren vor genau 75 Jahren. Ein Interview von Christoph Dallach
Dänemark 1500 Jahre alter Goldschatz entdeckt Fast ein Kilogramm uralte Goldmedaillons und Münzen fand ein dänischer Hobbyarchäologe in der Nähe von Jelling. Forscher sind begeistert von dem historischen »Traumfund«.
Arabischer Abenteurer Ibn Battuta bereiste den halben Globus. Wirklich? Marokko, Malediven, China, Mali: Im Mittelalter reiste Ibn Battuta 120.000 Kilometer durch die Welt. Davon erzählte der arabische Autor jedenfalls. Aber seine faszinierenden Berichte werfen viele Fragen auf. Von Christoph Gunkel
Niklas Frank, Sohn eines Naziverbrechers Post vom Massenmörder In seinem neuen Buch veröffentlicht Niklas Frank den Briefwechsel der Familie mit seinem Vater Hans Frank. Der »Schlächter von Polen« kannte keine Gnade, keine Reue – bis er 1946 in Nürnberg am Galgen starb. Von Niklas Frank
Sein härtester Kritiker Niklas Frank über Niklas Frank Wie urteilt der Autor über sich und sein jüngstes Werk? Hier rezensiert sich der Sohn des NS-Kriegsverbrechers Hans Frank selbst. Und hält zugleich der deutschen Gesellschaft den Spiegel vor.
Mysteriöser Mord in Missouri Ein Dorf, ein Tyrann, eine Hinrichtung War es Rache an einem Mann, den alle fürchteten? Schüsse töteten Ken McElroy 1981 mitten in einem Dorf in den USA, am helllichten Tag, vor etlichen Zeugen. Die Täter aber will niemand gesehen haben. Von Danny Kringiel
Abenteurerin Isabelle Eberhardt Die Frau, die in der Wüste ertrank Die junge Schweizerin pfiff auf alle Regeln, sie soff, kiffte und liebte, wen sie wollte. Isabelle Eberhardt zog um 1900 als Mann verkleidet durch Nordafrika und lebte unter Beduinen – bis ihre Reise tragisch endete. Von Katja Iken
Musical-König Andrew Lloyd Webber »Für die Kunst wäre ich in den Knast gegangen« Von »Jesus Christ Superstar« über »Cats« bis zum »Phantom der Oper« – Andrew Lloyd Webber ist der Großmeister des Musicals. Hier spricht er über Kultur zu Coronazeiten, einen Song für Elvis und sein neues Werk »Cinderella«. Ein Interview von Alex Gernandt
Kriegskinder »Mutti war meine Heimat. Eine andere Heimat hatte ich nicht« Berthild Erika Tourrenc war fünf Jahre alt, als sie Berlin verließ. Mit ihrer Mutter und ihrem Bruder überlebte sie die Flucht, Tiefflieger, Hunger. Hier erzählt sie ihre Geschichte. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Späte Begnadigungen in den USA Die Hexen von Salem 1692 wurden in Massachusetts mindestens 172 Menschen der Hexerei beschuldigt, 19 wurden hingerichtet. Jetzt erst wird die letzte angebliche Hexe von Salem entlastet – dank einer Schulklasse. Von Frank Patalong
Flugpionierin Marga von Etzdorf »Ich bin ganz ordentlich auf die Schnauze gefallen, auf gut Deutsch gesagt« Als erste Frau flog Marga von Etzdorf vor 90 Jahren allein von Europa nach Tokio. Bald darauf erschoss sich die Starpilotin – womöglich wegen eines heimlichen Waffendeals mit den Nazis. Von Christoph Gunkel
Mord an Matthias Erzberger »Die Kugel, die mich treffen soll, ist schon gegossen« Ultrarechte hassten Matthias Erzberger, seit er den Waffenstillstandsvertrag von 1918 unterzeichnet hatte – und als Minister der Weimarer Republik. Vor 100 Jahren erschossen Terroristen den Mann der Mitte. Von Uwe Klußmann
Widerstandskämpfer Warum die Nazis meinen Opa jagten und hängten Schon früh wandte sich Theo Hespers gegen Hitlers Regime und leistete Widerstand – bis er 1943 starb. Am Strick. Unsere Autorin ist seine Enkelin und erzählt die Geschichte von mutigen Menschen, die unermüdlich warnten. Von Nora Hespers
Neurologe Ludwig Guttmann Der Arzt, der die Paralympics erfand Vor den Nazis musste Ludwig Guttmann fliehen, im englischen Exil revolutionierte er die Behandlung von Querschnittslähmungen. Und nebenbei rief der jüdische Neurologe die Paralympischen Spiele ins Leben – ein Welterfolg. Von David Neuhäuser
