Rassismus, Kolonialismus, Diskriminierung Was wir aus einer Geschichte der Hautfarbe lernen können Vor Jahrhunderten waren Hautfarben unwichtig und die Zuschreibungen verwirrend: Es gab »rote« Franzosen und »schwarze« Deutsche, »Weiße« galten als unmännlich. Hilft eine Geschichte der Hautfarbe, Stereotype zu brechen? Von Christoph Gunkel
Invasion in der Schweinebucht Warum Kubas Karibik-Kommunisten sich bei Kennedy bedankten Was für eine Blamage: Die Weltmacht USA versuchte vor genau 60 Jahren, die kubanische Regierung zu stürzen – und scheiterte an den bärtigen Revolutionären um Fidel Castro. Der »Máximo Líder« triumphierte. Von Klaus Ehringfeld, Mexiko-Stadt
Rechte Geheimorganisation in der Ära Adenauer Finstere Pläne für den Tag X Nur sechs Jahre nach Hitlers Untergang schlichen Nazis durch den Odenwald, übten Nahkampf und Schießen, führten Todeslisten mit SPD-Politikern. Den »Technischen Dienst«, eine tiefbraune Partisanenarmee, finanzierten die USA. Von Ralf Langroth
Sohn eines Auschwitz-Überlebenden über seinen Vater und den Holocaust »Hitler wurde nur als ›Onkel Adi‹ erwähnt« Max Mannheimer hat die Konzentrationslager in Auschwitz und Dachau überlebt. Sein Sohn Ernst erzählt, wie die Erinnerung die Familie bis heute belastet. Ein Interview von Klaus Wiegrefe
Historischer Machtkampf-Modus Wenn zwei sich streiten… Wie können sich Laschet und Söder im Streit um die Kanzlerkandidatur einigen? Ein Ausritt in die Geschichte zeigt, was Rivalen heute besser lassen sollten – vom Holmgang über die Wasserprobe bis zum Schienbeintreten. Von Frank Patalong
Luxusliner »Titanic« Die letzten Fotos vor der Jungfernfahrt Die meisten Bilder, die wir von der »Titanic« kennen, zeigen das baugleiche Schwesterschiff »Olympic«. Einige der wenigen Originalaufnahmen schoss ein Berliner Fotograf – vier Tage vor dem Untergang. Von Jens Ostrowski
Deutsche Kolonialgeschichte Von Afrika nach Russland Deutschlands koloniale Ambitionen endeten nicht 1919, sondern erst 1945. Denn auch der Eroberungs- und Vernichtungskrieg in Osteuropa stand unverkennbar in dieser mörderischen Tradition. Ein Gastbeitrag von Jürgen Zimmerer
Unionsstreit über Kanzlerkandidaten Strauß gegen Albrecht – so wurde das Duell 1979 entschieden Wer siegt beim Machtkampf in der Union? Als CDU und CSU vor 42 Jahren zwischen Franz Josef Strauß und Ernst Albrecht entschieden, kam es zum Schlagabtausch – getrieben von der Angst vor einer »vierten Partei«. Von Melanie Amann, Uwe Klußmann und Jochen Leffers
30 Jahre »Baby Born« Püppi macht Pipi Was die alles kann! Die »Baby Born«, Sehnsuchtsspielzeug einer ganzen Generation Puppeneltern, wird 30 Jahre jung. Die Geschichte der Funktionspuppen reicht weit zurück – sie wurden immer menschenähnlicher. Von Frank Patalong
Koloniale »Völkerschauen« in Deutschland Im Menschenzoo Ende des 19. Jahrhunderts war es populär, Menschen aus fernen Ländern wie Tiere auszustellen. Zeitdokumente belegen, wie es ihnen erging – und was die Zuschauer über die vermeintlichen »Wilden« dachten. Von Frank Patalong
Kanzlerkandidaten der Union Erst Strauß, dann Stoiber – und jetzt Söder? Als dritter CSU-Chef will Markus Söder Unionskanzlerkandidat werden. 1980 scheiterte Franz Josef Strauß, 2002 Edmund Stoiber. Was ist heute ähnlich wie damals, was ganz anders? Von Uwe Klußmann
