Ein Kriegskind in Berlin »Ich wischte das Neugeborene mit Heu ab« Kurz vor Kriegsende war Hans-Joachim Fritz 14 Jahre alt und Hitlerjunge. In Berlin brachte er Flüchtlinge mit dem Pferdekarren in Krankenhäuser, in Ruinen suchte er nach Überlebenden. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Hexenmeister Reißende Werwölfe – jede vierte Hexe war ein Mann Bei »Hexe« denkt man sofort an eine Frau. Bis aufs Blut gefoltert und hingerichtet wurden aber auch viele Männer: vermeintliche Zauberer, Wunderheiler, Wölfe in Menschengestalt. Von Christoph Gunkel
Folter und Verrat bei der Hexenverfolgung Der unbarmherzige Weihbischof von Bamberg In der Region Bamberg verhafteten, verstümmelten und verbrannten die Obrigkeiten ab 1626 Hunderte angebliche Zauberer und Hexen. Warum eskalierte die brutale Verfolgung gerade hier? Von Martin Pfaffenzeller
Volksglaube in der Frühen Neuzeit Die Angst vor der Dorfhexe mit dem bösen Blick An Zauberei und Wahrsagen glaubten die meisten Menschen zwischen dem 16. und 18. Jahrhundert, Trolle, Geister und Feen gehörten zu ihrem Alltag. Besonders in Krisenzeiten fürchtete man die Hexen. Von David Neuhäuser
Ein Schicksal zur Zeit der Hexenverfolgung Der Henker, der 394 Menschen hinrichtete Er schnitt Menschen die Zunge heraus, ersäufte, erdrosselte, räderte sie: Das Tagebuch des Frantz Schmidt aus Nürnberg zeigt, wie Folterknechte und Scharfrichter um 1620 lebten. Und was bei Hinrichtungen schiefgehen konnte. Von Guido Kleinhubbert
Vom Sextanten zum Satelliten Die Kunst, Wissen auf Landkarten sichtbar zu machen Abenteurer erkundeten die Welt, doch erst Kartografen machten ihre Entdeckungen nutzbar. Sie setzten Weltsichten und das Wissen ihrer Zeit ins Bild – und tun das bis heute. Von Frank Patalong
Museumschätze aus Afrika Kann man Raubkunst zurückrauben? Alles nur geklaut – seit Jahrzehnten verlangen afrikanische Staaten vergeblich Kunstschätze aus Europa zurück. Erst erfanden schwarze Aktivisten Storys von Rückholungen, nun greifen sie zu drastischeren Methoden. Von Hans Hielscher
Amerikas koloniale Vergangenheit Die Entheldung des Christoph Kolumbus In vielen Ländern demonstrierten Menschen gegen einen Feiertag, der an den »Entdecker« Amerikas erinnert. Auch das Weiße Haus forciert eine neue Sicht auf die Geschichte: Aus den einstigen Helden werden Täter. Von Frank Patalong
Hitlerjugend Wie die Nazipropaganda eine Generation im Gleichschritt zeigte Junge Fanatiker marschieren mit wehenden Fahnen in den Krieg – dieses Bild prägt bis heute die Vorstellung von der NS-Jugendbewegung. Tatsächlich gab es auch viel Missmut und Desinteresse: Mancherorts war die HJ nur eine Phantomtruppe. Von André Postert
Nachkriegszeit Warum Richter noch in der Bundesrepublik über Hexerei urteilen mussten Vermeintliche Hexen wurden selbst nach 1945 noch verblüffend oft angeschwärzt. Die Historikerin Monica Black erklärt, wie es zu bizarren Gerichtsverfahren kam – und warum der Spuk plötzlich endete. Ein Interview von Eva-Maria Schnurr
Munitionsfabrik Hirtenberg »Willst du Frieden, rüste dich für den Krieg« Nahe Wien fertigten Frauen täglich eine Million Geschosse. Die Fabrik mit KZ nebenan war größter Munitionslieferant der Nazis. Den Weg bereitete ein Patronenkönig, verheiratet mit dem späteren Hollywoodstar Hedy Lamarr, der »schönsten Frau der Welt«. Von Didi Drobna