700 Jahre Gesundheits-Atteste Die erstaunlich lange Geschichte des Impfpasses Quarantäne, Lockdown, Grenze zu – die Instrumente zur Bekämpfung tödlicher Pandemien sind 700 Jahre alt. Wer sich bewegen will, wenn die Welt dichtmacht, braucht seitdem einen Pass, der die Gesundheit bescheinigt. Von Frank Patalong
Antisemitismus in der DDR »Die Wahrheiten lauern im Unterschwelligen« Gab es Judenfeindschaft im sozialistischen Deutschland? Und, wenn ja, in welchem Ausmaß? Darüber streiten Historiker und Zeitzeugen. Von Timo Lehmann
Umgang mit der NS-Vergangenheit Mein Opa starb durch einen Kopfschuss. Von wem? Im Zweiten Weltkrieg war mein Großvater kein Soldat, trotzdem wurde er getötet. Nahe Verwandte sahen ihn als Hitler-Gegner – aber es gibt Zweifel. Eine Suche nach Antworten auf schwierigem Terrain. Von Susanne Beyer
Augustputsch 1991 Zitterpartie in Moskau Nostalgische Funktionäre versuchten vor 30 Jahren, Gorbatschow zu stürzen. Sie wollten das alte Sowjetimperium retten – und trieben es in den Untergang. Von Uwe Klußmann
Prozess gegen Historiker Gericht spricht polnische Holocaust-Forscher frei Zwei Historiker beschuldigten einen polnischen Bürgermeister der Nazikollaboration, sie wurden zu einer Entschuldigung verurteilt. Ein anderes Gericht kassierte das Urteil – mit einer bemerkenswerten Begründung.
Schulen in Afghanistan Wie Entwicklungshelfer Peter Schwittek mit den Taliban verhandelte Kann man mit den Taliban verhandeln? Entwicklungshelfer Peter Schwittek hat ihre Herrschaft in Kabul erlebt und ab 1998 ein Schulprojekt aufgebaut, auch für Mädchen. Was jetzt daraus wird: völlig ungewiss. Ein Interview von Christoph Gunkel
Gut zu wissen Wie wurden die Taliban so mächtig? Die Sowjets scheiterten, nun die Amerikaner. Am Ende hatten es die radikalen Islamisten leicht gegen das korrupte afghanische Regime. Wer sind die Männer, die erneut die Macht haben? Von Uwe Klußmann
KPD-Verbot 1956 Die »Aktion Holzwurm« nagte an den West-Kommunisten Kanzler Adenauer und seine Regierung übten massiven Druck aus, bis Richter die KPD vor 65 Jahren für verfassungswidrig erklärten. Die Kommunisten machten im Untergrund weiter – am Gängelband der DDR. Von Uwe Klußmann
Saigon 1975, Kabul heute »Wir dürfen doch unsere Helfer nicht im Stich lassen!« Die Lage in Afghanistan erinnert fatal an den Vietnamkrieg. Damals riskierte US-Diplomat Lionel Rosenblatt sein Leben, um vietnamesische Ortskräfte zu retten. Heute geht er hart mit der US-Regierung ins Gericht. Von Katja Iken
Was machen die Bahnwaggons auf dem Berg? Zwei Eisenbahnwagen stehen auf Stelzen in 2300 Meter Höhe. Die sonderbare Konstruktion zierte ab 1930 einen Alpenpass zwischen Italien und der Schweiz – und machte den Eidgenossen Angst. Von Katja Iken
Augenblick mal Distanzlernen mit Kartonköpfen Eine sonderbare Klassenaufstellung sollte 1963 die Gesundheit von Schülern schützen. Warum eine Schule ihren Fünftklässlern Quadratschädel verpasste: ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Flieger, grüß mir die Katze Die USA setzten in den Fünfzigerjahren Katzen in Kampfjets ein. Sie sollten Rätsel der Forschung entschlüsseln helfen – mit mäßigem Erfolg. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Fliegender Wechsel – warum ein Mann im Himmel umstieg Der Draufgänger, der sich vor gut hundert Jahren tollkühn von einem Doppeldecker zum nächsten hangelte, lieferte keinen Coffee-to-fly. Er verfolgte eine ganz andere Mission – ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
In sieben Schritten Wie die Erfindung der Glühbirne Karaoke zur Todesgefahr machte Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Sogar der trickreiche Erfinder Edison mit philippinischen "My Way"-Sängern.