Flieger, grüß mir die Katze Die USA setzten in den Fünfzigerjahren Katzen in Kampfjets ein. Sie sollten Rätsel der Forschung entschlüsseln helfen – mit mäßigem Erfolg. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Augenblick mal Fliegender Wechsel – warum ein Mann im Himmel umstieg Der Draufgänger, der sich vor gut hundert Jahren tollkühn von einem Doppeldecker zum nächsten hangelte, lieferte keinen Coffee-to-fly. Er verfolgte eine ganz andere Mission – ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
Ein Bild und seine Geschichte Die Waffe einer Frau Pfeil und Bogen zum Cocktailkleid, das sind extravagante Accessoires. Auf diesem Foto fordert eine Dame lange vor Corona Abstand. Filmstar trifft Paparazzi – trifft sie wirklich? Von Solveig Grothe
Augenblick mal Der große Sprung - echt oder Fälschung? Ein junger Mann springt in den USA auf einen Felsturm - eine Bildikone von 1886. Dem Fotografen aber ging es weder um den Sprung noch um den Fels. Ein Bild und seine Geschichte. Von Solveig Grothe
60 Jahre Zivildienst »Das Vaterland auf andere Weise retten« Der Kabarettist Peter Grohmann gehörte 1961 zu den ersten deutschen Zivis. Hier erzählt er von der Gewissensprüfung und von Missachtung, wie er trotzig für Frieden eintrat – und am Ende nur Geranien gießen durfte. Ein Interview von Christoph Gunkel
Tod von Prinz Philip Der beste royale Sidekick aller Zeiten Er war eine so komische wie tragische Figur. Dass Prinz Philip sich zum unantastbaren Hofnarren wandeln konnte, liegt auch an seiner außergewöhnlichen Familiengeschichte mit deutschen Wurzeln. Von Peter Littger
Zeitzeugen über den deutschen Kolonialismus »Die Weißen waren Monster« Wie haben Sie die Deutschen erlebt? Diese Frage stellten Forschende Menschen in Kamerun, die sich noch an die deutsche Kolonialzeit erinnern konnten. Ihre Antworten erschrecken.
Vergessene Monarchin Auguste Victoria Wie die letzte deutsche Kaiserin um die Krone kämpfte Alle kennen Wilhelm II., doch wer kennt seine Frau? Bismarck verhöhnte sie als »holsteinische Kuh«. Auguste Victoria, die vor 100 Jahren starb, wollte mit allen Mitteln den Thron retten – und scheiterte krachend. Von Katja Iken
Vergessene Mussolini-Attentäterin Violet Gibson Die Irin, die auf den »Duce« schoss Diese Frau hätte die Weltpolitik verändern können: Am 7. April 1926 verübte Violet Gibson einen Anschlag auf Faschistenführer Benito Mussolini. Lange vergessen, soll sie nun an ihrem Geburtsort Dublin als Heldin geehrt werden. Von Corina Kolbe
Deutscher Kolonialismus »Die ganze deutsche Gesellschaft profitierte von der Ausbeutung« Deutschland wurde erst spät zur Kolonialmacht. Doch der deutsche Kolonialismus war ebenso brutal und hatte ähnliche Folgen wie der anderer Staaten, sagen die Wissenschaftler Sebastian Conrad und David Simo im Interview. Ein Interview von Uwe Klußmann und Eva-Maria Schnurr
SPIEGEL Live – Das Gespräch Der verdrängte deutsche Kolonialismus Das Deutsche Reich war ab 1884 Kolonialmacht, doch das weiß heute kaum noch jemand. Dabei waren die Kolonialgebiete der Deutschen riesig und ihr Regime brutal. Daran erinnert der Historiker Jürgen Zimmerer im Podcast.