David Hasselhoff über seine deutschen Wurzeln und seine Karriere »Mein Erweckungserlebnis war ›Rumpelstilzchen‹« Er redete mit Autos, trug rote Bojen spazieren, zersang beinah die Berliner Mauer. Nun geht David Hasselhoff stramm auf die 70 zu. Hier spricht »The Hoff« über Gute-Laune-Lieder und Wanzen in DDR-Hotels. Ein Interview von Alex Gernandt
Antisemitismus »Das Gerücht über Juden« Uralter Hass trifft auf moderne Verschwörungsmythen – Ressentiments gegen Juden sind eine ständige Bedrohung. Die Historikerin Miriam Rürup erklärt, welche Stereotype antisemitisch sind und wo die Wurzeln liegen. Von Miriam Rürup
Geschichte-Podcast Die Legende der Eisernen Jungfrau Kein Folterinstrument verkörpert das »finstere« Mittelalter so wie die Eiserne Jungfrau. Im Podcast-Interview sagt Frank Patalong, warum der grausame Schnetzelapparat womöglich nur ein Horrormärchen ist. Von Danny Kringiel
Hexenprozess der Familie Kepler Wie ein berühmter Astronom seine Mutter vor dem Scheiterhaufen bewahrte Die Witwe Katharina Kepler wurde 1615 als Hexe angeklagt. Ihr Sohn, der große Gelehrte Johannes Kepler, verteidigte sie auf erstaunliche, höchst eindrucksvolle Weise. Von Ulinka Rublack
Zeitzeugin über ihre Flucht aus Schlesien »Auf einmal erscheint in den toten Augen ein Aufblitzen« Roswitha Weiß war fünf, als man sie auf die letzte freie Leitersprosse eines Pferdewagens setzte. Von dort aus beobachtete sie im Januar 1945 die Flucht von Frauen und Kindern. Hier erzählt sie ihre Geschichte. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Jüdische Kultur im Nationalsozialismus Als »blond« durch »schön« ersetzt werden musste Ein Feigenblatt für Hitlers Hass: Bis 1941 ermöglichte der »Jüdische Kulturbund« Theater von und für Juden, mit Duldung der Nazis. Unter jüdischen Deutschen war das hochumstritten – nicht nur wegen absurder Vorschriften. Von Susanne Wedlich
DDR-Fußballklubs im Europacup Cup der enttäuschten Hoffnung Als die DDR schon Geschichte war, spielten im Herbst 1991 ein letztes Mal ostdeutsche Klubs im Europapokal. Unter ihnen: der Hallesche FC. 24 Fans reisten ihrer Mannschaft bis nach Moskau hinterher – im Bus. Von Jan Mohnhaupt
Urteile im Nürnberger Kriegsverbrecherprozess vor 75 Jahren »Man sollte mit diesen Dingen zu Ende kommen« Auf dieses Gerichtsverfahren blickte die Welt: Am 1. Oktober 1946 verkündeten die Richter ihre Urteile im Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Doch der Umgang der Alliierten mit den NS-Tätern passte nicht allen Deutschen. Von Annette Weinke
Billy Idol, Großvater des Pop-Punk »Ich bereue nichts!« Billy Idol brachte in den Achtzigern Punkrock in die Charts, mit Hits wie »Rebel Yell«. Im Interview erinnert er sich an sein Literaturstudium, die brutale Stimmung im Thatcher-England und musikalische Vorbilder aus München. Ein Interview von Christoph Dallach
Zeitzeugen über das Massaker von Babyn Jar »Von meinen Verwandten ist da nichts mehr. Nur Asche, vermischt mit Schlamm« 33.771 Menschen in zwei Tagen: im September 1941 verübten SS und deutsche Polizei das größte Einzelmassaker im Zweiten Weltkrieg. Jurij Fuks, Alexander Berljant und Wladimir Pintschuk sind entkommen – hier sind ihre Geschichten. Von Christian Esch
Massaker von Babyn Jar Warum auch ein 99-Jähriger vor Gericht gehört Es war Massenmord im Akkord: Vor 80 Jahren erschossen SS-Mörder bei Kiew 33.771 Menschen. Nur wenige wurden verurteilt. Ein deutscher Anwalt will nun einen der letzten mutmaßlichen Täter vor Gericht bringen. Von Katja Iken