In sieben Schritten Wie Richard Wagner die patriotischsten Pommes der Welt schuf Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Tiefkühlpizza mit Fledermaus-Rock und Giftgas. Aber schauen Sie selbst in die Bildergalerie.
In sieben Schritten Wie Hühnersonnenbrillen Colt Seavers das Leben retteten Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Danny Kringiel begibt sich auf eine absurde Zeitreise - und entdeckt, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Kannibalismus mit Macho-Karren.
Hexenprozess der Familie Kepler Wie ein berühmter Astronom seine Mutter vor dem Scheiterhaufen bewahrte Die Witwe Katharina Kepler wurde 1615 als Hexe angeklagt. Ihr Sohn, der große Gelehrte Johannes Kepler, verteidigte sie auf erstaunliche, höchst eindrucksvolle Weise. Von Ulinka Rublack
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Der Autonarr Tempo 100 auf Landstraße, Promillegrenze und eine Anschnallpflicht – eigentlich waren die Vorschläge von Verkehrsminister Leber angesichts der steigenden Zahl der Verkehrstoten durchaus sinnvoll. Viele Freunde machte er sich damit jedoch nicht. Von Rainer Lübbert
Streit über Stolpersteine Wer verdient eine Anerkennung als NS-Opfer? Stolpersteine auf Gehwegen erinnern an Opfer des Nationalsozialismus – und in Luxemburg nun ebenso an zwangsrekrutierte Soldaten. Bildhauer Gunter Demnig sieht auch sie als NS-Opfer, Kritiker warnen vor »Gleichmacherei«. Von Isabel Metzger
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Das Ende des Tschakos Mehr als zwanzig Jahre hatte Volkswagen einen Rekord nach dem anderen vermeldet, doch Anfang der Siebzigerjahre geriet der Käfer-Motor unter dem autoritär regierenden Generaldirektor Kurt Lotz ins Stocken. Von Rainer Lübbert
Jonas Noreika War Litauens Nationalheld ein Massenmörder? In Litauen wird Jonas Noreika für seinen Kampf gegen Hitlers Schergen und sowjetische Besatzer verehrt. Ausgerechnet seine Enkelin hat nun enthüllt, dass ihr Großvater in Wahrheit ein Handlanger der Nazis war. Von Solveig Grothe
Meine Erinnerungen an 9/11 Ich stand in der Dunkelheit und hielt die Luft an, bis es nicht mehr ging Von Alexander Osang Vor 20 Jahren bin ich durch die Straßen von Lower Manhattan vor dem zweiten Turm des World Trade Centers weggerannt. Die Bilder in meinem Kopf verschwimmen, aber sie sind für immer da.