125 Jahre moderne Olympische Spiele Als Olympias Feuer neu entflammte Eineinhalb Jahrtausende hatte das wichtigste Sportspektakel des antiken Griechenlands pausiert. Bis ein französischer Baron 1896 die Tradition wiederbelebte. Er drängte auf Paris – es wurde Athen. Von Danny Kringiel
Kinderbuchautor Helme Heine »Beinahe hätte ich den Milchmann erschossen« Im Kinderbuch »Freunde« erzählte Helme Heine von den Erlebnissen dreier Tiere – und wurde berühmt. Die wahren Abenteuer aber erlebte der Autor in Südafrika und Neuseeland selbst. Ein Interview von Agnes Sonntag
Feldpost eines deutschen Orientsoldaten Das letzte Aufgebot im Heiligen Land Ein junger Bremer träumte 1918 vom Orient, die Armee schickte ihn nach Palästina. Wie dramatisch sein Fronteinsatz endete, beschrieb Karl Wedemeyer in Briefen an die Eltern. Von Stefan Pochanke
Anschlag auf Treuhand-Chef Rohwedder »Im Fadenkreuz der Frustrierten« Vor genau 30 Jahren wurde Detlev Karsten Rohwedder in seiner Düsseldorfer Villa erschossen. Die RAF übernahm die Verantwortung. Und doch hält sich bis heute der Mythos von einem Stasi-Attentat. Von Michael Sontheimer
BKA-Ermittler über das letzte RAF-Attentat »Es war staatlicher Unwille, der Rohwedder das Leben gekostet hat« Warum hat die Polizei 1991 Treuhand-Chef Detlev Karsten Rohwedder nicht besser geschützt? Rainer Hofmeyer, früherer Leiter der Terrorismusabteilung im Bundeskriminalamt, sieht schwere Versäumnisse. Ein Interview von Ansgar Siemens
Hörspielserie TKKG wird 40 Jahre alt Warum ich Klößchen sein wollte Eine mysteriöse Nachricht, ein schwieriges Rätsel, ein längst vergessener Schatz: Das klingt nach einer TKKG-Folge, ist aber diese Geschichte. Meine Geschichte – und wieso ich mich fürs Filmcasting beworben habe. Von Malte Müller-Michaelis
Afrikaner in Europa Eine goldene Uhr und ein Pelzmantel für den getreuen Lakaien Die Berliner Mohrenstraße soll künftig Anton-Wilhelm-Amo-Straße heißen – nach einem Afrikaner, der vom Pagen zum Philosophen aufstieg. Die ersten Schwarzen kamen schon lange vor der Kolonialzeit nach Deutschland. Von Hans Hielscher
Deutscher Kolonialismus in Afrika Wo steckt der Kopf des Mangi Meli? Ein Mann aus Tansania sucht seit 1978 den Schädel des Volkshelden Mangi Meli, ermordet und geköpft von deutschen Kolonialisten. Warum? Weil er es seiner Oma versprochen hat. Von einem, der auszog, um für Gerechtigkeit zu sorgen. Von Katja Iken
Prügelstrafe in den Kolonien Geistig gereifte Europäer? Sie brachten Kaffee, Kautschuk, Kakao nach Europa – und schlugen in Afrika gern zu: Deutsche Kolonialisten waren international berüchtigt für brutalste Züchtigungen, vor allem mit der Nilpferdpeitsche. Von Solveig Grothe
Zeitzeuge über den Maji-Maji-Aufstand »Die Kolonie brennt an allen Ecken« Deutsche Kolonialtruppen bekämpften ab 1905 den Widerstand der Bevölkerung in »Deutsch-Ostafrika« – bis zu 300.000 Menschen starben. Wie brutal die Soldaten vorgingen, zeigen Briefe eines Kolonialoffiziers.
Sprachgeschichte Wie die lahme Ente in unser Bewusstsein watschelte Von US-Präsidenten über Angela Merkel bis zu Jogi Löw gelten Amtsträger als »lahme Enten«, sobald ihre Ära sich dem Ende nähert. Wieso eigentlich? Und womit hat dieser sympathische Wasservogel das verdient? Von Frank Patalong
Zwangspause für Seeleute Gefangen im Suezkanal – für acht Jahre Das Riesenschiff »Ever Given« hängt im Suezkanal fest. Dort musste ein deutscher Kapitän 1967 mit seiner Mannschaft lange ausharren – der Frachter »Münsterland« wurde zur größten schwimmenden Männerpension der Welt. Kapitän Wolfgang Scharrnbeck erzählt
Popstar Tom Jones »Ohne Musik wäre ich verloren gewesen« Vom singenden Staubsaugervertreter zur Legende: Sir Tom Jones ist 80 Jahre alt, davon 60 auf den Bühnen der Welt. Hier spricht der »Tiger« über Leben in Quarantäne, eheliche Treue und Auftritte bei Trump. Ein Interview von Alex Gernandt
Frauen bei Olympia »Die weiblichen Unterleibsorgane verwelken« Das olympische Startrecht haben Pionierinnen hart erkämpft – ihr Sport galt als unschicklich und ungesund. Aus Protest organisierte eine Französin vor genau 100 Jahren die ersten Olympischen Spiele nur für Frauen. Von Jasmin Lörchner
Afrika-Ausbeuter Adolph Woermann Steinreich durch Schnaps und Zwangsarbeit Mit aller Macht und ohne Skrupel setzte ein Hamburger Kaufmann sich dafür ein, dass Deutschland vor 140 Jahren Kolonialmacht wurde. Die Raubwirtschaft in Afrika verschaffte Adolph Woermann ein Vermögen. Von Alexandra Gittermann
Märzaufstand der roten Rebellen 1921 Mit der Artillerie gegen Arbeiter Kommunisten führten die Revolte an, die vor hundert Jahren die Industrieregion um Halle und Leuna erschütterte. Als der Umsturzversuch blutig scheiterte, war die Arbeiterbewegung gespalten und geschwächt. Von Uwe Klußmann
In sieben Schritten Wie die Erfindung der Glühbirne Karaoke zur Todesgefahr machte Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Sogar der trickreiche Erfinder Edison mit philippinischen "My Way"-Sängern.