Bundesverfassungsgericht wird 70 Urteile, die unser Leben verändert haben Das Bundesverfassungsgericht wacht seit 70 Jahren über die Grundrechte der Deutschen. Der langjährige SPIEGEL-Korrespondent Rolf Lamprecht blickt auf zentrale Urteile zurück: Abtreibung, KPD-Verbot oder »Soldaten sind Mörder«. Von Rolf Lamprecht
Geschichte-Podcast Das Stauffenberg-Attentat auf Hitler Mit einer Bombe wollte Oberst Graf Stauffenberg 1944 dem NS-Schreckensregime ein Ende setzen. Er scheiterte – und wurde hingerichtet. Im Podcast berichtet Tim Pröse von Treffen mit Stauffenberg-Zeitzeugen. Von Danny Kringiel
Streit über Stolpersteine Wer verdient eine Anerkennung als NS-Opfer? Stolpersteine auf Gehwegen erinnern an Opfer des Nationalsozialismus – und in Luxemburg nun ebenso an zwangsrekrutierte Soldaten. Bildhauer Gunter Demnig sieht auch sie als NS-Opfer, Kritiker warnen vor »Gleichmacherei«. Von Isabel Metzger
Polnische NS-Opfer Überlebende kritisieren Konzept für Gedenkstätte in Berlin In Berlin soll ein Ort des Erinnerns an polnische NS-Opfer entstehen – doch Überlebende und Nachfahren sehen sich übergangen: Bei der Planung hätten sie keinerlei Mitsprache erhalten. Von Isabel Metzger
Hausbesetzer Klaus-Jürgen Rattay Vom Doppeldecker zu Tode geschleift Als die Polizei 1981 besetzte Häuser in West-Berlin räumte, kam ein 18-Jähriger unter die Räder und wurde von einem Bus zerquetscht. Sein Tod war der Wendepunkt im rabiaten »Häuserkampf«. Von Michael Sontheimer
BASF-Explosion 1921 »Das Ende der Welt schien gekommen« Der pfälzische Big Bang hatte enorme Wucht: Als in Oppau ein BASF-Silo detonierte, starben 559 Menschen. Die Katastrophe nährte vor hundert Jahren weltweit den Verdacht einer neuen Kriegswaffe – und hallt in der Region bis heute nach. Von Katja Iken
Wahlkämpfe in Deutschland »Früher wurde mit wüsten Diffamierungen gearbeitet« Fade Kampagnen, farblose Kandidaten, flaue Kontroversen – früher war mehr Lametta, kurz vor Bundestagswahlen knisterte es. Wirklich? Forscher Thomas Birkner warnt vor einer Verklärung der Vergangenheit. Ein Interview von Joachim Mohr
Moderator Peter Kloeppel über TV-Duelle »Ein bisschen so wie in die Kirche gehen« Die Kandidaten wechseln, einer bleibt: Seit 2002 moderiert immer Peter Kloeppel das Kanzlerduell. Hier erzählt der RTL-Journalist, wie es hinter den Kulissen zugeht – und mit welchem Witz er Angela Merkel erheitern wollte. Ein Interview von Katja Iken und Eva-Maria Schnurr
Erste Aktion der Regenbogenkrieger Wie ein Kiffer, ein Redner und ein Segler vor 50 Jahren Greenpeace gründeten Bärtige, seekranke Hippies auf einem Fischkutter, unterwegs zu Atomtests auf den Aleuten – so entstand 1971 die bekannteste Umweltorganisation der Welt. Dabei war anfangs nicht nur der Name ein Zufall. Von Michael Sontheimer
Nikita Chruschtschow, polternder Sowjetpolitiker Er wollte »Uncle Sam einen Igel in die Unterhose pflanzen« In Stalins Schatten stieg Nikita Chruschtschow auf. Er wollte die Sowjetunion runderneuern – und brachte die Welt an den Rand eines Atomkriegs. Wer war der bullige, impulsive Machtpolitiker, der vor 50 Jahren starb? Von Uwe Klußmann
Rekonstruktion der Anschläge von New York Das Protokoll des Wahnsinns Um 8.45 Uhr bohrte sich am 11. September 2001 das erste Flugzeug ins World Trade Center. Der Anschlag veränderte die Welt. Autorinnen und Reporter des SPIEGEL dokumentierten die Ereignisse bald darauf minutiös.