Die Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Deutsch-deutsche Nickligkeiten Viel ist über das Leid der Deutschen im geteilten Land geschrieben worden. Nur selten wurde erwähnt, dass »diese Deutschen« bei Sportveranstaltungen anderen Nationen mit ihrer penetranten Dauerkonkurrenz beharrlich auf die Nerven gingen. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Berliner Details Die Regierung feierte das Viermächteabkommen über den zukünftigen Status Berlins als Durchbruch. Der SPIEGEL feierte eifrig mit, wobei in den Verhandlungen in erster Linie die Absurditäten der Frontstadt zutage traten. Von Rainer Lübbert
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren Das Ende von Bretton Woods Schon seit Jahren war bekannt, dass die USA entgegen ihrer Zusage nicht mehr in der Lage waren, jeden Dollar zum festgelegten Kurs in Gold zu tauschen. Und doch war alle Welt überrascht, als Präsident Nixon 1971 den Gold-Dollar-Standard beerdigte. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Schüsse auf der Prinzregentenstraße Deutschlands erster Banküberfall mit Geiselnahme geriet zu einem polizeilichen Fiasko, in dessen Verlauf ein Bankräuber und seine Geisel erschossen wurden. Münchens feine Gesellschaft schaute zu. Von Rainer Lübbert
Die schrillsten Elvis-Legenden Der King ist tot, lang lebe der King Vor genau 44 Jahren starb Elvis Presley. Oder doch nicht? Manche Mythen sind so schön, dass man sich kaum entscheiden mag – hier der Katechismus der Elvis-lebt-Gemeinde. Von Stephan Reich
Geschichte-Podcast Hundert Jahre Mord – die Spur des rechten Terrors Ein fanatischer Rechtsradikaler ermordete 1922 Außenminister Walther Rathenau. Die Parallelen zum rechten Terror von heute sind erschreckend. Hören Sie im Podcast, was die Tat mit dem NSU zu tun hat. Von Danny Kringiel
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Weltflucht 71 Immer mehr Jugendliche wandten sich enttäuscht von dem Gedanken der Revolution ab. Das Pendel der Moden schwenkte in Richtung Leistungsverweigerung, wobei das ja auch eine Form der Revolte war – das Private war schließlich politisch. Von Rainer Lübbert
Mauerbau vor 60 Jahren »Sprung in die Freiheit« – diese Fluchtszene ging um die Welt Am 15. August 1961 sprang der junge DDR-Volkspolizist Conrad Schumann über Stacheldraht nach West-Berlin. Das ikonische Motiv ließ zwischen Ost und West den Krieg um die Bilder eskalieren. Von Martin Pfaffenzeller
Mauerbau vor 60 Jahren »Ich wollte nicht, dass mein Hoffnungsland DDR ausläuft wie ein durchgerosteter Eimer« Die Berliner Mauer trennte Familien und sperrte die DDR-Bürger ein. Dennoch rechtfertigten viele das Monsterbauwerk – auch Wolf Biermann, der am 13. August 1961 als Student zur Agitation gerufen wurde. Von Norbert F. Pötzl
Historikerin über mittelalterliche Diplomaten aus Afrika »Die Äthiopier behandelten Europa als exotischen Souvenirladen« Im späten Mittelalter reisten äthiopische Gesandte nach Venedig, Rom und an den Bodensee. Verena Krebs beschreibt, auf welchen Wegen die Afrikaner nach Europa kamen, was sie suchten und wie selbstbewusst sie auftraten. Ein Interview von Martin Pfaffenzeller
Geheimtüren im Grenzzaun Wie sich die Stasi mit dem Mauerbau selbst einsperrte Die Stasi hatte ab 1961 ein handfestes Problem: Wie die DDR-Bürger konnten auch Spione nicht mehr so einfach in den Westen rübermachen. Also erhielt der Eiserne Vorhang Schlupflöcher. Von Solveig Grothe
Lesetipps Von wegen staubtrocken – spannende historische Bücher für Kinder und Jugendliche Ein Fußballprofi verprellt Hitler, drei Kinder retten Einstein das Leben: Geschichte kann so mitreißend sein – wenn sie gut erzählt ist. Unsere Autorin verrät ihre fünf Favoriten für den Lesenachwuchs. Von Agnes Sonntag
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Arabischer Che Guevara Knapp zwei Jahre nach seinem Putsch wurde Muammar al-Gaddafi von den meisten für seine bizarren Auftritte belächelt. Kaum jemand mochte sich vorstellen, dass der »Nasser saghir«, der kleine Nasser, mehr als 40 Jahre sein Land beherrschen würde. Von Rainer Lübbert
Historikerstudie über Nazinähe der Hohenzollern Der Kronprinz und der liebe »Don Adolfo« Eine neue Untersuchung belegt, wie sehr der frühere Kronprinz Wilhelm von Preußen den Nazis half. Sein Erbe Georg Friedrich förderte die Studie – obwohl sie ihm schaden dürfte. Warum nur? Von Klaus Wiegrefe