In sieben Schritten Wie Richard Wagner die patriotischsten Pommes der Welt schuf Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Auf einer absurden Zeitreise entdeckt Danny Kringiel, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Tiefkühlpizza mit Fledermaus-Rock und Giftgas. Aber schauen Sie selbst in die Bildergalerie.
In sieben Schritten Wie Hühnersonnenbrillen Colt Seavers das Leben retteten Im Zickzack durch die Weltgeschichte: Danny Kringiel begibt sich auf eine absurde Zeitreise - und entdeckt, dass irgendwie alles mit allem zu tun hat. Selbst Kannibalismus mit Macho-Karren.
»Schutzgebiet« Kiautschou in China Erst war es Deutschlands Musterkolonie – dann metzelten die Soldaten Deutsches Bier, Eisenbahn und Ordnung: An der chinesischen Küste plante Wilhelm II. ab 1897 ein Zukunft-Projekt. Doch dann begann der Aufstand – und der Kaiser tobte: »Pardon wird nicht gegeben«. Von Uwe Klußmann
Universität Kapstadt Großfeuer vernichtet einzigartige Dokumente Ein Buschfeuer hat Teile der Universität Kapstadt zerstört und wertvolle Quellen zur afrikanischen Geschichte vernichtet. Was bisher über die Schäden in der fast 200 Jahre alten Jagger-Bibliothek bekannt ist. Von Johannes Saltzwedel
Zeitreise - Der SPIEGEL vor 50 Jahren Ein amerikanischer Held Im März 1971 wurde Oberleutnant Calley von einem US-Militärgericht wegen Mordes an 22 vietnamesischen Zivilisten zu lebenslanger Zwangsarbeit verurteilt. Eine Empörungswelle fegte durch die USA, und nicht wenige fragten sich, ob man da nicht den Falschen verurteilt hatte. Von Rainer Lübbert
60 Jahre Eichmann-Prozess Der Massenmörder im Glaskasten Am 11. April 1961 begann in Jerusalem der Prozess gegen den Holocaust-Organisator Adolf Eichmann. Das Verfahren veränderte den Umgang mit den Überlebenden. Der stellvertretende Ankläger Gabriel Bach erinnert sich. 15:35
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Renaissance des Motorrads Anfang der Siebzigerjahre feierte eine Branche einen Boom, mit der niemand mehr gerechnet hatte: Die Westdeutschen entdeckten das Motorrad wieder. Hauptprofiteure der neuen Leidenschaft waren Japaner. Von Rainer Lübbert
Zeitreise – der SPIEGEL vor 50 Jahren Schnelle Sklaven In den Sechziger- und Siebzigerjahren wurden die technologischen Grundlagen der IT-Industrie entwickelt. Wie schwierig das im Detail sein konnte, zeigt das Beispiel des Parallelrechners Illiac IV – für einige Jahre der schnellste Computer der Welt. Von Rainer Lübbert
Urknall des Christentums Die letzten Tage des Jesus von Nazareth Was passierte wirklich in Jerusalem im April des Jahres 30, als angeblich der Gottessohn hingerichtet wurde? Seit Jahrzehnten werten Forscher Indizien aus – es ist ein Krimi von historischem Ausmaß. Ein SPIEGEL+ Bestseller. Von Clemens Höges und Dietmar Pieper
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Sex-Akzeleration Westdeutschlands Jugendliche hatten immer früher Sex – doch während Sittenwächter bereits Sodom und Gomorrha witterten, erwies sich die Jugend bei näherer Betrachtung als erstaunlich beständig. Von Rainer Lübbert
Britische Monarchie Wie Queen Victoria die »Royal Family« inszenierte Eine der frühesten Influencerinnen war Victoria von England: Um sich politischen Einfluss zu sichern, gewährte sie dem Volk Einblicke ins Private. Prinzgemahl Albert von Sachsen-Coburg spielte mit. Von Bettina Musall