9/11-Fotos in New York »Es sah aus wie ein zerlaufener Schokoladenkuchen mit einer weißen Zuckerschicht« Nach dem Terroranschlag 2001 dokumentierte der deutsche Fotograf Frank Schwere am Ground Zero das Unfassbare. Seine monumentalen Bilder zeigen rauchende Ruinen, Teppiche aus Staub, die Suche nach Überlebenden. Ein Interview von Günter Scheinpflug
60 Jahre »Perry Rhodan« Der galaktische Dauerbrenner Gut 3100 Romane seit 1961: »Perry Rhodan« ist der Marathonmann in einem Paralleluniversum. Hier erklärt Autorin Uschi Zietsch die längste Science-Fiction-Reihe der Welt – und warum sie ihr erstes Heft zerrissen hat. Ein Interview von Danny Kringiel
Expedition in die Südsee Als Mann an Bord – Jeanne Barets heikles Versteckspiel Als der französische Offizier Bougainville ab 1766 die Welt umrundete, segelte eine junge Botanikerin mit. In Männer-Maskerade. Erst auf Tahiti wurde Jeanne Baret als »Weibsperson« enttarnt. Von Solveig Grothe
SPIEGEL GESCHICHTE-Podcast Die Wahrheit über Christoph Kolumbus Diesen Seefahrer kennen fast alle. Na klar, er hat Amerika entdeckt. Aber so berühmt wurde Kolumbus nicht allein deshalb – im Podcast erklärt der Historiker Valentin Groebner, was wirklich geschah.
Arabischer Abenteurer Ibn Battuta bereiste den halben Globus. Wirklich? Marokko, Malediven, China, Mali: Im Mittelalter reiste Ibn Battuta 120.000 Kilometer durch die Welt. Davon erzählte der arabische Autor jedenfalls. Aber seine faszinierenden Berichte werfen viele Fragen auf. Von Christoph Gunkel
Holocaustüberlebende Marione Ingram »Steh auf! Kämpfe! Versteck dich nie mehr!« 1943 bombten die Alliierten Hamburg in Schutt und Asche – das Inferno rettete Marione Ingram vor dem KZ. In den USA wurde sie zur Bürgerrechtsaktivistin. Begegnung mit einer Mahnerin, die Wut in Kraft verwandelt. Von Katja Iken
Queen-Gitarrist Brian May »Der öffentliche Freddie Mercury war wie ein Avatar« »We Will Rock You«, »Who Wants To Live Forever«, »The Show Must Go On« – diese Rock-Klassiker sind von Brian May. Hier spricht er über Astrophysik, finstere Jahre und Queen-Sänger Freddie Mercury, geboren vor genau 75 Jahren. Ein Interview von Christoph Dallach
Niklas Frank, Sohn eines Naziverbrechers Post vom Massenmörder In seinem neuen Buch veröffentlicht Niklas Frank den Briefwechsel der Familie mit seinem Vater Hans Frank. Der »Schlächter von Polen« kannte keine Gnade, keine Reue – bis er 1946 in Nürnberg am Galgen starb. Von Niklas Frank
Sein härtester Kritiker Niklas Frank über Niklas Frank Wie urteilt der Autor über sich und sein jüngstes Werk? Hier rezensiert sich der Sohn des NS-Kriegsverbrechers Hans Frank selbst. Und hält zugleich der deutschen Gesellschaft den Spiegel vor.
