In sieben Schritten Wie englische Milchmägde "Big Brother" zum Comeback verhalfen

6. Teil: Survival of the Sickest


…einer maroden Medienfirma, mit einem äußerst geschmacklosen PR-Stunt wieder auf die Beine zu kommen. 2007 sah die Zukunft des niederländischen Fernsehproduktionsunternehmens Endemol ("Nur die Liebe zählt", "Wer wird Millionär?") alles andere als rosig aus: Sieben Jahre zuvor war es an den spanischen Telekommunikationskonzern Telefónica verkauft worden und hatte binnen kurzer Zeit rapide an Wert verloren. 2005 hatte man sich an einem Börsengang versucht - mit so miserablen Ergebnissen, dass Endemol zwei Jahre später wieder von der Börse genommen werden musste.

Und so startete man in größter Verzweiflung noch im selben Jahr einen PR-Coup, um das Unternehmen erneut in die Schlagzeilen zu bringen - mit "De grote Donorshow" ("Die große Spendershow"). In der ungewöhnlichen Gameshow traten mehrere Kandidaten gegeneinander an, die dringend eine Spenderniere benötigten. Dem Gewinner, der per SMS-Publikumsentscheid ermittelt wurde, winkte als Belohnung die tadellose Niere einer todkranken 36-Jährigen.

Nach der Ausstrahlung Ende Mai 2007 brach ein Sturm der Entrüstung über das makabre Konzept aus, obwohl die Sendung an ihrem Ende als eine mit Schauspielern inszenierte Täuschung enthüllt worden war, die nur auf die Problematik der Spenderorgansuche aufmerksam machen wolle. Ob dies nun gelang oder nicht - auf jeden Fall schaffte es Endemol, wieder in die Schlagzeilen zu kommen. Und so konnte das Unternehmen…



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