Deutsches Judentum Auswärtiges Amt hilft Jeckes-Museum mit einer Million Euro Ein Museum in Israel dokumentiert Schicksale der »Jeckes« – deutscher Juden, die vor den Nazis flohen. Nun stellt die Bundesregierung für die einzigartige Sammlung Geld bereit. Gerettet ist das Museum aber noch nicht. Von Christoph Gunkel
Zeitreise – Der SPIEGEL vor 50 Jahren Der Siegeszug der Dickschiffe Innerhalb weniger Jahre wurde der deutsche Einzelhandel komplett umgekrempelt: Warenhäuser, Supermärkte und Einkaufszentren verdrängten den Krämer von einst. Von Rainer Lübbert
Ultrarechte Deutsche in den USA So nationalsozialistisch, dass selbst Hitler und Goebbels nervös wurden In den Dreißigerjahren gründeten deutsche Nazis in den USA den »Amerikadeutschen Bund«. Mit Hetze, Hakenkreuz und Hitlergruß inszenierten sie sich als braune Musterschüler – und scheiterten an sich selbst. Von Viola Schenz
Pariser Kommune »Pflicht zu sterben oder zu siegen« Nachdem Frankreich 1871 den Krieg gegen Preußen verloren hatte, herrschte in Paris eine Räterepublik. Das frühe sozialistische Experiment währte nur 72 Tage – dann nahm das bürgerliche Frankreich gnadenlos Rache. Von Uwe Klußmann
Buddhisten in der DDR Erleuchtet im Arbeiter- und Bauernstaat Von Fernost in den ganz Nahen Osten – auch in der DDR meditierten sich junge Menschen ins Nirwana. Cornelia traf mit 17 einen dänischen Guru und erzählt von einer spirituellen Szene, die heute fast vergessen ist. Von Philipp Wurm
Frauen in der 68er-Bewegung »Befreit die sozialistischen Eminenzen von ihren bürgerlichen Schwänzen!« Als die Studentenproteste Deutschland durchlüfteten, kämpften nicht nur Dutschkes und Teufels: Ohne die Frauen der Revolte hätte es wohl keine Angela Merkel, kein #MeToo gegeben – und schlechteren Sex. Von Michael Sontheimer
Wie Zeitungen zum Massenmedium wurden Die Welt im Leserausch Die Geburt der Massenmedien im 19. Jahrhundert veränderte die Welt. Auf dem Zenit zählte allein Berlin 147 Tageszeitungen – mit Ausgaben morgens, mittags, abends und in der Nacht. Von Frank Patalong
Modestar und Geheimagentin Als Coco Chanel den Zweiten Weltkrieg beenden wollte In der NS-Zeit war die französische Modemacherin Coco Chanel in eine bizarre Geheimdienstaffäre verwickelt. Mittendrin: ihr Liebhaber – ein Nazi-Spion –, hohe SS-Leute und eine Freundin mit Kontakt zum Widerstand. Von Hans Michael Kloth und Corina Kolbe
Die politische Strategie von Queen Elizabeth I. Verheiratet mit England Geschickt verwandelte Englands erste Herrscherin ihren größten Nachteil in ihre größte Stärke: Sie blieb zeitlebens ohne Ehemann. Von Eva-Maria Schnurr
Berühmtes Geschwisterporträt Lasst die Kinder frei! 1805 malte Philipp Otto Runge die Kinder eines Freundes. Sein Gemälde wirkt wie eine zufällige Momentaufnahme. Doch in Wirklichkeit verrät es viel über das bürgerliche Erziehungsideal seiner Zeit. Von Kathrin Maas
Gräueltaten im Zweiten Weltkrieg Der US-Journalist, der heimlich mit den Nazis paktierte Angeblich schändeten die Deutschen 1939 ein Kloster in Polen. Doch Strippenzieher der Geschichte war Goebbels selbst – und ein gefügiger Journalist der Agentur AP verhalf ihm zu einem weltweiten Propaganda-Coup. Von Norman Domeier