Mysteriöser Mord in Missouri Ein Dorf, ein Tyrann, eine Hinrichtung War es Rache an einem Mann, den alle fürchteten? Schüsse töteten Ken McElroy 1981 mitten in einem Dorf in den USA, am helllichten Tag, vor etlichen Zeugen. Die Täter aber will niemand gesehen haben. Von Danny Kringiel
700 Jahre Gesundheits-Atteste Die erstaunlich lange Geschichte des Impfpasses Quarantäne, Lockdown, Grenze zu – die Instrumente zur Bekämpfung tödlicher Pandemien sind 700 Jahre alt. Wer sich bewegen will, wenn die Welt dichtmacht, braucht seitdem einen Pass, der die Gesundheit bescheinigt. Von Frank Patalong
Was machen die Bahnwaggons auf dem Berg? Zwei Eisenbahnwagen stehen auf Stelzen in 2300 Meter Höhe. Die sonderbare Konstruktion zierte ab 1930 einen Alpenpass zwischen Italien und der Schweiz – und machte den Eidgenossen Angst. Von Katja Iken
Augenblick mal Distanzlernen mit Kartonköpfen Eine sonderbare Klassenaufstellung sollte 1963 die Gesundheit von Schülern schützen. Warum eine Schule ihren Fünftklässlern Quadratschädel verpasste: ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Flieger, grüß mir die Katze Die USA setzten in den Fünfzigerjahren Katzen in Kampfjets ein. Sie sollten Rätsel der Forschung entschlüsseln helfen – mit mäßigem Erfolg. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Fliegender Wechsel – warum ein Mann im Himmel umstieg Der Draufgänger, der sich vor gut hundert Jahren tollkühn von einem Doppeldecker zum nächsten hangelte, lieferte keinen Coffee-to-fly. Er verfolgte eine ganz andere Mission – ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
In sieben Schritten Wie die Erfindung der Glühbirne Karaoke zur Todesgefahr machte Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Sogar der trickreiche Erfinder Edison mit philippinischen "My Way"-Sängern.
In sieben Schritten Wie Richard Wagner die patriotischsten Pommes der Welt schuf Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Tiefkühlpizza mit Fledermaus-Rock und Giftgas. Aber schauen Sie selbst in die Bildergalerie.
In sieben Schritten Wie Hühnersonnenbrillen Colt Seavers das Leben retteten Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Danny Kringiel begibt sich auf eine absurde Zeitreise - und entdeckt, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Kannibalismus mit Macho-Karren.
Streit um das Vermögen der Hohenzollern »Die Fürsten haben mehr als genug« Die Revolution von 1918 brachte die adeligen Herrscher um die Macht, aber nicht um ihren Besitz. Die Fürstenenteignung scheiterte auch am infamen Agieren der konservativen Kräfte – mit Folgen bis heute. Von Christian Dietrich
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Der Eiertänzer Jeder Sieg trägt ja bekanntlich den Keim der späteren Niederlage: Bereits am Tag von Rainer Barzels Wahl zum CDU-Vorsitzenden begannen seine »Parteifreunde«, den neuen Chef zu demontieren. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Böse Winde von Lügen Der Ausfall der jährlichen Rotgardisten-Parade in Peking war grundsätzlich sicher zu verschmerzen – doch westliche China-Auguren witterten sogleich eine tiefgreifende Erschütterung der chinesischen Machtbalance. Entging das Reich der Mitte nur knapp einem Putsch? Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Bootsfahrt mit Beigeschmack Der Ausflug von Willy Brandt auf die Krim war eigentlich als informeller Meinungsaustausch gedacht, um den Fortgang der Entspannungspolitik weiterzuspinnen. Doch mit dem Treffen Breschnews stach der Kanzler in ein Wespennest der Empörung. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Der Autonarr Tempo 100 auf Landstraße, Promillegrenze und eine Anschnallpflicht – eigentlich waren die Vorschläge von Verkehrsminister Leber angesichts der steigenden Zahl der Verkehrstoten durchaus sinnvoll. Viele Freunde machte er sich damit jedoch nicht. Von Rainer Lübbert
US-Außenpolitik seit 1945 Warum Donald Trump nicht das Problem war Ein Essay von Bernd Greiner Viele hatten gehofft, unter Präsident Biden würde Amerika weniger bullig auftreten als unter seinem Vorgänger. Doch auch er steckt fest in einem außenpolitischen Korsett, das die USA seit Jahrzehnten einschnürt.
Kriegskinder »Da wurde ich Soldat, Kindersoldat. Ich war vierzehn Jahre« Kurz vor Kriegsende zählte Kurt Steininger zu Hitlers letztem Aufgebot – mit 14 trug er eine Panzerfaust und geriet erst in britische, dann in russische Gefangenschaft. Dies ist seine Geschichte. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Jonas Noreika War Litauens Nationalheld ein Massenmörder? In Litauen wird Jonas Noreika für seinen Kampf gegen Hitlers Schergen und sowjetische Besatzer verehrt. Ausgerechnet seine Enkelin hat nun enthüllt, dass ihr Großvater in Wahrheit ein Handlanger der Nazis war. Von Solveig Grothe
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Das Ende des Tschakos Mehr als zwanzig Jahre hatte Volkswagen einen Rekord nach dem anderen vermeldet, doch Anfang der Siebzigerjahre geriet der Käfer-Motor unter dem autoritär regierenden Generaldirektor Kurt Lotz ins Stocken. Von Rainer Lübbert
Mordanschläge auf DDR-Dissidenten Der lange Arm der Stasi Mysteriöse Unfälle, angebliche Suizide, Giftbuletten – Mielkes Geheimpolizei steht vielfach unter Mordverdacht, auch beim Tod des Fußballers Lutz Eigendorf. Bürgerrechtsaktivistin Freya Klier beleuchtet ein finsteres Kapitel der DDR. Von Norbert F. Pötzl
Meine Erinnerungen an 9/11 Ich stand in der Dunkelheit und hielt die Luft an, bis es nicht mehr ging Von Alexander Osang Vor 20 Jahren bin ich durch die Straßen von Lower Manhattan vor dem zweiten Turm des World Trade Centers weggerannt. Die Bilder in meinem Kopf verschwimmen, aber sie sind für immer da.
Die Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Deutsch-deutsche Nickligkeiten Viel ist über das Leid der Deutschen im geteilten Land geschrieben worden. Nur selten wurde erwähnt, dass »diese Deutschen« bei Sportveranstaltungen anderen Nationen mit ihrer penetranten Dauerkonkurrenz beharrlich auf die Nerven gingen. Von Rainer Lübbert
Blockade von Leningrad 872 Tage Hunger Es war gezielter Massenmord: Vor 80 Jahren kesselte die Wehrmacht Leningrad ein, bis 1944 starben rund eine Million Menschen jämmerlich. Die letzten Überlebenden leiden bis heute, sagt Historikerin Sophie Tempelhagen. Ein Interview von Katja Iken
Geschichte-Podcast Der Pate von Mülheim Ihn lockten die Anzüge, das Geld und die Macht, doch nach seinem Aufstieg in der Mafia wollte Giorgio Basile den Ausstieg. Andreas Ulrich erzählt im Podcast, wie der Mafioso ihm seine Karriere schilderte. Von Danny Kringiel
Dänemark 1500 Jahre alter Goldschatz entdeckt Fast ein Kilogramm uralte Goldmedaillons und Münzen fand ein dänischer Hobbyarchäologe in der Nähe von Jelling. Forscher sind begeistert von dem historischen »Traumfund«.
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Berliner Details Die Regierung feierte das Viermächteabkommen über den zukünftigen Status Berlins als Durchbruch. Der SPIEGEL feierte eifrig mit, wobei in den Verhandlungen in erster Linie die Absurditäten der Frontstadt zutage traten. Von Rainer Lübbert
Musical-König Andrew Lloyd Webber »Für die Kunst wäre ich in den Knast gegangen« Von »Jesus Christ Superstar« über »Cats« bis zum »Phantom der Oper« – Andrew Lloyd Webber ist der Großmeister des Musicals. Hier spricht er über Kultur zu Coronazeiten, einen Song für Elvis und sein neues Werk »Cinderella«. Ein Interview von Alex Gernandt
Kriegskinder »Mutti war meine Heimat. Eine andere Heimat hatte ich nicht« Berthild Erika Tourrenc war fünf Jahre alt, als sie Berlin verließ. Mit ihrer Mutter und ihrem Bruder überlebte sie die Flucht, Tiefflieger, Hunger. Hier erzählt sie ihre Geschichte. Aufgezeichnet von Barbara Halstenberg
Späte Begnadigungen in den USA Die Hexen von Salem 1692 wurden in Massachusetts mindestens 172 Menschen der Hexerei beschuldigt, 19 wurden hingerichtet. Jetzt erst wird die letzte angebliche Hexe von Salem entlastet – dank einer Schulklasse. Von Frank Patalong
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren Das Ende von Bretton Woods Schon seit Jahren war bekannt, dass die USA entgegen ihrer Zusage nicht mehr in der Lage waren, jeden Dollar zum festgelegten Kurs in Gold zu tauschen. Und doch war alle Welt überrascht, als Präsident Nixon 1971 den Gold-Dollar-Standard beerdigte. Von Rainer Lübbert